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Mittwoch, 26. August 2015

Rezension Mascha Vassena

"Das verschlossene Zimmer" von Mascha Vassena

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (13. Juli 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492305857
  • ISBN-13: 978-3492305853
Inhaltsangabe:

Trotz ihrer Brückenphobie reist Lena nach Venedig, um die Familie ihrer Mutter kennenzulernen. Doch im labyrinthischen Palazzo der Orlandis kommt es zu unheimlichen Vorfällen: Weshalb kennt Lena sich im Palazzo so gut aus? Woher kommen die Schreie, die nachts durch die Gänge hallen? Lena lässt sich nicht einschüchtern und entdeckt eine tragische Wahrheit, die in den dunklen Wassern der Stadt verborgen liegt ... 

Autoreninfo:

Mascha Vassena studierte Kommunikationsdesign und arbeitete mehrere Jahre als freie Journalistin in Hamburg, bis sie 2001 ein Literaturstipendium der Akademie Schloss Solitude erhielt. 2005 erschien unter dem Namen Mascha Kurtz ihr Erzählband "Räuber und Gendarm". Nach einem Ausflug in die Jugendfantasy schreibt sie jetzt über Frauen, die sich der Vergangenheit stellen müssen, um ihr Leben in die richtige Bahn lenken zu können. Sie glaubt, das wir alle das früher oder später tun müssen, wenn wir glücklich werden wollen. 

Meine Meinung:

Titel: Auf der Suche nach den eigenen Wurzeln...

Da ich noch nie in Venedig war, wollte ich wenigstens über dieses spannende Buch eine Reise in die Stadt wagen. Der vorliegende Roman war der erste, den ich von Mascha Vassena gelesen habe.

In der Geschichte geht es um Lena, die ihre Familie mütterlicherseits näher kennenlernen will und deswegen nach Venedig reist, auch wenn ihre Mutter das nicht möchte. Auf dem Anwesen der Familie Orlandi kommt es alsbald zu merkwürdigen Ereignissen. Lena hat das Gefühl schon ein Mal dort gewesen zu sein. Kann das wirklich stimmen? Wird Lena das Geheimnis ihrer Familie lüften können?

Ein allwissender Erzähler führt uns durch die Ereignisse, die uns über zwei Handlungsstränge näher gebracht werden. Gelungen fand ich zudem, dass jedem Kapitel vorangestellt ist, in welcher Zeit und wo die Handlung spielt, das sorgt für eine bessere Orientierung.

Lena hat es nicht leicht als sie bei ihrer Familie in Venedig ankommt, denn nicht nur ihre Brückenphobie plagt sie, sondern man begegnet ihr auch mit einer gehörigen Portion Abwehr. Was haben denn nur alle zu verbergen und warum brach ihre Mutter einst mit der Familie?

In Lena erwacht der Spürsinn und der Leser erfährt mit ihr nach und nach, was damals wirklich geschehen ist.

Die Offenbarungen lassen einen als Leser nicht kalt und man ist erstaunt zu was Menschen alles fähig sein können. Die Auflösung erahnt man zwar, hat mir aber dennoch gut gefallen. Ich mag es, wenn man mit rätseln kann und auch von allein auf die Lösung kommt, als am Ende eine Erklärung geboten zu bekommen, die man nicht ansatzweise hätte erahnen können.

Die dargestellten Personen, allen voran Lena, waren gut gezeichnet. Man konnte sie sich gut vorstellen und sich in sie hineinversetzen.

Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und mit ihren Beschreibungen konnte man sich das Palazzo der Familie und die Stadt sehr gut vorstellen.

Fazit: Spannende Unterhaltung, die ich nur zu gern weiterempfehle.


Bewertung: 4/ 5 Sternen

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