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Donnerstag, 23. Juni 2016

Rezension Lara Wegner

"Ein Hauch von Schicksal" von Lara Wegner


Broschiert: 290 Seiten
Verlag: Drachenmond-Verlag (4. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3959910673
ISBN-13: 978-3959910675


Inhaltsangabe:

Ein Amulett, mehr ist Grace von ihrer Familie nicht geblieben. Angeblich erfüllt es Wünsche. Obwohl sie nicht daran glaubt, wünscht sie sich ein neues Leben. Am nächsten Morgen erwacht sie nicht nur im 17. Jahrhundert, sondern auch noch in einer Ehe mit dem ehemaligen Freibeuter Rhys Tyler, mit dem sie nach Barbados segeln muss. Niemals hätte sie erwartet, in diesem Mann ihre große Liebe zu finden. Doch gerade als Grace wieder an das Glück glaubt, werden sie von Piraten entführt und geraten in die Gewalt eines Mannes, der alles daran setzt, Grace zu brechen und Rhys zu vernichten. Nichts ist mehr sicher. Denn auch eine große Liebe kann an der Grausamkeit eines Wahnsinnigen zerschellen.

Autoreninfo:

Lara Wegner ist Jahrgang 1967 und lebt in der Nähe von Frankfurt.

Meine Meinung:

Titel: Gute Idee mit schwächelnden Charakteren…

Aufgrund des spannenden Klappentextes und dem enorm hübschen Cover (wirklich eine Augenweide, oder?) bin ich überhaupt erst auf das Buch aufmerksam geworden, welches für mich das Erste aus dem Drachenmond- Verlag war.

In der Geschichte geht es um die 20 jährige Grace, die ihre Familie durch einen Flugzeugabsturz verloren hat. Dieser Schicksalsschlag hat sie in tiefe Depressionen sinken lassen, weshalb sie auch in psychologischer Betreuung ist. Das Einzige was ihr geblieben ist, ist das Familienamulett. Als sie sich eines Nachts ein anderes Leben wünscht, wacht sie am nächsten Morgen im 17. Jahrhundert an der Seite eines Freibeuters auf und das Abenteuer ihres Lebens beginnt. Was hat das Schicksal nun mit ihr vor?

Grace fungiert hier als Ich- Erzählerin, so dass der Leser nah an ihr dran ist. Leider fiel es mir trotz der Perspektive schwer mich in sie hineinzuversetzen und sie wirklich zu verstehen, denn sie war für mich nicht so recht greifbar. Zudem agiert sie in meinen Augen nicht wie jemand, der wirklich leidet und mit Depressionen zu kämpfen hat.

Das Besondere an dem Roman ist wohl die Schreibe der Autorin, denn sie kann sehr bildhaft beschreiben und man kann sich das Setting mit allem drum und dran gut vorstellen. Leider blieben für meinen Geschmack aber die Charaktere auf der Strecke, sie werden zu oberflächlich betrachtet.

Völlig erstaunlich für mich, dass ich mich sogar eher mit dem männlichen Charakter Rhys Tyler identifizieren konnte als mit Grace, einfach weil er auf mich authentischer wirkt als sie. Wenig glaubhaft empfand ich zudem die Entwicklung der Beziehung zwischen den Beiden. Anfänglich schweigen sich die beiden über Wochen nur an und können sich absolut nicht ausstehen und dann finden sie ganz plötzlich doch zusammen, was mir zu sehr aus der Luft gegriffen erschien. Mag sein, dass es so etwas tatsächlich gibt, mir ist das bisher nicht untergekommen.

Fazit: Eine spannende Romanidee mit tollem Schreibstil, bei dem die Figuren ausgereifter hätten sein können. Ich habe mich dennoch gut unterhalten gefühlt und spreche eine Leseempfehlung aus.

Bewertung: 4/ 5 Sternen

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