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Dienstag, 12. November 2019

[Filmkritik:] Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse

"Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse"


Starttermin 25. Oktober 2019 bei Netflix (1 Std. 34 Min.)
Von Michael Steiner
Mit Joel Basman, Noémie Schmidt, Inge Maux
Genre Komödie
Produktionsland Schweiz


Inhaltsangabe:

Der junge orthodoxe Jude Motti Wolkenbruch (Joel Basman) hat sich bislang immer streng an das gehalten, was seine Mutter ihm vorgeschrieben hat. Jede Frau, die sie ihm als potenzielle Ehefrau vorstellt, sieht fast genau so aus wie sie. Doch als sie ihn wieder mit einer Jüdin verheiraten will, widersetzt sich Motti und verliebt sich in die Nichtjüdin Laura (Noémie Schmidt). Doch sie ist eine Schickse, soll heißen: Sie trägt Hosen, hat einen schönen Tucher (jüdisch für Hintern), trinkt Gin Tonic und schwört. Motti fängt an zu grübeln und bezweifelt, dass der von seinen Eltern vorgegebene Weg der richtige ist. Nach und nach schwindet der Gehorsam gegenüber seiner Mutter, während gleichzeitig die Leidenschaft gegenüber Laura wächst. So nehmen die Dinge seinen Lauf und Motti kommt bald zum Schluss: Sogar Schicksen können total verrückt sein. 

Meine Meinung:

Titel: Geh deinen eigenen Weg auch wenn er schwer ist...

Nachdem mir von dem Film vorgeschwärmt wurde, war meine Neugier geweckt und ich habe das Schauen wirklich nicht bereut. Zudem will ich jetzt unbedingt die Romanvorlage lesen.

In der Geschichte geht es um Motti, dessen Mutter ihn unbedingt verheiratet sehen will. Er hat sich bis jetzt eher weniger Gedanken um die Liebe gemacht. Klar war ihm nur, dass er sich bei den Frauen, die seine Mutter aussucht, einfach nicht wohl fühlt. Doch dann trifft er an der Uni Laura, eine Nichtjüdin und plötzlich steht seine Welt Kopf.

Der Film bietet einen guten Einblick in das Leben einer jüdischen Familie. Man kommt mit Gebräuchen, Verhaltensweisen und ähnlichen in Berührung, was ich sehr neugierig verfolgt habe.
Anfänglich hatte ich Sorge, dass ich Probleme mit dem Verstehen der Sprache haben werde, aber dies war kein Problem, da sich das Jiddische wie Plattdeutsch anhört. Und zur Not hat man ja immer noch den Untertitel zum Mitlesen.

Über Motti amüsiert man sich anfänglich sehr, weil er so tollpatschig und unbeholfen ist, aber mit der Zeit wächst er einem immer mehr ans Herz. Die Besetzung durch Joel Basman habe ich als passend empfunden.
Durch die Figur der Laura wurden die Unterschiede schnell offensichtlich, aber der Film zeigte deutlich, dass man diese Unterschiede ohne weiteres überwinden kann, sofern man offen dafür ist.

Meine persönliche Lieblingsfigur war allerdings Mottis Mutter Mame Wolkenbruch. Über sie musste ich am meisten lachen. Sie liebt ihren Sohn über alles und will nur das Beste für ihn, kann aber einfach nicht über den Tellerrand ihrer Welt blicken. Ihre Ohnmachtsanfälle fand ich herrlich und auch wie sie ihrem Mann immer wieder Knuffe in die Seite verpasst hat.

Fazit: Mir hat der Film sehr gut gefallen, weil ich Einblicke in eine andere Kultur bekommen habe und dabei gleichzeitig herzhaft lachen konnte. Zudem war er sehr kurzweilig. Schaut ihn euch an!

Bewertung: 5/ 5 Sternen

Samstag, 9. November 2019

Rezension Michael Nast

"Vom Sinn unseres Lebens" von Michael Nast


Broschiert: 208 Seiten
Verlag: Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH; Auflage: 1. (6. September 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841906842
ISBN-13: 978-3841906847


Inhaltsangabe:

Zwischen Konsum- und Selfie-Wahn, Selbstoptimierung, Ichbezogenheit und dem Schwelgen in Luxusproblemen macht Michael Nast deutlich, wie zahlreich die Missverständnisse zwischen Ost und West im Alltag immer noch sind. Heiter, philosophisch und nachdenklich, zeigen uns seine Anekdoten eine Welt, in der das Miteinander immer mehr in den Hintergrund gerät.Wo sind eigentlich die Werte, nach denen wir leben wollen?

Autoreninfo:

Michael Nast, geboren 1975, landete mit "Generation Beziehungsunfähig" den Bestseller des Jahres 2016 und wurde zum Sprachrohr einer ganzen Generation. Mit seiner außergewöhnlichen Beobachtungsgabe ergründet er Situationen und Tatsachen wie kein anderer. 2018 erschien mit "#EGOLAND" sein erster Roman, der es zu Books at Berlinale schaffte, einem Forum für vielversprechende Filmstoffe aus dem Verlagswesen. Michael Nast lebt und arbeitet in Berlin als freier Kolumnist, Buch- und Drehbuchautor. 

Meine Meinung:

Titel: Mehr als nur ein Buch über Ost und West... 

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich aufgrund der Aufmachung des Buches nie darüber gestolpert wäre, weil es einfach so unglaublich schlicht aussieht. Ich hab jedoch bei einer Freundin in das Buch reinlesen können und war sofort gefesselt. Optik allein ist eben doch nicht alles, was wohl nicht nur für Bücher gilt.

Im Buch beleuchtet Herr Nast nicht nur witzige Anekdoten über die Unterschiede zwischen Ost und West, sondern auch wie unsere heutige Gesellschaft tickt mit ihrem Selfie- und Optimierungswahn.

Der Autor findet die richtigen Worte und in seinen kleinen Geschichten findet man sich einfach wieder. Egal ob es dabei um das Finden oder Ausbleiben der Liebe geht, um Freundschaften oder die Anonymität in der Großstadt. Dabei schafft er immer wieder eine Brücke in die Vergagenheit, wie lief es damals und wie ist es heute.

Aus vielen der Geschichten geht hervor, dass alles im Leben nur noch Konsum ist und genauso ist unsere aktuelle Gesellschaftt leider. Einen Klick entfernt ist die große Liebe, einen Klick entfernt das nächste tolle Smartphone oder die teure Designerjeans. Und dann kommt noch hinzu, dass viele nur noch an sich selbst denken. Wenn man anders ist und nicht die Ellenbogen ausbreitet, dann wird man komisch angeguckt und sorgt für Unverständnis.

Ich habe das Buch über mehrere Abende genossen. Man kann die Geschichten in einem Stück lesen oder auch einzeln. Auch querlesen oder sich die ein oder andere Abhandlung heraussuchen ist ebenfalls möglich. 

Ich bin sonst eher kein Fan von Ostgeschichten, weil diese meist nicht von Menschen verfasst wurden, die die DDR selbst erlebt haben. Bei Herrn Nast ist das anders und das spürt man auch, denn er beschreibt ein Leben, was ich selbst erlebt habe.

Gut gefallen hat mir zudem, dass nicht alles schlecht gemacht wird, sondern das Positives und Negatives beleuchtet wird, aber nie mit erhobenen Zeigefinger, sondern beobachtend und erfrischend.

Fazit: Endlich mal ein Sachbuch, welches mit Witz und Charme aufklärt und gleichzeitig unterhält. Klasse!

Bewertung: 5/ 5 Sternen

Mittwoch, 6. November 2019

Rezension Aprilkind

"Der Grolltroll ... grollt heut nicht!?" von Aprilkind


Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
Verlag: Coppenrath; Auflage: 1 (22. August 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3649631644
ISBN-13: 978-3649631644
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate - 6 Jahre


Inhaltsangabe:

Ich kann auch anders! Davon ist der Grolltroll felsenfest überzeugt und wettet darum mit seinen Freunden, einen Tag nicht zu grollen. Aber das ist gar nicht so leicht. Denn als seine Freunde ihm den leckeren Kuchen einfach vor der Nase wegschnappen, möchte er am liebsten mit den Füßen auf den Boden stampfen. Und als ihm eine erschrockene Krähe mitten auf die Nase macht, laut schreien. Ob der Grolltroll es trotzdem schafft, die Wette zu gewinnen ...?

Autoreninfo:

Das Kreativ-Duo Stephanie Maria Gerharz und Dr. Michael Gerharz aus Köln entwickelt unter ihrem Label aprilkind Kuscheltiere und Geschichten für Kinder auf der ganzen Welt und hat unter anderem die Schlafmützen und die Twonster erfunden. Von ihnen stammt die Idee und das Konzept zum Grolltroll.

Bücher schreiben wollte Barbara van den Speulhof schon immer. Spätestens seit sie lesen konnte. Gedauert hat es trotzdem viele Jahre, bis ihr erstes Kinderbuch erschien. Zuvor arbeitete sie u.a. in einem Kinderbuchverlag und produzierte ausführend Hörbücher und Hörspiele.

Meine Meinung:

Titel: Ist denn heute niemand wütend? 

Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um den zweiten Band rund um den Grolltroll. Man kann die Bände unabhängig von einander lesen, sollte sich aber Band eins auf keinen Fall entgehen lassen.

Dieses Mal will der Grolltroll seine Wut im Griff haben und wettet sogar. Aber irgendwie ist am Wetttag einfach der Wurm drin und ständig passiert etwas, dass der Grolltroll am liebsten seiner Wut freien Lauf lassen würde. Hat er sie dennoch im Griff?

Das Buch zeigt auch in der neuen Geschichte, dass Wut, Trauer und Angst zum Leben dazu gehören und es jedem passieren kann und das nicht schlimm ist, solange es nicht zur Gewohnheit wird.

Die Zeichnungen von Stephan Pricken sind einfach nur wunderschön, kindgerecht und liebevoll gestaltet. Auch beim mehrfachen Anschauen entdeckt man immer noch etwas Neues.

Das Kinderbuch kommt mit einem stabilen Hardcovereinband, der auch den ein oder anderen Sturz aus Kinderhänden überstehen sollte. Die Seiten sind aus festem Papier, was Kinderhände von Kleinkindern ab 2 Jahren aushält. Für die ganz Kleinen ist es jedoch in meinen Augen noch nichts.

Fazit: Ein tolles Vorlesebuch, was man seinen Kindern und sich gönnen sollte. Danach sind schöne Träume garantiert.

Bewertung: 5/ 5 Sternen

Dienstag, 5. November 2019

[Serienkritik:] Wir sind die Welle

"Wir sind die Welle"


Originaltitel: Wir sind die Welle
Produktionsland: Deutschland
Jahr: seit 2019
Produktionsunternehmen: Rat Pack Filmproduktion, Sony Pictures Film und Fernseh Produktion
Episoden: 6 Folgen in Staffel 1
Genre: Jugendserie, Drama
Regie: Anca Miruna Lăzărescu, Mark Monheim
Drehbuch: Jan Berger, Ipek Zübert, Kai Hafemeister, Thorsten Wettcke, Christine Heinlein
Produktion: Dennis Gansel
Erstveröffentlichung: 01.11.2019 

Inhaltsangabe:

Eine Gruppe von Jugendlichen, die von dem neuen geheimnisvollen Mitschüler Tristan Broch angeführt wird, verfolgt den Traum einer besseren Zukunft. Wütend auf die gesellschaftliche Missstände, welche die Jugendlichen nicht mehr hinnehmen wollen, beschließen sie etwas dagegen zu tun. Was zunächst als idealistischer und spielerischer Aufstand gegen das Establishment beginnt, bekommt jedoch schon bald eine bedrohliche Eigendynamik. Am Ende stellt sich die Frage: Ob der Zweck wirklich die Mittel heiligt? 

Meine Meinung:

Titel: Anders, aber trotzdem richtig gut!

Nachdem ich die vielen negativen Kommentare zur Serie gelesen hatte, wollte ich mir selbst eine Meinung bilden und ich muss gestehen, dass diese ganz anders ausfällt, also schaut euch die Serie am besten selbst an und hört nicht auf die Meinung anderer.

Natürlich kenne ich das Buch "Die Welle" von Morton Rhue und auch die gleichnamige Verfilmung mit Jürgen Vogel, die mir gut gefallen haben, aber da zu der Serie nur die Info kam, dass diese davon inspiriert worden sei, habe ich jetzt nicht erwartet genau das zu bekommen, was das Buch beschreibt. Genau aus dem Grund war ich froh, dass die Serie etwas anderes abliefert.

In der Serie werden aktuelle Themen angesprochen wie Klimaschutz, das zu Viel an Konsum und andere gesellschaftliche Missstände, was mir richtig gut gefiel.

Auch Extremismus spielt hier eine große Rolle, auch wenn dieser vorrangig nun von links und nicht von rechts kommt. Und in meinen Augen wurde bereits nach den ersten zwei Folgen klar, dass die Macher damit nicht der rechten Fraktion in die Karten spielen wollen, denn die bekommen sehr wohl ihr Fett weg, sondern das Thema wird hier aus meiner Sicht aus allen Perspektiven beleuchtet. In der Serie gibt es nämlich auch Schüler, die der rechten Seite angehören und die Serie zeigt sehr schön wie beide Seiten aufeinander prallen.

Die Wahl der Schauspieler hat mir sehr gut gefallen, da es eine gute Mischung aus bekannten und weniger bekannten Gesichtern ist. Die Hauptakteure Lea und Tristan sind natürlich von bekannten Darstellern besetzt und ich fand die Wahl von Luise Befort und Ludwig Simon schon sehr passend. Am meisten habe ich mich jedoch über Milena Tscharntke gefreut, die ich in der Serie "Druck" und im Film "Alles Isy" mega fand.

Die Serie zeigt sehr gut, zu was Gruppendynamik führen kann und dass auch eine gut gemeinte Sache schnell mal aus dem Ruder laufen kann.

Die Thematik wurde hier wirklich sehr gut in die heutige Zeit adaptiert.

Das Ende der Serie ist offen gehalten, so dass es weitere Staffeln geben könnte, aber eben nicht muss. Ich würde mich jedenfalls über eine eventuelle Fortsetzung freuen.

Fazit: Bildet euch selbst eine Meinung. Ich mochte die erste Staffel der Serie gern und spreche daher eine Anschauempfehlung aus. Mal was anderes und sehr unterhaltsam.

Bewertung: 5/ 5 Sternen

Montag, 4. November 2019

[Filmkritik:] Werk ohne Autor

"Werk ohne Autor"


Darsteller: Tom Schilling, Sebastian Koch, Paula Beer, Saskia Rosendahl, Oliver Masucci
Komponist: Max Richter
Künstler: Dirk Schürhoff, Tom Sternitzke, David Vogt, Gabriele Binder, Quirin Berg, Silke Buhr, Patricia Rommel, Matthias Richter, Caleb Deschanel, Simone Bär, Carlos Gerstenhauer, Alexandra Montag, Patrick Sanchez Smith, Florian Henckel von Donnersmarck, Christine Strobl, Carolin Haasis, Bettina Ricklefs, Jan Mojto, Christiane Henckel von Donnersmarck, Max Wiedemann
Format: Dolby, PAL
Sprache: German (Dolby Digital 5.1)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Walt Disney
Erscheinungstermin: 4. April 2019
Produktionsjahr: 2018
Spieldauer: 182 Minuten


Inhaltsangabe:

Während des Zweiten Weltkriegs wird das Interesse des kleinen Kurt Barnert an der Kunst durch seine unkonventionelle Tante Elli geweckt, die später von dem Nazi-Arzt Seeband in den Tod geschickt wird. Nach dem Krieg lässt sich Kurt in Dresden als Künstler ausbilden und lernt dort seine große Liebe kennen, Elisabeth, die Tochter von Seeband. Gemeinsam wagen sie in den späten Fünfzigern den Sprung nach Düsseldorf und Kurt an die Kunstakademie, während sich die Konflikte mit dem Schwiegervater zusehends verschärfen. 

Meine Meinung:

Titel: Über die Kunst und das Leben...

Über drei Stunden Spielzeit beängstigten mich anfänglich etwas, aber da mich die Thematik so faszinierte, wollte ich es probieren. Nach meinem Geschmack hätte der Film ewig weiter gehen können.

In der Geschichte geht es um Kurt Barnert, der durch seine Tante Zugang zur Kunst findet und später Maler werden möchte. So wird hauptsächlich sein Schaffen nach dem Krieg beleuchtet. Zudem kommt es immer wieder zu Konflikten mit seinem Schwiegervater. Was verbirgt dieser nur für ein Geheimnis?

Mir hat der Film gefallen, weil er deutsche Geschichte beleuchtet und dies über mehrere Epochen. Zudem werden nach der Zeit des Krieges beide Teile Deutschlands, sowohl die DDR als auch die BRD, näher beleuchtet.

Tom Schilling als Kurt hat mich einfach nur gefangen nehmen können. Man kauft ihm dieses Verträumte, aber gleichzeitig sehr Tiefsinnige einfach ab. Zudem hat man gespürt, dass er offenbar Malunterricht hatte, schon allein was das Halten des Pinsels betraf.

Sebastian Koch als strengen Schwiegervater mit mieser Vergangenheit hat mir ebenfalls gefallen. Bereits bei seinen ersten Auftritten war mir klar, dass er kein Sympathieträger in der Geschichte sein wird.

Ich mochte sehr mit ansehen zu dürfen wie Kurt nach und nach zu seiner Kunst findet. Die sozialistischen Bilder, die er zuerst malen musste, fand ich eher amüsant, aber so war damals die Zeit und teilweise gibt es solche Bilder ja heute noch.

Da das Hauptaugenmerk auf Kurt liegt, hat es mich nicht gestört, dass das Euthanasiethema nur am Rande angeschnitten wurde. Mir haben bereits die wenigen Szenen dazu gereicht, um mir die Tränen in die Augen zu treiben. Man sollte sich also ausreichend Zeit für den Film nehmen und beim Schauen emotional geerdet sein, um sich nicht zu sehr runterziehen zu lassen.

Der Film hat mich generell sehr emotional mitgenommen, da Kurt im Leben einiges durchstehen muss, was in einem alltäglichen Leben nicht wirklich passiert. Die Liebesgeschichte des Ehepaares empfand ich da als angenehme Abwechslung zur sonst eher düsteren Grundstimmung.

Fazit: Zu Recht Oscar nominiert gewesen. Ich spreche in jedem Fall eine Kaufempfehlung aus. Prädikat wertvoll ist hier fast schon untertrieben.

Bewertung: 5/ 5 Sternen

Sonntag, 3. November 2019

[Filmkritik:] Monsieur Claude 2

"Monsieur Claude 2"


Darsteller: Christian Clavier, Chantal Lauby, Ary Abittan, Medi Sadoun, Frederic Chau
Regisseur(e): Philippe de Chauveron
Format: Dolby, PAL, Breitbild
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Studio: EuroVideo Medien GmbH
Erscheinungstermin: 16. August 2019
Produktionsjahr: 2019
Spieldauer: 95 Minuten


Inhaltsangabe:

Sie sind wieder da! – Monsieur Claude, seine Töchter und die unversöhnlichen Schwiegersöhne kehren zurück für einen neuen großen Wurf im Roulette der Traditionen. Regisseur Philippe de Chauveron und seine grandiose Schauspielmannschaft haben der Fortsetzung des rekordverdächtigen Erfolgsfilms viel Liebe und noch mehr Scharfsinn, Esprit und Witz eingehaucht. In seiner Paraderolle als naserümpfender Claude Verneuil verbreitet Christian Clavier bei seinem Drahtseilakt zwischen Vernunft und Vorurteil abermals große Heiterkeit. MONSIEUR CLAUDE 2 ist herrlich schlagfertiges Komödienkino voller Provokationen und Spitzfindigkeiten, das den Vorgänger an Charme sogar noch übertrifft. 

Meine Meinung:

Titel: Ich will doch nur das Beste für meine Töchter...

Ich schaue unheimlich gern französische Filme und da mir bereits "Monsieur Claude und seine Töchter" so gut gefiel, wollte ich natürlich wissen wie es mit ihm, seinen Töchtern und seinen Schwiegersöhnen weitergeht.

Nachdem sich Claude nun an seine Schwiegersöhne gewöhnt hat und alles perfekt zu sein scheint, haben plötzlich alle vor das Land zu verlassen. Das kann Claude nicht zulassen, will er doch seine Enkel aufwachsen sehen. Wird es ihm gelingen seine Liebsten bei sich zu behalten?

Mir hat hier wieder gut gefallen, dass jeder Spaß über jeden macht und dass man sich nicht dauernd an politische Korrektheit hält. Der Film ist voller Klischees, aber stets mit einem zwinkernden Auge und nie wirklich wertend und ernst gemeint. Und letztendlich wissen ja alle was sie aneinander haben und die vermeintlichen Schranken fallen.

In diesem Teil hat mir vor allem André Koffi gefallen, weil er so ein bisschen wie Claude im ersten Film ist. Ich mochte seine leicht weltfremde Sicht auf die Welt, die durch seine Kinder herrlich durcheinander gewirbelt wird.

Claude empfand ich hier als deutlich liebenswerter seinen Kindern gegenüber. Herrlich fand ich wie er seinen neuen Gärtner Arash behandelt. Daran sah man sehr schön was Vorurteile verursachen können.

Die Töchter standen hier nicht so sehr im Vordergrund, sondern mehr deren Ehemänner mit ihren kulturellen Unterschieden, was ich mochte.

Fazit: Mir hat der Film gut gefallen und ich habe herzhaft lachen können, allerdings konnte er nicht ganz an den ersten Teil heranreichen. Ich spreche trotzdem eine Kaufempfehlung aus, den unterhalten wird man richtig gut.

Bewertung: 4/ 5 Sternen

Samstag, 2. November 2019

[Filmkritik:] Dumbo (Realverfilmung)

"Dumbo"


Darsteller: Colin Farrell, Eva Green, Danny DeVito, Michael Keaton, Nico Parker
Komponist: Danny Elfman
Künstler: Deborah Maxwell Dion, Ben Davis, Colleen Atwood, Tim Burton, Rick Heinrichs, Katterli Frauenfelder, Chris Lebenzon, Nigel Gostelow, Derek Frey, Susie Figgis, Ehren Kruger, Justin Springer
Format: Dolby, PAL
Sprache: Italian (Dolby Digital 5.1), German (Dolby Digital 5.1), English (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Italienisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Studio: Walt Disney
Erscheinungstermin: 8. August 2019
Produktionsjahr: 2019
Spieldauer: 108 Minuten


Inhaltsangabe:

Das Leben des ehemaligen Zirkusstars Holt Farrier ist aus den Fugen geraten. Zirkusbesitzer Max Medici stellt ihn ein, um für einen neugeborenen Elefanten zu sorgen, dessen übergroße Ohren ihn zur Zielscheibe für Spott machen. Doch als Holts Kinder Milly und Joe herausfinden, dass Dumbo fliegen kann, setzt nicht nur die Zirkustruppe ihre Hoffnungen in den kleinen Dickhäuter... 

Meine Meinung:

Titel: Steht dem Original in nichts nach...

Als Disney- Fan, der mit "König der Löwen", "Cinderella" und Co aufgewachsen ist, kann ich mich natürlich auch für die Neuverfilmungen begeistern und so war ich gespannt auf die Umsetzung des Stoffes.

Vorweg kann ich nur sagen, dass man sich an die FSK Angabe halten sollte, denn einige Szenen sind schon ganz schön traurig und auch etwas düster, was ein Kind unter sechs Jahren sicher verängstigen könnte.

Ansonsten bemerkt man bereits ab den ersten Minuten, dass nur ein Tim Burton diesen Film gemacht haben kann allein wegen seines Mixes aus bunt und düster und der unverwechselbaren Musik im Film.

Dumbo mit seinen großen, blauen Augen nimmt den Zuschauer bereits kurz nach seiner Geburt für sich ein, da er einfach nur unglaublich niedlich ist. Für mich wirkte die Animation zusammen mit den großen Ohren sehr realistisch.

Colin Farrell als gefallener Zirkusstar Holt, dem das Leben übel mitgespielt hat, hat mir gut gefallen. Man nimmt ihm den Schmerz ab, den seine Verluste verursachen.

Meine Lieblingsfigur, natürlich nach Dumbo, bleibt aber der Zirkusdirektor Max Medici, gespielt von Danny DeVito, schlicht weil ich mir für diese Rolle keinen besseren hätte aussuchen können. DeVito ist der perfekte Mix aus lieb und böse mit einem Spritzer sonderbar.

Mich hat der Film jedenfalls sehr berrührt. Bei einigen Szenen hatte ich Tränen in den Augen, bei anderen habe ich herzhaft gelacht. Zudem ist die Zeit nur so verflogen und ich war regelrecht traurig als der Film zu Ende war.

Fazit: Gelungene Umsetzung eines Klassikers. Sehenswert und daher spreche ich eine Kaufempfehlung aus. Spitze!

Bewertung: 5/ 5 Sternen

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Rezension Maja Lunde

"Über die Grenze" von Maja Lunde


Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Urachhaus; Auflage: 1 (21. August 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3825151514
ISBN-13: 978-3825151515
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 9 - 11 Jahre


Inhaltsangabe:

Norwegen unter deutscher Besatzung 1942. Zwei jüdische Kinder müssen über die Grenze nach Schweden, wo ihr Vater wartet. Doch die erwachsenen Helfer werden verhaftet, und zwei norwegische Kinder springen ein … Gerda ist zehn und hat gerade "Die drei Musketiere" gelesen. Naiv, abenteuerlustig und ausgestattet mit einem hitzigen Temperament, beschließt sie, Sarah und Daniel auf ihrer Flucht zu helfen. Ihr ängstlicher Bruder Otto geht zögernd mit. Es wird für die vier Kinder ein Abenteuer auf Leben und Tod. 

Autoreninfo:

Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Sie ist eine bekannte Drehbuch- sowie Kinder- und Jugendbuchautorin. "Die Geschichte der Bienen" ist ihr erster Roman für Erwachsene, der zunächst national und schließlich auch international für Furore sorgte. Er stand monatelang auf der norwegischen Bestsellerliste und wurde mit dem Norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet. 

Meine Meinung:

Titel: Glaub an dich selbst und du kannst alles schaffen! 

Maja Lunde kennt man ja eher von ihren Erwachsenenbüchern, die auf den Zustand des Klimas aufmerksam machen. Hier schlägt sie einen ganz anderen Weg ein, was mir richtig gut gefiel.

In der Geschichte geht es um Gerda, die Abenteuergeschichten über alles liebt. Doch dann erwartet sie ein echtes Abenteuer, denn Sarah und Daniel sind Juden und brauchen ihre Hilfe. Gemeinsam begeben die Kinder sich auf die Flucht, doch werden sie diese waghalsige Aktion wirklich meistern können?

Gerda fungiert in der Geschichte als Ich- Erzählerin und schildert ihr Leben, welches sie mit ihrem älteren Bruder Otto führt. An ihr hat mir vor allem ihr Mut und ihre Abenteuerlust gefallen. Sie geht gerne Risiken ein, um ihre Ziele zu erreichen. Ihren Bruder Otto, der das genaue Gegenteil ist, kann sie nicht so gut leiden.

Mir hat richtig gut gefallen, dass der Fokus nicht nur allein auf der Flucht lag, sondern dass auch die Streitereien zwischen den Geschwistern beleuchtet werden, denn dadurch wirkt die Handlung noch realer. Ansonsten wird die Flucht spannend geschildert, so dass man nicht weiß, ob der Plan wirklich gelingt.

Besonders empfand ich zudem, dass die Geschichte mal nicht in Deutschland spielt wie so viele andere, sondern im besetzten Norwegen. Schnell vergisst man, dass zu der Zeit der rechte Terror in vielen Ländern herrschte und die Juden auf der Flucht waren.

Das sehr ernste Thema wird in meinen Augen sehr kindgerecht erzählt, so dass die Vergangenheit auch für die Generation Smartphone greifbar und verständlich ist.

An jedem Kapitelanfang sorgen Zeichnungen zur Handlung für zusätzliche Unterhaltung, denn so können sich die Kinder das Gelesene noch besser vorstellen.

Fazit: Für geschichtsinteressierte Kinder und Leseratten genau das Richtige. Lesemuffel werden das Buch wahrscheinlich als zu langweilig empfinden, da man schon Interesse an der Thematik mitbringen sollte.

Bewertung: 4/ 5 Sternen

Rezension Max Brallier

"Jack, der Monsterschreck und die Zombie- Apokalypse" von Max Brallier


Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: arsEdition; Auflage: 1. (18. September 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3845836555
ISBN-13: 978-3845836553
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
Originaltitel: The Last Kids on Earth


Inhaltsangabe:

Jack ist ein ganz normaler Teenager. Bis seine Stadt von Zombies überrannt wird. Zum Glück hat sein großes Hobby – Videospiele zocken! – ihn perfekt auf die Zombie-Apokalypse vorbereitet. Zusammen mit seinen Freunden verschanzt er sich in einem Baumhaus. Mit vereinten Kräften verteidigen sie sich gegen die Untoten – mit Stinkbomben, Butterschlotz-Schleudern und Monsterstopp-Saftgranaten, bestehend aus Mayonnaise, Brause, Salatsoße und Schuppenshampoo. Nebenbei versucht Jack (nicht sehr erfolgreich), seine heimliche Liebe June zu beeindrucken … 

Autoreninfo:

Max Brallier ist Buch- und Spieleautor. Seine Buchserie "Jack, der Monsterschreck" (Originaltitel "The Last Kids on Earth") eroberte seit Erscheinen die Bestsellerlisten und wird als NETFLIX-Original-Animationsserie verfilmt. In früheren Zeiten arbeitete er in der Marketingabteilung des Verlags St. Martin's Press. Max lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in New York City.

Douglas Holgate ist Comic-Illustrator und arbeitet seit vielen Jahren für verschiedene Verlage. Er lebt in Melbourne, Australien. 

Meine Meinung:

Titel: Sei ein Actionheld! 

Ich probiere auch gern mal etwas Neues aus, was nicht gerade meinem Leseschema entspricht und so stieß ich auf dieses coole Buch für junge Erwachsene, von dem sich wahrscheinlich am meisten Jungs angesprochen fühlen.

In der Geschichte geht es um Jack, der als Waisenjunge kaum über Freunde verfügt. Als die Welt von heute auf morgen untergeht, kann er seine erworbenen Videospielfähigkeiten endlich in der Wirklichkeit benutzen. Wird er den Zombies und Monstern entkommen können?

Zunächst einmal würde ich sagen, dass dieses Buch ideal geeignet ist für Lesemuffel, denn es besteht nicht nur aus Text, sondern ist zahlreich bebildert im Comicstil, den ich als wirklich ansprechend empfunden habe.

Die Handlung ist zwar sehr durchgeknallt, aber actiongeladen und einfach unglaublich lustig. Jack fungiert als Ich- Erzähler und stellt uns seine Welt vor.

Gut gefallen hat mir, dass Freundschaft im Buch thematisiert wird und dass man auch befreundet sein kann, wenn man sich vorher vielleicht nicht mochte. Jeder hat seine Stärken aber auch Schwächen und sollte mit ihnen akzeptiert werden.

Auch wenn Jack die Hauptfigur ist, werden auch seine Freunde näher beleuchtet, so dass eigentlich jeder junge Leser sich mit einer Figur identifizieren kann und sich verstanden fühlt.

Besonders herausgestochen haben für mich die coolen Sprüche von Jack und die Vergleiche zu Serien und Filmen. 

Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um den Startband einer Reihe, der definitiv Lust auf weitere Abenteuer mit Quint, Dirk, June und Jack macht.

Fazit: Besonders für Jungs geeignet, die es actiongeladen mögen und vielleicht nicht so die Leseratten sind, aber auch Mädchen, die nicht unbedingt was über Prinzessinnen lesen wollen, werden ihren Spaß daran haben. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Einfach nur cool!

Bewertung: 5/ 5 Sternen

Mittwoch, 30. Oktober 2019

Frankfurter Buchmesse 2019: Signierte Bücher

Hallo ihr Lieben,

dies wird auch schon mein letzter Bericht zur diesjährigen Buchmesse in Frankfurt sein.

Hier möchte ich euch zeigen, welche Signaturschätze ich ergattern konnte. Für mich ist dies stets etwas sehr Besonderes, da ich eigentlich nur auf den Messen Gelegenheit dazu habe.

Bei der Lesung im Yogi Zelt hatte mich Bernhard Hennen überzeugt mal eines seiner Bücher zu lesen, weshalb ich mir auf der Messe den ersten Band der Azuhr Chroniken kaufte und natürlich auch anschließend signieren ließ.




Das neuste Werk von Marah Woolf hatte ich von Zuhause mit auf die Messe gebracht. Ehrlich gesagt habe ich nicht damit gerechnet, dass das mit dem Signieren noch klappen könnte, denn am Samstag hatte ich aufgrund der verspäteten Bahn die Signierstunde verpasst und auch sonst mitbekommen, dass man ewig anstehen muss. Aber bei der Veranstaltung bei Amazon Publishing ging das Mikro aus und die kurze Unterbrechung nutzte ich für meinen Signaturwunsch. Ich war sehr stolz darauf, denn so hatte ich das Buch doch nicht unnötig den ganzen Tag mit mir herumgeschleppt. 



Auch das Buch von Simone Lappert hatte ich von daheim mitgebracht und die Signaturstunde fest auf meinem Messeplan verankert. Zunächst bestand auch hier die Sorge, dass dies nicht klappen würde, da die Autorin nicht am Stand war als die Signierstunde startete, aber nach gut fünfzehn Minuten kam sie dann doch und eine lange Schlange gab es auch nicht, so dass wir auch noch in Ruhe Bilder machen konnten.




Und zum Schluss natürlich noch Michael Nast. Meine Güte ist das ein sympathischer Kerl. Bei der Lesung habe ich mich köstlich amüsiert und beim Signieren hat er sich Zeit für Gespräche und Fotos genommen, was ich richtig klasse fand.



Von Iny Lorentz hätte ich auch gern ein Autogramm gehabt, aber das Buch war noch auf dem Postweg zu mir nach Hause und wartete dann am Montag bei meiner Rückkehr auf mich. Vielleicht ergibt sich ja beim nächsten Messebesuch die Möglichkeit, wobei ich zugeben muss, dass es echt groß und schwer ist.

Mögt ihr signierte Bücher oder ist euch das egal?

Liebe Grüße

eure Janine alias nicigirl85

Dienstag, 29. Oktober 2019

Rezension Jojo Moyes

"Wie ein Leuchten in tiefer Nacht" von Jojo Moyes

 


Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: Wunderlich; Auflage: 2. (1. Oktober 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3805200293
ISBN-13: 978-3805200295


Inhaltsangabe:

1937: Hals über Kopf folgt die Engländerin Alice ihrem Verlobten Bennett nach Amerika. Doch anstatt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten findet sie sich in Baileyville wieder, einem Nest in den Bergen Kentuckys. Mächtigster Mann ist der tyrannische Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve, ihr Schwiegervater, unter dessen Dach sie leben muss. Neuen Lebensmut schöpft Alice erst, als sie sich den Frauen der Packhorse Library anschließt, einer der Bibliotheken auf dem Lande, die auf Initiative von Eleanor Roosevelt gegründet wurden. Wer zu krank oder zu alt ist, dem bringen die Frauen die Bücher nach Hause. Tag für Tag reiten sie auf schwer bepackten Pferden in die Berge. Alice liebt ihre Aufgabe, die wilde Natur und deren Bewohner. Und sie fasst den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Gegen alle Widerstände.

Autoreninfo:

Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die "Sunday Morning Post" in Hongkong und den "Independent" in London gearbeitet. Der Roman "Ein ganzes halbes Jahr" machte sie international zur Bestsellerautorin. Zahlreiche weitere Nr. 1-Bestseller folgten. Jojo Moyes lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf dem Land in Essex.

Meine Meinung:

Titel: Auf dem Rücken der Pferde kommt das Glück zu dir nach Hause... 

Ich glaube es gibt kaum jemanden, der die Autorin nicht kennt und ich habe ihre Bücher rund um Lou verschlungen und geliebt, weshalb ich natürlich ihr neustes Werk lesen wollte. Leider bekam ich nicht das, was der Klappentext versprach.

In der Geschichte geht es um die Engländerin Alice, die Hals über Kopf nach Amerika auswandert, um dann eher zufällig in einer mobilen Bibliothek zu arbeiten. Was wird ihr das Eheleben in der Ferne bringen? Darf sie überhaupt dauerhaft arbeiten? Und was halten die Männer der Region davon, dass plötzlich alle Lesestoff erhalten und das Lesen lernen können?

Mir fiel der Einstieg in die Geschichte erst einmal schwer, da die Handlung nicht so richtig Fahrt aufnahm. Zu Beginn wurde für meinen Geschmack zu viel erklärt.

Im Verlauf der Handlung wuchsen mir die Frauen immer mehr ans Herz, ganz besonders Magery mit ihrem unkonventionellen Leben und ihrer modernen Einstellung zum Leben. Ich habe sie nicht als rau oder unsympathisch empfunden, sondern als mutig und taff.

Alice war als Figur doch recht blass und entwickelte sich für meinen Geschmack zu wenig im Verlauf der Geschichte. Mir hätte es mehr gefallen, wenn auf ihr Beziehungsleben mehr eingegangen worden wäre als ausschließlich das Ausliefern der Bücher zu thematisieren.

Izzy empfand ich da als Protagonistin fast noch spannender, die trotz einer körperlichen Einschränkung versucht ihren Weg zu gehen.

Die Sache mit dem Prozess am Ende des Buches empfand ich ehrlich gesagt als an den Haaren herbeigezogen, so als würde die Autorin mit Macht nochmal Spannung rein bringen wollen, dabei fand ich das Buch bis dahin echt ganz gut. Mehr persönliche Entwicklung zu den Figuren hätte es in meinen Augen eher getan.

Das Ende war mir persönlich dann zu kitschig. Wie in einem Abspann wird geschildert, was den einzelnen Frauen nach dem Prozess widerfährt. Hier hätte ich ein offenes Ende besser gefunden, denn dann hätte man sich als Leser selbst so seine Gedanken machen können.

Fazit: Für Moyes- Fans sicher ein Muss, Neulingen empfehle ich eher die Reihe um Lou. Der Roman war okay, aber nicht wirklich der große Wurf, weshalb ich nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen kann.

Bewertung: 3/ 5 Sternen

Montag, 28. Oktober 2019

Frankfurter Buchmesse 2019: Käufe

Hallo ihr Lieben,

da man nun endlich auch an allen Tagen auf der Messe in Frankfurt Bücher kaufen kann und nicht erst umständlich in die Messebuchhandlung muss, habe ich natürlich auch einiges gekauft. 

Die ersten beiden habe ich nicht gekauft, sondern als Leseexemplar bekommen. Auf Kenneth Bonert freue ich mich ganz besonders, was mich höchstwahrscheinlich in meinen Urlaub begleiten wird.


Beim Arena Stand war es bei mir dieses Jahr besonders gefährlich. Von Antje Babendererde habe ich nahezu jedes Buch gelesen und ich finde man ist nie zu alt für ihre Bücher. June Perry konnte mich bereits mit "White Maze" begeistern und "Lifehack" klang von der Thematik sehr spannend, deswegen musste es mit.


Michael Nast sein Buch zu kaufen war bereits geplant. Ich hatte bei einer Freundin reinlesen können und war von dem Schreibstil so angetan, dass ich es nun ganz lesen möchte. Na ja und "Hautfreundin" ist mir eher zufällig in die Hände gefallen. Ich habe am Stand auch erste Seiten gelesen und war von der Thematik sehr angetan. Hier bin ich wirklich gespannt, ob es mich überzeugen kann. Von der Autorin habe ich bis jetzt noch nichts gelesen.


"We will fall" war ein geplanter Kauf. Das erste Mal bin ich bei Lovelybooks darauf aufmerksam geworden, aber leider hatte ich nicht gewonnen. Den ersten Band der Azuhr Chroniken habe ich auf Empfehlung des Autors gekauft. Ich bin neugierig, ob ich mich zur Fantasy- Leserin bekehren lasse.


Hättet ihr auch eines der Bücher gekauft oder habt ihr es bereits getan?

Liebe Grüße

eure Janine alias nicigirl85

Sonntag, 27. Oktober 2019

Frankfurter Buchmesse 2019: Entdeckungen, aber noch nicht gekauft

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch zeigen, welche Bücher mir auf der Messe aufgefallen sind, ich aber noch nicht gekauft habe, einfach weil ich nur einen Rucksack (Handgepäckgröße) für alles dabei hatte und ja auch noch mit der Bahn wieder heim kommen musste.

Da ich mir oft die Titel von Büchern nicht merken kann, wenn ich nur ein Mal daran vorbei gelaufen bin, fotografiere ich sie stets ab, egal ob Messe oder Buchladen. :-)

Benjamin Lebert habe ich als Teenager mit großer Begeisterung gelesen, daher freue ich mich sehr auf etwas Neues von ihm. Leider heißt es noch warten bis zum nächsten Jahr. Ohne den Messebesuch hätte ich davon wahrscheinlich gar nichts mitbekommen.



Bei "Dreck am Stecken" klang einfach der Klappentext unglaublich gut, denn ich liebe Familiengeschichten und erst Recht Geheimnisse, die durch Zufälle gelüftet werden.


Wenn ich Kinder hätte, dann wäre "Heimat" direkt gekauft worden, da ich dessen Aufmachung unglaublich toll fand. Wie ich finde zu Recht für den Jugendliteraturpreis 2019 nominiert.

"Nachttiger" klang direkt sehr mysteriös und hatte für mich auch gefühlt den Hauch eines James Bond, denn normal ist es wohl nicht wenn man den Finger seines Herren sucht, oder? Meine große Schwester hat das Buch erworben, also weiß ich wo ich es mal borgen kann. ;-)


Von Susan Abulhawa hatte ich mit großer Begeisterung mal "Als die Sonne im Meer verschand" gelesen und auch ihr neustes Werk klingt unglaublich spannend. Es ist bereits im April diesen Jahres erschienen und ich hatte nichts davon mitbekommen. Direkt darunter seht ihr im Bild "Leas Spuren", ein Buch, welches mein Geschichtsinteresse befriedigen würde, da ein Teil davon während des zweiten Weltkrieges spielt.


"Jetzt ist alles was wir haben" klang für mich nach einem Jugendbuch voller Emotionen und Gefühl. Sicher keine leichte Kost, aber wenn es mit dem Buxtehuder Bullen ausgezeichnet ist und zahlreiche positive Bewertungen erhalten hat, dann kann es nicht verkehrt sein. Es steht ganz oben auf meiner Wunschliste.


"Nachtschwärmer" hat mich bereits mit seiner Optik für sich eingenommen. Ich hätte es direkt gekauft, leider war nur noch ein Exemplar da und das hatte schon erste Macken. Und als ich später nochmal danach schaute, war es bereits verkauft.


Etwas überrascht war ich, dass es bereits einen zweiten Teil der York Reihe gibt. Da ich den ersten Teil noch ungelesen im Regal stehen habe (hatte ich in Leipzig auf der Messe gekauft), habe ich Teil 2 noch nicht mitgenommen. 



Island und Elfen erwarten einen bei "Faye", also kein Wunder, dass mich dieses hübsche Buch magisch angezogen hat.


Würde euch eines der Bücher interessieren oder habt ihr vielleicht schon eins gelesen?

Das ein oder andere werde ich gewiss kaufen davon, aber wahrscheinlich eher gebraucht als neu.

Liebe Grüße

eure Janine alias nicigirl85

Samstag, 26. Oktober 2019

Frankfurter Buchmesse 2019 (Messesonntag)

Hallo ihr Lieben,

am Messesonntag hatten wir dann endlich Zeit in Ruhe alle Stände anzuschauen. Aus diesem Grund waren wir auch bereits bei Messeöffnung um 9 Uhr am Start und da wir bereits unser Ticket hatten, ging es jetzt auch sehr fix.



Während des Stöberns sind wir an Sebastian Fitzek (der Arme tat mir richtig Leid in seiner Signierecke), Ralph Ruthe (hätte ihn fast nicht erkannt) und Jojo Moyes vorbeigelaufen. Von Jojo hätte ich mir gern eine Signatur geholt, aber ich wollte ja auch etwas von der Messe sehen und nicht nur Schlange stehen.




Um 13 Uhr ging es dann nochmals zum Diogenes Stand, um "Der Sprung" von Simone Lappert signieren zu lassen. Hier gab es nicht mal eine Schlange, was ich gar nicht verstehen konnte. Dort habe ich zwei nette Mädels kennengelernt, während wir auf Frau Lappert gewartet haben. Marlene bloggt bei Instagram unter "ohwieschoenistbuchgerede" und Paulina schreibt auf Instagram unter "books.and.twins".


Danach ging es dann ins Yogi Zelt, um einen Sitzplatz zu ergattern. Hier schauten wir uns dann eher zufällig die Lesung von Bernhard Hennen an, der mich überzeugen konnte mal ein Buch von ihm zu lesen. Ich bin ja nicht so der Fantasy- Fan, aber ich versuche es gern. Ich hatte bereits schon sehr viel Positives über ihn und seine Bücher gehört und er ist ein wirklich sehr sympatischer Kerl. Zudem durfte man Fragen stellen und ich war mit dabei. :-)


Nach dieser Lesung ging es dann mit Iny Lorentz weiter, weshalb ich eigentlich im Yogi Zelt Platz genommen hatte. Ab und zu brauche ich einfach mal ein Iny Buch und die beiden sind einfach etwas ganz Besonderes. Locker flockig haben sie die Fragen des Moderators beantwortet. Mir war vorher gar nicht so wirklich bewusst, dass sie die Schauplätze ihrer Bücher bereist haben.


Nach dieser Lesung war dann bei uns auch wirklich die Luft raus und wir haben uns eine Stunde vor Messeschluss auf dem Weg zum Hotel begeben und den Abend dann mit Sushi zur Stärkung ausklingen lassen.

Liebe Grüße

eure Janine alias nicigirl85