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Sonntag, 31. Januar 2016

Rezension Ulrike Herwig

"Oskar an Bord" von Ulrike Herwig


Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (18. Dezember 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342326084X
ISBN-13: 978-3423260848


Inhaltsangabe:

Ihre Liebe hat schon mal bessere Zeiten gesehen. Seit fast 20 Jahren sind Tina und Markus verheiratet. Die zermürbende Routine des Alltags und die nicht enden wollenden Geldsorgen belasten sie so sehr, dass bei Markus die Sicherungen durchbrennen: Ohne lange zu überlegen, überfällt er eine Tankstelle! Tina wird zufällige und völlig entsetzte Zeugin des Überfalls. In Panik flüchten beide mit dem nächstbesten Auto, ausgerechnet einem Krankentransporter, nicht ahnend, dass sie den 87-jährigen Oskar an Bord haben.

Autoreninfo:

Ulrike Herwig arbeitete zehn Jahre in London als Deutschlehrerin, bevor sie 2001 mit ihrer Familie nach Seattle/USA zog. Um sich nicht den ganzen Tag über die verrückten amerikanischen Moms wundern zu müssen, zieht sich Ulrike Herwig in jeder freien Minute an ihren Schreibtisch zurück.

Meine Meinung:

Titel: Wenn das Leben mit dir spielt...

Ich brauchte die Tage einfach mal ein witziges Buch und da ich bereits einige Bücher der Autorin gelesen habe, die mir gut gefielen, begann ich voller Vorfreude mit dem Lesen.

In der Geschichte geht es um Tina und Markus, in deren Ehe es gerade ein wenig kriselt, weil die beiden finanzielle Probleme haben. Als Tina in ihrer Mittagspause ihren Liebsten beim Überfallen einer Tankstelle erwischt, ändert sich ihr Leben schlagartig. Die Flucht mit einem Krankenwagen ist auch nicht ganz ohne, denn hinten drin liegt ein Patient. Oh Schreck was sollen die beiden jetzt bloß machen?

Mit Tina und Markus hat die Autorin ein Pärchen geschaffen, dass es so überall in Deutschland geben kann. Beide spiegeln die typischen Probleme einer Paarbeziehung wieder und man kann sich mit ihnen gut identifizieren. Gerade Tinas Jobfrust konnte ich sehr gut verstehen.

Der Roman besticht nicht nur durch tolle Charaktere wie Geisel Oskar, den ich mit seinen 87 Jahren direkt ins Herz schloss, sondern durch jede Menge Wortwitz. Da werden hässliche Brillen als orthopädische Schuhe für das Gesicht bezeichnet, Arme quellen wie Kartoffelbrei und Stimmen sind erotisch wie ein Zahnarztbohrer.

Die Flucht vor dem Gesetzeshüter ist spannend und realistisch dargestellt. Ein beobachtender Erzähler führt uns durch das Geschehen.

Frau Herwig gelingt es konstant den Leser zu amüsieren und ihn auf einen ganz besonderen Roadtrip mitzunehmen. Mir hat besonders das Ende gefallen, denn damit hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet.

Fazit: Ideal für den Lacher zwischendurch. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus.


Bewertung: 4/ 5 Sternen

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