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Sonntag, 17. Juli 2016

[eReader Erfahrung] mit dem Kindle Oasis

Hallo ihr Lieben,

das heute ist bereits mein dritter eReader Test. Heute möchte ich euch den Premiumreader Oasis aus dem Hause Amazon vorstellen, der mit mindestens 289,99 € (in der Basisversion mit W-LAN) zu Buche schlägt. Nicht gerade ein Schnäppchen oder was meint ihr?

Der Kindle Oasis erschien am 27. April 2016 und ich hatte ihn mir bereits am 06. April 2016 vorbestellt, in der Hoffnung ihn schnell in den Händen zu halten. Aber dann dauerte es echt noch einige Wochen eh er dann endlich am 07.06.16 (leider nach meinem Geburtstag) bei mir einzog. Den Lieferengpass habe ich nicht ganz verstanden, aber gut.


Warum nun habe ich mir also dieses sündhaft teure Teil zugelegt? Der Oasis sprach mich einfach direkt von seiner Optik an und da ich ledergebundene Bücher total mag, fand ich diese Wildledersache total toll. Nach dem Auspacken war direkt die Freude groß, denn das Teil sah im ersten Moment wirklich sehr winzig aus und hielt sich herrlich leicht.

Doch auch so ein Edelteil hat seine Macken. Bei dem wallnussbraun handelt es sich um eine Wildlederhülle, die wirklich sehr empfindlich ist. Einmal mit dem Fingernagel drüber gestrichen, hat man Kratzer drauf. Die lassen sich zwar teilweise wegstreichen, aber eben nicht immer. Aus diesem Grund habe ich mir dazu wenig später noch eine Neoprentasche besorgt, denn ich mag mir gar nicht vorstellen wie der Oasis aussieht, wenn ein Schlüsselbund in der Tasche neben ihm lag.


Das Besondere an dem Kindle Oasis ist wohl, dass die Hülle einen integrierten Akku hat, so dass das Gerät sofort wieder auflädt, wenn der Oasis mit der Hülle verbunden ist, was ich als sehr praktisch ansehe. Ich zähle nicht zu den Dauerlesern auf einem eReader, so dass ich zur Akkulaufzeit des Kindle ohne Hülle nicht allzu viel sagen kann. Die meisten schreiben etwas von 3 Stunden, was ich als in Ordnung empfinde.

Der Rücken des Gerätes fühlt sich ansonsten um einiges wertiger an als der Paperwhite, was wohl am verbauten Material liegt, denn der Kern soll ein Metallgehäuse sein, welches mit angenehmer, anschmiegsamer Plastik umbaut ist.

Rücken mit Ladehülle

Rückenansicht ohne Hülle

Was bereits beim Auspacken sofort auffiel war nicht nur die Größe, sondern auch die andere Form. An das Format, vor allem an den dicken Halteknubbel musste ich mich erst einmal gewöhnen. Man merkt aber sehr schnell wie angenehm hier das Einhandlesen ist, was ich beim Paperwhite sonst nie betrieben habe.


Der Oasis kommt ohne Werbeeinblendungen aus. Ist der Kindle im Ruhemodus sieht man einen Bildschirmschoner.

Im Lieferumfang des Oasis ist außer dem Gerät und der Ladehülle wie üblich ein USB- Kabel. Den Netzstecker zum Aufladen muss man sich selbst besorgen, es kann aber jeder handelsübliche (z.B. vom Smartphone) genutzt werden. Eine Bedienanleitung findet man dann auf dem Oasis selbst.

Ladehülle und Gerät finden mittels Magnet zusammen. Das passt wirklich gut, die finden schnell zusammen und nichts wackelt. Will man die beiden Teile von einander trennen, geht das ebenfalls unproblematisch.

Wie beim Kindle Paperwhite auch, kann man die Schriftart und dessen Größe für seine Bedürfnisse einstellen. Ebenfalls identisch ist die Auflösung von 300 ppi, das heißt die Schrift ist nicht kontrastreicher als beim Paperwhite.


Zudem kann auch dieser Kindle wieder Seitenzahlen, Prozentangaben oder wie lange man im Kapitel bzw. im ebook selbst noch liest anzeigen.


Der Oasis kann sowohl von Rechts- als auch von Linkshändern genutzt werden, da sich das Display je nach Lage selbst dreht. Das funktioniert ab einem bestimmten Neigungswinkel. Im Liegen (auf der Seite) kann man aber trotzdem lesen ohne Angst haben zu müssen, dass sich das Display dreht.

Linkshänder

Rechtshänder
Das Besondere an diesem Kindle ist wohl, dass man nicht nur mittels Touchscreen, wie bisher üblich, blättern kann, sondern dass es hier jetzt wieder extra Blättertasten gibt. Diese kann man auch einstellen wie man blättern möchte. Ich habe es mir so eingestellt, dass die untere Taste zum Vorblättern ist, weil dann der Kindle am besten in der Hand liegt.

Mit dem Oasis kann man auch wieder die Kindle- Leihbücherei nutzen, das funktioniert identisch wie beim Paperwhite.

Der Kindle Oasis kommt nun mit einer noch helleren Hintergrundbeleuchtung daher, weil noch mehr LEDs verbaut worden sind.


Das ist jetzt bei maximaler Helligkeitsstufe. Als Vergleich mal Kindle Paperwhite und Kindle Oasis nebeneinander.


Ich denke man kann sehr gut erkennen, dass der Oasis heller ist bei maximaler Beleuchtung, allerdings ist in meinen Augen fraglich, ob man das überhaupt braucht, denn ich kann bei dieser Beleuchtung so nicht lesen, weil mir das zu hell ist. Die Beleuchtung kann komplett abgestellt werden, allerdings auch nur wieder über den Touchscreen, einen extra Button wie z.B. beim Tolino gibt es hier nicht.

Der Oasis kann nur aufgeladen werden, wenn sich die Ladehülle am Gerät befindet. Ich hätte es persönlich schöner gefunden, wenn man die Hülle auch hätte einzeln laden können, während man mit dem Oasis liest. Auch kann man die Ladefüllung nur erkennen, wenn beide Teile zusammen sind, ansonsten weiß man nicht genau wie voll der Kindle noch ist.

In der WLAN- Version, wie ich sie besitze, wiegt der Oasis ohne Hülle 131 g und ist damit deutlich leichter als sein Bruder Paperwhite mit 205 g und auch leichter als der Tolino Vision 3 HD, der immerhin noch 174 g auf die Waage bringt. Hat man allerdings die Hülle dran, so wiegt der Oasis 238 g und der Gewichtsvorteil bringt einem nichts mehr.


Der Kindle Oasis ist wie der Paperwhite auch nicht wasserdicht. Lesen in der Badewanne sollte man sich daher verkneifen.

Auch beim Kindle Oasis ist man komplett an Amazon gebunden. Das Lesen von epub Dateien ist nicht möglich und somit auch nicht die Nutzung der Onleihe. Hier muss man selbst abwägen, ob einen das stört oder nicht.

Tja was ist nun mein Fazit bei diesem sehr hochwertigem, aber auch sehr teurem Gerät?

Wer nicht unbedingt das Neuste auf dem Markt braucht und vielleicht schon einen Paperwhite oder Tolino hat, der braucht diesen teuren Reader nicht, weil er nicht mehr kann als die anderen beiden Geräte, außer dass er etwas heller und leichter ist und die Blätterknöpfe zu bieten hat, aber gibt man deswegen gleich über 100 € mehr aus?

Warum nun habe ich ihn behalten? Diese Frage stelle ich mir bis heute und kann sie nicht so ganz beantworten. Da könnte man auch fragen warum man unbedingt ein teures IPhone braucht, wenn es ein Nokia Smartphone auch tun würde? Auch wenn das Gerät nicht mehr kann, so gefällt es mir optisch ungemein und ich mag die Blättertasten total gern. Es ist wahrscheinlich eher eine Einstellungsfrage und ein Muss- ich- haben- Teil, weil es was her macht.

Falls ihr Fragen zum Kindle Oasis habt, dann stellt sie mir unten im Kommentarfeld. Ich versuche sie dann so gut es geht zu beantworten.

Am kommenden Sonntag ist der letzte Tag meiner Testreihe und da werde ich euch den Kindle Fire etwas näher vorstellen.

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