Seitenaufrufe letzten Monat

... im September 2017

Nr. 1: "Stell dir vor, dass ich dich liebe" von Jennifer Niven


Broschiert: 464 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 4 (22. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 373735510X
ISBN-13: 978-3737355100
Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 3,9 x 21,5 cm


Inhaltsangabe:

Jack ist der Coolste, der Schönste, von allen geliebt und begehrt. Doch er hat ein Geheimnis: Er ist gesichtsblind. Auf Partys fällt es ihm schwer, seine Freundin unter all den anderen Frauen zu erkennen. Für ihn sieht ein Gesicht wie das andere aus. Dass er schon mal einer vollkommen Fremden ein "Hey Baby" ins Ohr raunt, halten alle für Coolness. Doch Jacks ganzes Leben besteht aus Strategien und Lügen, um sein Problem zu vertuschen: Immer cool bleiben, auch wenn er mal die Falsche küsst. Jedes Fettnäpfchen eine Showbühne! Und dann kommt Libby, die in den Augen vieler so unperfekt ist, wie man nur sein kann. Denn Libby ist übergewichtig. Keine Strategie der Welt kann das vertuschen. Libby ist die Einzige, die erkennt, was hinter Jacks ewigem Lächeln steckt. Bei ihr kann Jack zum ersten Mal einfach er selbst sein. Aber hat einer wie Jack den Mut, zu einer wie Libby zu stehen?

Autoreninfo:

Jennifer Niven wuchs in Indiana auf und lebt heute mit ihrem Verlobten in Los Angeles. Ihr internationaler und New-York-Times-Bestseller "All die verdammt perfekten Tage" stürmte in Deutschland sofort die SPIEGEL-Bestsellerliste und wird derzeit verfilmt.

Meine Meinung:

Titel: Wo die Liebe hinfällt...

Da mir bereits das Debüt der Autorin („All die verdammt perfekten Tage“) unglaublich gut gefallen hatte und mir hier der Klappentext sehr zugesagt hat, war es fast eine Selbstverständlichkeit, dass ich in diesen Roman rein schnuppern musste.

In der Geschichte geht es um zwei Teenager, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Auf der einen Seite haben wir Jack, den Star der Schule. Er wird von allen Mädchen begehrt, weil er so unglaublich gut aussieht und auch bei den Jungs an der Highschool ist er als Kumpeltyp bekannt und wird gemocht. Doch er hat ein Geheimnis, welches ihm das Leben schwer macht. Auf der anderen Seite haben wir Libby, den ehemals fettesten Teenager Amerikas. Sie ist an der Schule unerwünscht, hat wenig Freunde und durch ihr stabiles Äußeres wird sie von ihren Mitschülern gehänselt. Doch Libby will etwas ändern. Werden die beiden ihren Weg gehen?

Die Handlung spielt zum Großteil in der Gegenwart und wird uns aus der Ich- Perspektive mal über Jack und mal über Libby näher gebracht. Diese Erzählweise gefiel mir besonders gut, weil man nur so in das Innere der beiden Protagonisten schauen kann.

Die Kapitel sind kurz und knackig gehalten, was ich mochte, da man so schnell auch die Sichtweise des jeweils anderen erfährt. Der Wechsel zwischen den beiden Hauptcharakteren hat den Lesefluss in keiner Weise gestört, sondern eher bereichert.

Auch wenn ich die Probleme von Libby nie hatte, so konnte ich mich in ihren Charakter sehr gut einfühlen, teilweise hat mich ihr Schicksal zu Tränen gerührt, da es gezeigt hat, dass nichts ohne Grund geschieht.

Mit dem Thema Gesichtsblindheit bin ich bereits über eine Dokumentation in Berührung gekommen, so dass mit das nicht völlig fremd war. Man kann sich sehr gut vorstellen, dass das Leben damit eine einzige Prüfung ist.

Jack hat trotz seines Status an der Schule einen guten Charakter entwickelt und sieht trotz seiner Einschränkung mehr als andere, weil er nur dadurch ansatzweise die Chance hat jemanden zu erkennen. Anfänglich fand ich die detaillierten Beschreibungen durch ihn etwas irritierend, aber daran hatte ich mich schnell gewöhnt. So war es einem als Leser überhaupt erst möglich zu spüren wie er durch seine Augen sieht.

Die eingeflochtene Liebesgeschichte hat mir gefallen, auch wenn ich leider eher ein Pessimist bin und mir nicht so ganz vorstellen konnte, dass es realistisch ist, dass so ein ungleiches Paar wie unsere Hauptakteure überhaupt zusammen kommen, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Fazit: Für mich mehr als nur ein Jugendbuch. Gefühlvolle, kurzweilige Unterhaltung, die überzeugt. Taschentuchalarm inklusive.

Bewertung: 4/ 5 Sternen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen