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Freitag, 5. September 2014

Rezension Sylvia Lott

"Die Glücksbäckerin von Long Island" von Sylvia Lott


  • Taschenbuch: 544 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (21. Juli 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442381819
  • ISBN-13: 978-3442381814

  • Inhaltsangabe:

    Ostfriesland, 1932. Die junge Marie wächst in einfachen Verhältnissen auf. Als sie sich in den falschen Mann verliebt, wird sie von ihren Eltern zu Verwandten nach Amerika geschickt. Im Gepäck hat sie ein gebrochenes Herz – und das Rezept für einen köstlichen Käsekuchen. Sie ahnt nicht, dass sie damit New York im Sturm erobern wird … Jahrzehnte später begleitet die Hamburger Fotografin Rona ihren Großvater nach Long Island, wo er seine Schwester Marie zu ihrem 90. Geburtstag besucht. Diese vertraut ihrer Großnichte eine Geschichte an, die deren Leben verändert…

    Autoreninfo:

    Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin. Sie schreibt für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine und veröffentlichte bei Blanvalet bereits den Roman "Die Rose von Darjeeling". Seit sie vor vielen Jahren bei einer Reisereportage ihren ersten „Cheese Cake New York Style“ probierte, ist sie süchtig nach diesem ganz besonderen Käsekuchen. Sylvia Lott lebt in Hamburg-Winterhude.

    Meine Meinung:

    Titel: Mehr als nur ein Käsekuchen…

    Von der Lektüre hatte ich mir einen unterhaltsamen Roman versprochen, der mich mitunter in eine andere Zeit katapultiert, aber ich bekam viel mehr.

    Im Buch selbst begegnen wir zwei starken Frauen, die ihren Weg gehen müssen. Zum Einen begleiten wir Marie 1932, wie sie Ostfriesland verlässt, um in Amerika ihr Glück zu finden. In ihre Zukunft nimmt sie nicht viel mit, außer ihren Liebeskummer. In der Gegenwart begleiten wir Rona, deren Leben gerade einen Umbruch erlebt, den sie versucht zu verarbeiten, indem sie ihren Großvater zu dessen Schwester Marie begleitet, eben jener Marie, die einst nach Amerika ging.

    Die Handlung wird uns mal aus der Vergangenheit und mal aus der Gegenwart näher gebracht, dabei nimmt jedoch Maries Lebensgeschichte einen größeren Raum ein, was aber wohl auch damit zusammenhängt, dass Marie nun mal bereits 90 Jahre alt ist.

    Der Autorin gelingt es hierbei vor allem dem Leser das Amerika der 30er Jahre näher zu bringen und die Unterschiede zwischen diesem und dem im Umbruch befindlichen Deutschland. Dabei legt Sylvia Lott auch viel Wert auf kleine Nebensächlichkeiten, die der gesamten Geschichte erst den nötigen Pfiff verleihen.

    Ronas Leben wird aus der Ich- Perspektive geschildert, Marie ihres aus der personalen Perspektive. Diese Wechsel und die zusätzlich eingestreuten Briefe sorgen für Schwung und Abwechslung. Gelungen auch, dass die Handlung des einen Erzählstranges immer durch den anderen unterbrochen wird, wenn es am spannendsten ist, denn dann mag man gar nicht mehr aufhören mit dem Lesen.

    Die dargestellten Charaktere haben auf Anhieb mein Herz erreicht und ich konnte mich vor allem mit Marie identifizieren.

    "Die Glücksbäckerin von Long Island" ist einfach eine wundervolle Geschichte, die den Leser mit geschichtlichem Wissen füttert, in der Cheese Cake eine ganz große Rolle spielt und in der auch Gefühle und Herz nicht zu kurz kommen.

    Fazit: Mir hat der Roman super gefallen und ich kann nur meine absolute Leseempfehlung aussprechen. Gute Unterhaltung garantiert!

    P.S.: Das Rezept zu Maries Cheese Cake befindet sich nicht im Buch, man kann es jedoch online auf der Autorenseite nachlesen.


    Bewertung: 5/ 5 Sternen

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