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Freitag, 8. Juli 2016

Rezension Marc Levy

"Das Geheimnis des Schneemädchens" von Marc Levy


Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (25. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764505303
ISBN-13: 978-3764505301
Originaltitel: Un sentiment plus fort que la peur

Inhaltsangabe:

Im Wrack eines Flugzeugs, das im ewigen Eis des Mont-Blancs gefangen ist, findet Suzie Backer den Beweis dafür, dass ihre Familie zu Unrecht des Hochverrats beschuldigt wurde. Als der Reporter Andrew Stilman ihr begegnet, wittert er nicht nur eine einzigartige Geschichte, sondern er ist auch von dieser geheimnisvollen Frau fasziniert. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit, doch dabei wecken sie schlafende Hunde und bringen sich in tödliche Gefahr. Denn ihre Nachforschungen führen sie auf die Spur einer unmöglichen Liebe und eines Mannes, der für ein gewisses „Schneemädchen“ sein Land und alles, woran er glaubte, verriet …

Autoreninfo:

Marc Levy wurde 1961 in Frankreich geboren. Nach seinem Studium in Paris lebte er in San Francisco. Mit siebenunddreißig Jahren schrieb er für seinen Sohn seinen ersten Roman, Solange du da bist, der von Steven Spielberg verfilmt und auf Anhieb ein Welterfolg wurde. Seitdem wird Marc Levy in fünfundvierzig Sprachen übersetzt, und jeder Roman ist ein internationaler Bestseller. Marc Levy lebt zur Zeit mit seiner Familie in New York.

Meine Meinung:

Titel: Anders als gedacht, aber gut...

Marc Levy ist mir bekannt durch diverse Liebesgeschichten, die ich schon von ihm gelesen habe und die mir sehr gut gefallen haben, so dass ich den neuen Roman von ihm nur zu gern lesen wollte.

In der Geschichte geht es um Suzie Backer, die unbedingt das Unrecht, welches ihrer Familie angetan wurde, aus der Welt schaffen möchte. Dafür schreckt sie auch nicht davor zurück den Mont- Blanc zu besteigen, der ihr mehr abverlangt als ihr lieb ist. Wird es ihr gelingen, dass Ansehen ihrer Familie wiederherzustellen? Und wird sie den Verlust jemals verwinden können?

Marc Levy nimmt den Leser mit einer Szene im ewigen Eis des Mont- Blancs direkt gefangen. Auch wenn wir gerade Sommer haben, konnte ich den eisigen Wind und die Kälte, die jeden Punkt des Körpers erfasst, förmlich selbst spüren.

Die Handlung wird uns aus mehreren Perspektiven nahe gebracht, so dass man als Leser vielschichtige Eindrücke erhält, die zwar anfänglich verwirren, aber im Verlauf der Geschichte immer mehr Sinn ergeben.

Der Autor legt zudem nicht nur den Fokus auf seine Hauptfigur, sondern lässt auch Nebendarsteller zu Wort kommen, so dass ich der Ansicht bin, dass jeder Leser eine Figur finden wird, mit der er sich identifizieren kann.

Völlig unerwartet las sich der Roman für mich eher wie ein Thriller oder Krimi, da der Autor hier mit diversen Spannungselementen aufwartet, die für Gänsehaut pur sorgen. Das hat mir gut gefallen.

Das was Suzie da aufdeckt, kann man nur als Skandal bezeichnen und mich wunderte es nach der Offenbarung kaum, dass sie dafür so viel riskiert.

In meinen Augen ist dieser Roman anspruchsvoller als andere Bücher des Autors, einfach weil man unheimlich aufpassen muss und oft in die Irre geführt wird. Da glaubt man nun endlich etwas zu wissen und dann erfährt man später, dass es doch ganz anders war.

Ich bin durch diesen Roman jedenfalls wieder total auf den Geschmack gekommen, was diesen Autor betrifft.

Fazit: Unterhaltsame Lektüre für jede Jahreszeit. Wer einen Levy mal mit anderen Facetten erleben will, der sollte hier zugreifen. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Prädikat gut!

Bewertung: 4/ 5 Sternen

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