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Sonntag, 3. Mai 2015

Rezension Linda Holeman

"Die Tochter des Seefahrers" von Linda Holeman

  • Taschenbuch: 704 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (20. April 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442482615
  • ISBN-13: 978-3442482610
Inhaltsangabe:

Portugal 1745: Auf einer kleinen, von Armut geplagten Insel wächst die junge Diamantina auf. Trost findet sie in den Geschichten ihres Vaters Arie, eines Seefahrers, der ihr oft von fernen, faszinierenden Ländern erzählt. Als Arie sein Glück in Südamerika sucht, träumt auch seine Tochter davon, die karge Insel zu verlassen. In ihrer Not nimmt sie den Antrag des Weinbauern Bonifacio an und geht mit ihm nach Madeira. Doch die Ehe wird zum Gefängnis. Den einzigen Ausweg sieht die junge Frau in der Flucht in die Neue Welt. Schon bald aber muss Diamantina sich fragen, wo ihr Herz sie wirklich hinzieht, denn zwischen ihr und Bonifacios Bruder Espirito entsteht eine zarte Liebe ...

Autoreninfo:

Linda Holeman, geboren im kanadischen Winnipeg, arbeitete nach ihrem Studium der Soziologie und Psychologie zunächst zehn Jahre als Lehrerin, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete.

Meine Meinung:

Titel: Die Reise ihres Lebens...

Als Fan historischer Romane und auf der Suche nach spannender Urlaubslektüre bin ich über dieses seitenstarke Buch gestolpert. Und da mich der Klappentext sehr ansprach und ich von der Autorin bisher noch nichts gelesen hatte, startete ich einfach mal einen Versuch.

Das Buch ist in vier Teile untergliedert und die Handlung spielt über einen Zeitraum von 20 Jahren, beginnend ab 1745. Es handelt sich um einen reinen historischen Roman, der nur in der Vergangenheit spielt und keine Gegenwartshandlung beinhaltet, was mir gut gefallen hat.

Durch die Handlung führt uns die Ich- Erzählerin Diamantina, die zu Beginn der Geschichte 13 Jahre alt ist. Ihr Vater verlässt die Familie, um wieder zur See zu fahren. Diamantina würde ihn nur zu gern begleiten, doch sie wagt es nicht ihre Mutter allein zu lassen. Die beiden Frauen leben unter ärmsten Verhältnissen und die junge Diamantina sieht keinen anderen Ausweg mehr als zu heiraten und die alte Heimat zu verlassen. Ob das die richtige Entscheidung war?

Die Autorin schildert die Ereignisse um unsere Protagonistin, mit dem sehr eigenwilligen Namen, sehr detailliert und mit einer bildhaften Sprache, die mich zum Träumen eingeladen hat.

Aufgrund der Erzählperspektive erfahren wir sehr viel über Diamantina und erleben zudem ihre gesamte Gefühlswelt mit, was ich als gelungen empfand. Besonders gefallen hat mir das innige Verhältnis zwischen Vater und Tochter, denn trotz der weiten Entfernung hielten sie Kontakt und waren gedanklich immer bei einander.

Das Schicksal unserer Protagonistin wusste auf Anhieb zu fesseln. Linda Holeman gelang es sehr gut ein authentisches Frauenbild der damaligen Zeit zu schaffen. Zudem ist die Lektüre ungemein kurzweilig.

Gut gefallen haben mir außerdem die Beschreibungen von Madeira, da hatte man direkt das Gefühl selbst vor Ort zu sein.

Fazit: Ein gelungener Schmöker, der zum Träumen einlädt. Urlaub für den Kopf... Lesenswert!


Bewertung: 4/ 5 Sternen

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