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Mittwoch, 2. Dezember 2015

Rezension Micaela Jary

"Sterne über der Alster" von Micaela Jary


Taschenbuch: 432 Seiten 
Verlag: Piper Taschenbuch (9. November 2015) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3492306977 
ISBN-13: 978-3492306973

Inhaltsangabe:

Die Revolution von 1918/19 bringt nicht nur Chaos in das geordnete Leben der Hamburger Reederfamilie Dornhain, sondern auch der Dienstboten: Der Patriarch nimmt sich das Leben, sein Chauffeur gerät unter Mordanklage und Nele Dornhain erwartet ein Kind vom Mann ihrer kleinen Schwester. Indes kämpft die älteste Tochter Ellinor um das wirtschaftliche Überleben des Familienunternehmens und auch um ihr eigenes Lebensglück, dessen Zukunft in den Sternen über der Alster geschrieben steht ... 

Autoreninfo:

Micaela Jary wurde als Tochter des Filmkomponisten Michael Jary in Hamburg geboren. Sie wuchs in der Welt des Kinos und der Musik auf und arbeitete als Zeitungsredakteurin, ehe sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Seit vielen Jahren schreibt sie nun erfolgreich Bücher. Sie lebte lange in Paris und wohnt heute mit Mann und Hund in Berlin und München. 

Meine Meinung:

Titel: Überzeugende Fortsetzung mit Suchtpotenzial...

Nachdem mir "Das Haus am Alsterufer" unheimlich gut gefallen hatte, wollte ich unbedingt wissen wie es mit Familie Dornhain weiter geht. Mit großen Erwartungen und voller Vorfreude begann ich mit der Lektüre und wurde vollends zufrieden gestellt.

Dieser zweite Band startet genau da, wo der erste endete, denn der Familienvater Victor Dornhain hat sich das Leben genommen und seine Familie muss nun mit seinem Tod klar kommen. Was wird das Jahr 1918 der Familie bringen und wird Hausmädchen Klara endlich die Wahrheit über ihre Herkunft erfahren?

Bereits auf den ersten Seiten gelang es Micaela Jary mir die Erinnerung zum ersten Band wieder ins Gedächtnis zu rufen und ich war sofort wieder mitten in der Familie.

Die Autorin beleuchtet auch hier wieder sowohl die Reederfamilie Dornhain als auch dessen Angestellte im Haus, die mit den Umbrüchen der damaligen Zeit zurechtkommen müssen. Besonders Tochter Ellinor hat es hart getroffen, denn sie soll für den Fortbestand der Reederei sorgen. Am meisten gefangen genommen haben mich die Zwistigkeiten zwischen dem Dreiergespann Nele, Lavinia und Konrad. Diese Konstellation ist schon etwas Besonderes und das Hin und Her war schon sehr spannend, denn ich war mir wirklich nicht sicher, wer am Ende das Paar sein wird. Und Lavinia war wieder einmal der Knaller. Bei ihr wusste ich oft nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Auch Klara habe ich wieder sehr gern begleitet, sie ist einfach eine Figur, die man gern haben muss.

Frau Jary hat es wieder einmal geschafft einen spannenden Teil der Geschichte Deutschlands dem Leser zu vermitteln. Gerade die politischen Veränderungen waren im Hintergrund stets spürbar.

Fazit: Eine würdige Weiterführung der Geschichte um die Reederfamilie, die förmlich nach einem dritten Band schreit. Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen und ich würde mich sehr über einen weiteren Band freuen. Lesenswert!


Bewertung: 5/ 5 Sternen

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