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Mittwoch, 20. Mai 2015

Rezension Claire Winter

"Die verbotene Zeit" von Claire Winter

  • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag (14. April 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453291689
  • ISBN-13: 978-3453291683

Inhaltsangabe:

1975: Nach einem schweren Autounfall sind Carlas Erinnerungen wie ausgelöscht, und sie setzt alles daran, die verlorene Zeit zu rekonstruieren. Der Journalist David Grant behauptet, sie sei auf der Suche nach ihrer Schwester gewesen, die vor sechzehn Jahren spurlos an der Küste von Cornwall verschwand. Doch kann sie ihm vertrauen? Lügen ihre Eltern sie an? Die Wahrheit führt Carla weit zurück in die Vergangenheit, in das Berlin der Dreißigerjahre, zu einer ungewöhnlichen Freundschaft und einer verbotenen Liebe, aber auch einer schrecklichen Schuld ...

Autoreninfo:

Claire Winter studierte Literaturwissenschaften und arbeitete einige Jahre als Journalistin, bevor sie entschied, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Sie liebt es, in fremde Welten einzutauchen, und hat schon immer eine Schwäche für die mystischen Landschaften Englands und Schottlands gehabt. Die Autorin lebt heute in Berlin.

Meine Meinung:

Titel: Das Geheimnis der verlorenen Zeit

Da mir immer wieder von der Autorin Claire Winter vorgeschwärmt worden ist, habe ich mich ihrem neusten Werk angenommen und begann gespannt zu lesen. Nach der Lektüre wusste ich die Begeisterung der anderen Leser zu werten.

Die Autorin entführt uns in eine Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt, beide Ebenen sind jedoch in der Vergangenheit angesiedelt.

1975 begleiten wir Carla, die nach einem schlimmen Autounfall ihr Gedächtnis verloren hat. In der Zeit, die ihr fehlt, müssen entscheidende Ereignisse passiert sein. Nur was?

1922 begleiten wir die beiden Freundinnen Edith und Dora. Beide sind fast wie Schwestern und sind sich auch als Erwachsene eine feste Stütze, obwohl sie aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten kommen. Doch dann muss Edith ihre Freundin um etwas bitten, dass ihr Leben auf dramatische Weise beeinflussen wird. Kann sie das ihrer Freundin wirklich zumuten?

Beide Handlungsstränge sind für sich spannend, wobei ich den um 1922 bevorzuge aufgrund der Zeit, die mich einfach noch viel mehr anspricht und der damaligen politischen Umwälzungen. Man liest nicht nur eine spannende Geschichte, sondern lernt auch noch Geschichtliches dazu.

Besonders gefallen hat mir der detailverliebte und bildhafte Schreibstil der Autorin, denn die Handlung zog an mir vorbei wie ein schillernder Film. Ich konnte mir alles gut vorstellen. Der Stil von Frau Winter lässt sich leicht und flüssig lesen, man wird regelrecht in die Geschichte gesogen.

Ebenfalls gelungen sind die einzelnen Charaktere, die sehr ausführlich beschrieben sind, so dass man ein genaues Bild von ihnen hat. Gerade dadurch kann man sich richtig gut in die Figuren einfühlen. Es gab keinen Charakter, den ich nicht irgendwie mochte. Zudem liebe ich es ja Geheimnisse zu lüften und genau dies darf man hier als Leser.

Die Perspektivwechsel sorgen dafür, dass man die Handlung aus mehreren Blickwinkeln betrachten kann und so noch mehr Verständnis für die einzelnen Personen hat. Der Wechsel zwischen den Zeiten war zu jeder Zeit nachvollziehbar, aber man muss schon konzentriert lesen, um nicht durcheinander zu kommen.

Fazit: Eine unglaublich fesselnde, niveauvolle Geschichte, die mich vollends überzeugt hat. Das wird sicher nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Must- Read 2015!


Bewertung: 5/ 5 Sternen

1 Kommentar:

  1. Da kann ich mich nur anschliessen: Spannend, interessant und die Verknüpfung der beiden Zeitebenen ist meisterhaft.

    Ich wünsche Dir ein schönes Pfingstwochenende.
    Herzlichst
    Margrith

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