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Mittwoch, 19. Dezember 2018

Rezension Sebastian Fitzek

"Der Insasse" von Sebastian Fitzek


Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Droemer HC (24. Oktober 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426281538
ISBN-13: 978-3426281536


Inhaltsangabe:

Vor einem Jahr verschwand der kleine Max Berkhoff. Nur der Täter weiß, was mit ihm geschah. Doch der sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und schweigt. Max' Vater bleibt nur ein Weg, um endlich Gewissheit zu haben: Er muss selbst zum Insassen werden.

Autoreninfo:

Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt "Die Therapie" (2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Seine Bücher wurden bereits 10 Millionen Mal verkauft, in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin. 

Meine Meinung:

Titel: Wieviel Therapie wird er vertragen?

In der Geschichte geht es um Till Berkhoff, dessen Sohn vor einem Jahr verschwunden ist. Seitdem kann Till nur noch an seinen Sohn denken und er will Gewissheit über dessen Verbleib haben, um endlich mit der Sache abschließen zu können. Dafür geht er freiwillig in eine psychatrische Klinik. Tut er sich damit wirklich einen Gefallen?

Ein beobachtender Erzähler führt uns durch die Handlung und wir begleiten sowohl das Klinikpersonal als auch die eingewiesenen Patienten. Dabei wird schnell deutlich, dass so einige in dem Krankenhaus etwas auf dem Kerbholz haben.

Herr Fitzek beschrieb sehr interessant die Umgebung einer psychiatrischen Klinik und den Alltag dort. Man selbst hat damit ja zum Glück noch keine Erfahrungen sammeln müssen. Und die ein oder andere beschriebene Sicherheitsvorkehrung sorgte bei mir eher für Erleichterung.

Für mich lasen sich die ersten zwei Drittel des Buches wie ein Pageturner. Lange hat es kein Buch mehr geschafft mich so sehr zu beschäftigen und gleichzeitig so sehr zu erschrecken wie dieses. Teilweise las ich wirklich mit Abscheu, was unser lieber Täter angestellt hat. Klar ist jede Kliminalität und jede Straftat schlimm, aber wenn es um Kinder geht, dann ist das für mich nochmal eine ganz andere Nummer. 

Ansonsten hat mich doch enorm erstaunt was Till als Protagonist alles auszuhalten im Stande ist. Das kann man als echte Liebe zu seinem Kind werten, denn was ihm alles in der Klinik passiert, da würden einige dran zu Grunde gehen.

Die Ärzte des Krankenhauses waren doch schon sehr spezielle Persönlichkeiten, gerade Frieder mit seinem kleinen Alkoholproblem und Kasov mit seinen Machenschaften. Da war ich direkt froh, dass die Klinikleitung weiblich besetzt war von einer Guten.

Seda als Figur fand ich spannend. Über sie hätte ich gern noch etwas mehr erfahren. Ich habe sie als sehr sympathisch und clever empfunden.

Tramnitz ist ja nun wirklich eine Person, die einem Albtraum entsprungen zu sein scheint. Er scheint ein Händchen dafür zu haben Leute für sich zu manipulieren und zu benutzen.Und leider hat es Herr Fitzek geschafft, dass ich ihn teilweise nicht mal unsympathisch fand.

So suchtete ich den Thriller also durch und wollte endlich des Rätsels Lösung wissen.

Leider hat mich die Auflösung anfänglich verwirrt und dann doch ein ganz klein wenig enttäuscht zurückgelassen, da ich einfach eine völlig andere Auflösung erwartet hatte. Irgendwie blieb der ganz große Knall aus.

Fazit: Wer Gänsehaut sucht, der wird sie hier finden. Definitiv nichts für schwache Nerven.

Bewertung: 4/5 Sternen

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Donnerstag, 6. Dezember 2018

Rezension Anne Gesthuysen

"Mädelsabend" von Anne Gesthuysen


Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Kiepenheuer&Witsch (8. November 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3462051504
ISBN-13: 978-3462051506


Inhaltsangabe:

Oma und Enkelin – zwei starke Frauen vom Niederrhein und die Frage: Wie viel Ehe verträgt ein erfülltes Leben?
Eine Ehe steht nach sechzig Jahren vor dem Aus – und eine junge Mutter ringt um eine Entscheidung, die nicht nur ihr Leben bestimmen wird. Ruth und Walter leben seit Ruths Sturz im Seniorenheim Burg Winnenthal. Walter möchte am liebsten sofort zurück nach Hause, die vielen lebenslustigen Witwen hier sind ihm unheimlich. Ruth hingegen genießt die Gesellschaft von Gleichgesinnten. Sie lauscht den Lebensgeschichten der anderen Frauen und singt endlich wieder im Chor. Keine zehn Pferde werden sie hier wegbringen. Als ihre Enkelin Sara, Mutter eines kleinen Sohnes, die Zusage für ein Forschungsstipendium in Cambridge erhält und von ihrem Mann vor eine Entscheidung gestellt wird, sucht sie Rat bei Ruth. Geschickt verwebt Anne Gesthuysen Gegenwart und Vergangenheit und erzählt von einem bewegten Frauenleben am Niederrhein, das den Bogen vom Zweiten Weltkrieg über die piefigen Fünfziger- und die wilden Siebzigerjahre bis in die Jetztzeit spannt. Von der Liebe und kuriosen Hochzeitsbräuchen, von Karnevalstraditionen und Anti-AKW-Treckerfahrten. Von den Herausforderungen einer Jahrzehnte währenden Ehe, von patriarchalen Machtstrukturen und gesellschaftlichen Umbrüchen. Humorvoll, warmherzig und feinfühlig spürt sie der Frage nach, was zwei Menschen zusammenhält und welche Bedeutung Freiheit und Selbstverwirklichung haben. Eindrücklich zeigt sie, dass es keine einfachen Antworten gibt, nur individuelle Wege zum Glück.


Autoreninfo:

Anne Gesthuysen wurde 1969 am unteren Niederrhein geboren. Nach dem Abitur in Xanten studierte sie Journalistik und Romanistik. In den 90er-Jahren arbeitete sie bei Radio France, ansonsten fühlt sie sich seit Ende der 80er-Jahre in den deutschen Medien wohl. Als Reporterin hat sie für WDR, ZDF und VOX gearbeitet, schließlich auch als Moderatorin. Ab 2002 moderierte sie das "ARD-Morgenmagazin". Diese Nachtschichten gab sie nach dem großen Erfolg ihres ersten Romans "Wir sind doch Schwestern" aber Ende 2014 auf, um sich tagsüber an den Schreibtisch zu setzen und weitere Bücher zu schreiben. Sie lebt mit ihrem Mann, Frank Plasberg, und ihrem Sohn in Köln.

Meine Meinung: 

Titel: Was ist das Leben einer Frau wert?

Bereits mit ihrem ersten Roman konnte mich die Autorin begeistern, weshalb ich voller Vorfreude dieses Buch in die Hände nahm.

In der Geschichte geht es um Ruth und ihre Enkelin Sara. Beide haben als Frauen ihr Päckchen zu tragen. Werden sie sich für oder gegen ihre Männer entscheiden?

Bereits auf den ersten Seiten nahm mich die Handlung enorm gefangen, denn es beleuchtet das Frauenbild in der Bundesrepublik ab 1941. Begeistert war ich vor allem deswegen, weil ich dazu kaum etwas weiß, da sowohl meine Eltern als auch ich selbst in der DDR groß geworden sind und mir beim Lesen sehr schnell klar wurde, dass es zwischen den beiden Ländern doch enorme Unterschiede gab.

Die Figuren sind sehr liebevoll gezeichnet und man kann sich gut mit ihnen identifizieren. Während Sara für die moderne Frau von heute steht, ist ihre Großmutter Ruth diejenige, die noch leben musste wie ihre Eltern und später ihr Mann es von ihr wollten.

Richtig spannend fand ich zu erleben wie das Ehepaar Ruth und Walter im Alter miteinander umgehen. Die Autorin hat sehr gut herausgearbeitet, dass eine so lange Beziehung und Ehe Spuren bei beiden Partnern hinterlässt.

Bis zur Mitte las sich der Roman so fesselnd, dass ich nicht mehr aufhören wollte mit der Lektüre.

Leider gibt es ab der Mitte der Handlung eine Art Bruch, zumindest habe ich es so empfunden. Plötzlich wird der Leser vor vollendete Tatsachen gestellt, obwohl man sehr gehofft hatte, dass man die Situationen im Buch erleben darf. Dazu kommt es aber leider nicht.

Fazit: Ich habe das Buch gern gelesen, allerdings konnte es meine Erwartungen nicht zu hundert Prozent erfüllen. Gute Unterhaltung mit Luft nach oben. Für Leser, die Familiengeschichten mögen ideal.

Bewertung: 4/ 5 Sternen

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Montag, 12. November 2018

Rezension Aprilkind

"Der Grolltroll" von Aprilkind und Barbara van den Speulhof und Stephan Pricken



Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
Verlag: Coppenrath; Auflage: 1 (9. November 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783649628934
ISBN-13: 978-3649628934
ASIN: 3649628937
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate - 6 Jahre


Inhaltsangabe:

Es könnte alles so schön sein! Wäre da nicht die blöde Hütte, die immer wieder zusammenkracht, oder der dumme Baum, von dem einfach kein Apfel herunterfallen will … Den Frust und die Wut, wenn Dinge nicht so laufen, wie man es sich wünscht, kennt jeder. Auch der Grolltroll. Was aber tun, wenn die ganz große Wut kommt und uns einfach überrollt? Unser Bilderbuch hilft, ihr spielerisch ein Ende zu setzen.

Meine Meinung:

Titel: Wenn der Ärger dich mal überrollt...

Als begeisterte Leserin war ich auf der Suche nach einem tollen, buchigem Geschenk für meine kleine Nichte und da stolperte ich über dieses zauberhafte Buch.

In der Geschichte geht es um den Grolltroll, der durch seine muffelige Art all seine Freunde vergrault. Doch irgendwann muss auch mal Schluss sein mit dem Wütendsein und dem Ärger, oder?

Mit liebevollen Zeichnungen versehen, kann man das Abenteuer des Trolls erleben. Auf dicken Papierseiten lässt sich hier so einiges angucken und bestaunen.

Das Buch ist sowohl für die ganz Kleinen zum Vorlesen als auch für größere Kinder zum Erstlesen geeignet.

Selten habe ich so ein liebevoll gestaltetes Buch in den Händen gehalten.

Fazit: Klare Lese- und Kaufempfehlung, hier werden die Kids lange Freude daran haben.

Bewertung: 5/ 5 Sternen

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Sonntag, 11. November 2018

Rezension Daniel Speck

"Piccola Sicilia" von Daniel Speck


Broschiert: 624 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (26. September 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596701627
ISBN-13: 978-3596701629


Inhaltsangabe:

Ein sonniger Herbsttag auf Sizilien. Schatztaucher ziehen ein altes Flugzeug aus dem Meer. Die deutsche Archäologin Nina findet auf der Passagierliste ihren Großvater Moritz, der seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen galt – das große Geheimnis ihrer Familie. Seine Abwesenheit hat eine Wunde hinterlassen, die über drei Generationen reicht. Überraschend begegnet Nina auf Sizilien einer fremden Frau, die behauptet, Moritz’ Tochter zu sein. Hatte er eine zweite Familie?
Tunis, 1942. Das bunte italienische Einwandererviertel „Piccola Sicilia“. Drei Religionen leben in guter Nachbarschaft zusammen,​ ​bis der Krieg das Land erreicht. Im Grand Hotel Majestic begegnet ​der deutsche Soldat ​Moritz der faszinierenden Jüdin Yasmina und dem Pianisten Victor. Als die Nazis Victor gefangen​ ​nehmen, riskiert Moritz alles, um ihm zur Flucht zu verhelfen. Doch nicht nur Victor, sondern auch Moritz hat Gefühle für Yasmina. Er verstrickt sich in eine ​Leidenschaft, die sein Schicksal für immer ​v​​erändern wird.

Autoreninfo:

Daniel Speck, 1969 in München geboren, baut mit seinen Geschichten Brücken zwischen den Kulturen. Auf seinen Reisen trifft er Menschen, deren Schicksale ihn zu seinen Romanen inspirieren. Der Autor studierte Filmgeschichte in München und in Rom, wo er mehrere Jahre lebte. Er verfasste die Drehbücher zu "Maria, ihm schmeckt’s nicht" sowie zu "Zimtstern und Halbmond ". Für "Meine verrückte türkische Hochzeit" erhielt er den Grimme-Preis und den Bayerischen Fernsehpreis. Sein Roman "Bella Germania" stand 85 Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste und war das erfolgreichste deutsche Debüt 2016. "Piccola Sicilia" ist sein zweiter Roman.

Meine Meinung:

Titel: Liebe findet ihren Weg...

Eher zufällig habe ich genau dieses Buch mit in den Urlaub genommen. Vom Autor selbst hatte ich bisher weder etwas gehört noch gelesen, daher begann ich völlig unbefangen mit der Lektüre und ich wurde regelrecht eingesogen.

Die Geschichte ist in zwei Handlungsstränge untergliedert. Zum einen begleiten wir Nina Zimmermann in der Gegenwart, deren guter Freund sich gerade auf Schatzsuche unter Wasser befindet. Könnte das Geheimnis im Meer etwas mit ihr zu tun haben? Zum anderen begleiten wir in der Vergangenheit die Geschwister Victor und Yasmina in Tunis, welches alsbald von den Deutschen besetzt wird und das Leben der dort ansässigen Juden dramatisch verändert. Wie wird es den Geschwistern in diesen dramatischen Zeiten ergehen?

Gleich vorweg möchte ich erwähnen, dass der Vergangenheitspart den deutlich größeren Raum in der Geschichte einnimmt, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Auch fand ich immens spannend den 2. Weltkrieg mal in einem anderen Land in einer Geschichte miterleben zu dürfen, denn über die Rolle Tunesiens in dieser Zeit wusste ich ehrlich gesagt so gar nichts.

Die im Buch dargestellten Figuren sind sehr vielschichtig und berühren einen als Leser. Mein Herz wurde vor allem von Yasminas Schicksal berührt. Als Waise in einer liebevollen Familie wie den Sarfatis zu landen, ist schon ein großes Glück und dennoch sorgt dies für jede Menge Furore. Auch Moritz mit seiner Zerrissenheit hat mir sehr gefallen, konnte man doch nur zu gut verstehen, dass die Entscheidung, die es zu treffen galt, niemals eine leichte sein wird.

Richtig bewegend fand ich die Gedanken und Gefühle von Archäologin Nina, die gerade versucht eine Trennung zu verarbeiten. Hier habe ich mich sehr aufgehoben gefühlt, da ich selbst ähnliches durchmachen musste und mich so sehr gut in sie einfühlen und sie verstehen konnte. 

Zum Schluss der Geschichte wird deutlich wie Vergangenheit und Gegenwart zusammenhängen und dennoch bleibt Spielraum für den Leser mit seinen Gedanken, da der Roman offen endet.

Ich habe mich unheimlich gut unterhalten gefühlt und habe geschichtlich so einiges dazu lernen dürfen.

Fazit: Die bewegende Geschichte dreier Frauen, die trotz alles religiösen und kulturellen Unterschiede versuchen ihr Leben zu meistern und nie nach hinten schauen, sondern stets in die Zukunft. Absolut lesenswert!

Bewertung: 5/ 5 Sternen

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Donnerstag, 25. Oktober 2018

Lesung Katrine Engberg und Emelie Schepp

Hallo ihr Lieben,
 

und wieder kann ich von einer tollen Lesung berichten, einem skandinavischen Doppel sozusagen, denn gestern waren Katrine Engberg aus Dänemark und Emelie Schepp aus Schweden zu Gast in Braunschweig beim derzeitigen Krimifestival.

Das Lilienthalhaus in Braunschweig war restlos ausverkauft und alle 220 Plätze belegt. Da meine Karte mit 219 beziffert ist, hatte ich wohl unheimliches Glück.

Gestartet wurde mit Katrine Engberg, die hervorragend Deutsch spricht. Links auf dem Bild von Katrine saß Julia Nachtmann, die die deutschen Passagen aus dem Buch hervorragend vorgelesen hat und moderiert wurde das Ganze von Raphael Traub.


Zunächst einmal las die Autorin selbst aus ihrem Buch vor, allerdings auf Dänisch, was sehr witzig klang, aber man hat wirklich kein Wort verstanden. Dann gab es einen regen Wechsel zwischen Interviewfragen beantworten und den deutschen Textpassagen aus dem aktuellen Buch "Krokodilwächter", im Diogenes Verlag erschienen, welches ich regelrecht verschlungen habe. Der Folgeband "Blutmond" wird im März 2019 erscheinen, ebenfalls bei Diogenes und feste Verträge hat die Autorin erstmal für 6 Bücher, am vierten Band schreibt sie gerade, so dass auf jeden Fall für Nachschub gesorgt ist.


Frau Engberg ist wirklich eine ganz Sympathische und es war ungemein informativ, was sie uns hat wissen lassen. So zum Beispiel, dass sie selbst ein Tattoo am Handgelenk hat, genauso wie ihr Opfer im ersten Buch, nur dass das Motiv ein anderes ist.

Nach Katrine Engberg folgte die schwedische Autorin Emelie Schepp, die ich bis dato gar nicht kannte. Auch sie unglaublich herzlich, offen und in freudiger Erwartung ihr Buch vorstellen zu dürfen.


Hier wollte ich mich erst einmal durch die Lesung überraschen lassen, bevor ich eventuell ein Buch von ihr kaufe.

Auch hier las Frau Nachtmann die deutschen Passagen, Margarete von Schwarzkopf fungierte dieses Mal als Moderatorin. Da Frau Schepp kein Deutsch spricht, übernahm die Moderatorin die Übersetzung, wobei das Englisch der Autorin gut zu verstehen war.

Zunächst las Emelie eine Passage aus ihren aktuellen Buch "Im Namen des Sohnes" auf Schwedisch, was noch viel cooler klang als das Dänische, dann wurden auch hier immer im Wechsel Interviewfragen beantwortet und deutsche Passagen aus dem aktuellen 4. Band der Reihe, erschienen bei Blanvalet, vorgelesen.

Der Abend war so kurzweilig, dass man gar nicht gemerkt hat wie schnell die Zeit verging. Einziger Makel an der Lokation: Es war hundekalt dort. Zum Schluss saßen alle Zuschauer mit Winterjacke und Schal da.


Natürlich war auch die Lesung zu "Im Namen des Sohnes" so spannend, dass ich mir das Buch gekauft habe.

Zum Abschluss der Veranstaltung konnte man sich noch sein jeweiliges Buch signieren lassen, was ich mir natürlich nicht habe entgehen lassen.

Ein wirklich spannender Abend mit Gänsehautfeeling und das nicht nur wegen der Temperaturen im Lesungssaal.

Liebe Grüße

eure Janine alias nicigirl85 

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Rezension Anne Vogd

"Ich hab’s auch nicht immer leicht mit mir: Prosecco zum Lesen" von Anne Vogd



Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 1. (7. September 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783548377858
ISBN-13: 978-3548377858
ASIN: 3548377858
Originaltitel: Lieber 50 Jahre gelebt, als 70 Jahre dabei gewesen / Lass krachen


Inhaltsangabe:

Man kann am täglichen Spagat zwischen perfekt und defekt verzweifeln – oder ihm mit Selbstironie und Gelassenheit begegnen. Anne Vogd hat sich für Letzteres entschieden. Nach dem Motto "Vernünftig, das ist wie tot, nur früher" bekämpft sie die kleinen und großen Krisen des Alltags mit einer guten Portion Humor, Gelassenheit und Improvisationstalent. Denn wer immer scheitert, ist auch zuverlässig.

Autoreninfo:

Anne Vogd, *1965, arbeitete 25 Jahr lang als Vertrieblerin und Pressereferentin in der Modebranche, bevor sie mit 51 Jahren etwas ganz Neues wagte - und Kabarettistin wurde. Sie gewann den SWR3 Comedy Förderpreis und steht heute auf den Bühnen Deutschlands. Auf SWR3 ist die gebürtige Rheinländerin regelmäßig mit ihrer Serie "Volle Kanne Anne" zu hören. Sie schreibt Kolumnen für diverse Tageszeitungen und Onlinemagazine. Anne Vogd lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Rheinland-Pfalz.

Meine Meinung:

Titel: Eher korkender Wein als Prosecco...

Ich hatte mir viel versprochen von dem Titel, erwartete ich doch Lebensfreude und eine Frau voller Esprit und Selbstbewusstsein. Was ich bekam war leider etwas völlig anderes.

In dem Buch lässt uns die Autorin am Alltag teilnehmen. Dabei geht es nicht nur um Diäten und Ernährung, sondern auch um Beziehungen, Sex, Kindererziehung, Schönheitswahnsinn und was sonst noch in jeder Frauenzeitschrift zu finden ist.

Der Schreibstil ist frisch und spritzig, aber leider ist das Beschriebene viel zu überzogen und strotzt nur vor Klischees. Ich dachte immer wieder nur: "Jetzt übertreibe doch bitte mal nicht so maßlos."

Besonders die Abhandlung über Wein hat mich so dermaßen gelangweilt (was hat das in so einem Buch zu suchen?), dass ich bereits hier überblättert habe, was ich bei Büchern sonst nie mache. Querlesen ist für mich ein absolutes No-Go, hier für mich aber leider nicht vermeidbar.

Die im Buch enthaltenen Witze sind so platt und uralt, dass einem das Lachen im Halse stecken bleibt, aber gewiss kein Schmunzeln hervorgerufen wird.

Die Beschreibungen zu ihrer Tochter sind so allgemein gehalten, dass es weder wie eine private Offenbarung wirkt, noch glaubhaft erscheint. Auch das Kapitel zum Thema Sex war schlichtweg langweilig, da einfach inhaltslos.

Ja es ist leichte Lektüre für Zwischendurch, mir persönlich aber einfach zu seicht. Da findet man in Nivea mehr Niveau als hier.

Fazit: Ich kann leider keine Lese- oder Kaufempfehlung aussprechen.

Bewertung: 1/ 5 Sternen

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Lesung Chris Carter beim Krimifestival in Braunschweig

Hallo ihr Lieben,

auch heute berichte ich euch wieder von einem buchigem Event, an dem ich teilnehmen durfte.

In Braunschweig findet vom 20. Oktober 2018 bis 02. November 2018 das Krimifestival statt mit Autorengrößen wie Charlotte Link, Elisabeth Herrmann oder gar Sebastian Fitzek. Ich habe mich bewusst für nicht deutschsprachige Autoren entschieden, weil es wohl eher seltener vorkommen wird, dass man einem Autor aus Skandinavien oder Amerika mal eben über den Weg läuft.

Am Montag, den 22. Oktober 2018, war es dann endlich soweit und ich durfte Chris Carter mit seinem Buch "Blutrausch" erleben. Im ausverkauften Martino Katharineum verfolgten mit Spannung rund 350 Teilnehmer zusammen mit mir das Ereignis. Begleitet wurde der Autor von Günter Keil und Wanja Mues. Während Herr Keil als Moderator der Runde fungierte, las Wanja Mues aus dem neuen Thriller von Chris Carter vor. Mein Gott hat der eine tolle Vorleserstimme.


Auffällig war gleich, dass Herr Carter Temperament besitzt und vor allem jede Menge Witz. Selten habe ich erlebt, dass ein Autor, der so blutrünstig schreibt, auch gleichzeitig so irre komisch sein kann.

Nach einer kleinen Vorstellungsrunde hat Carter erst einmal ein paar Fragen beantwortet und dann selbst aus seinem englischsprachigen Thriller "The Gallery of The Dead" (zu deutsch "Blutrausch") vorgelesen.


Danach hat dann Wanja Mues Passagen aus dem Thriller auf Deutsch vorgelesen, immer unterbrochen von Interviewfragen seitens Günter Keil und Chris Carter hat diese dann oft sehr amüsant beantwortet.

Zum Abschluss durften drei Zuschauer Fragen an den Autor richten und ich war glücklicherweise eine der Auserwählten. Auf meine Frage, ob er sich wünsche, dass seine Robert Hunter Reihe verfilmt wird, egal ob nun als Kinofilm oder Netflix- Serie, meinte er nur, dass es ein Traum wäre, wenn das passieren würde. Leider sei nur bisher keiner auf ihn zugekommen, aber er wäre dafür in jedem Fall offen und würde sich freuen.



Zu guter Letzt stand Chris Carter dann für Gespräche, Signierwünsche und Selfies zur Verfügung, was ich auch glatt genutzt habe, um meine 7 vorhandenen Printausgaben von Hunter Fällen aufwerten zu lassen.

Ich glaube so happy wie auf dem Foto habe ich schon lange nicht mehr geschaut.


Ich kann nur sagen, dass das eine rundum gelungene Veranstaltung war, die einen enormen Mehrwert für mich hatte. Ich habe es mir schon gut vorgestellt, aber dass es so unterhaltsam werden würde, das hatte ich nicht erwartet. Und das Beste: Carters Englisch war so gut zu verstehen, dass ich alles mitbekommen habe und nicht auf die knapp gehaltene Übersetzung des Moderators angewiesen war.

Liebe Grüße

eure Janine alias nicigirl85

Dienstag, 23. Oktober 2018

Frankfurter Buchmesse 2018 Teil 4: Eindrücke von den Ständen

Hallo ihr Lieben,

der vierte Bericht zu meinem Messebesuch in Frankfurt soll dann auch gleichzeitig der letzte Teil sein.

Ich kannte bisher nur die Buchmesse in Leipzig und war doch sehr erstaunt um wie viel größer alles in Frankfurt ist. Hier lohnt es auf jeden Fall sich mindestens zwei Tage für alles Zeit zu nehmen, denn sonst schafft man es nämlich nicht sich alles anzuschauen. Und ich habe auch nicht alles gesehen, da ich nur die Hallen besucht habe, in denen deutsche Verlage ausgestellt haben. Ich habe nur einen kleinen Abstecher zum Gastland Georgien gewagt, das war es dann aber auch schon.

Hier nun ein paar Eindrücke in Bildform:

 





Und hier nochmal ein paar Buchentdeckungen, die auf meiner Wunschliste gelandet sind:








Einfach nur schön, oder? Beeindruckend fand ich vor allem, dass alles so groß war, viele Stände mit besonderer Beleuchtung versehen waren und einfach alles wertiger und aufwendiger wirkte. Auch war die Masse an Leuten an beiden Messetagen (Samstag und Sonntag) enorm groß. Also das muss ein Gerücht sein, dass am Sonntag weniger los ist.

Ich kann in jedem Fall sagen, dass das zwar mein erster Besuch in Frankfurt am Main war, aber ganz sicher nicht mein letzter.

Liebe Grüße

eure Janine alias nicigirl85




Montag, 22. Oktober 2018

Frankfurter Buchmesse 2018 Teil 3

 Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch daran teilhaben lassen welche Autoren ich auf der Buchmesse gesehen habe und ja es waren reichlich da, was mir richtig gut gefallen hat.



Auch wenn ich es schon im letzten Messebeitrag erwähnt hatte (hier), möchte ich dennoch Alexa Hennig von Lange erwähnen. Sie hat spitzenmäßig vorgelesen, hat reichlich aus ihrem Privatleben mit uns geteilt und mein signiertes Exemplar von "Kampfsterne" werde ich in Ehren halten.



Ein ganz klares Highlight war für mich Timur Vermes im Talk zu sehen. Zudem habe ich ihn dann später nochmal beim Signieren am Thalia- Stand getroffen, wo gerade nicht so viel los war und ich so mich auch kurz mit ihm unterhalten konnte. Ein wirklich toller Autor. Und mein Exemplar von "Die Hungrigen und die Satten" nun signiert zu Hause zu haben, gefällt mir richtig gut. Da hat sich die Schlepperei des Buches von zu Hause bis zur Messe und zurück doch gelohnt.


Auch María Cecilia Barbetta durfte ich bei einem Talk erleben. Sie hat aus ihrem aktuellen Buch "Nachtleuchten", welches es bis auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2018 geschafft hat, vorgelesen, was wirklich sehr angenehm war.


Während ich in der Signier- Schlange zu Ursula Poznanski am Loewe Stand wartete, konnte ich Mechthild Gläser bei der Lesung zu ihrem aktuellen Buch "Bernsteinstaub" live sehen und lesen hören, das verkürzte die Wartezeit und hat Lust auf ihr Buch gemacht, welches bei mir noch ungelesen im Regal wartet.


Nach fast 2 Stunden warten war es dann endlich soweit und ich stand vor der lieben Frau Poznanski. Man muss echt ihre Engelsgeduld loben, wie sich sie für jeden, trotz der Masse an Leuten, Zeit genommen hat. Der erste Versuch war fehlgeschlagen, weil die Schlange bei 30 Minuten Signieren zu lang war, da brauchte man sich schon nicht mehr anstellen. 


Eher zufällig habe ich Sebastian Fitzek sehen dürfen. In die gefühlt kilometerlange Schlange hatte ich mich nicht angestellt. Auch er war zu allen super lieb und hat sich trotz dem ganzen Trubel rings rum Zeit genommen für jeden Einzelnen, um Selfies zu machen oder Bücher zu signieren.


An Kai Meyer wäre ich fast vorbeigelaufen, denn den habe ich im ersten Moment gar nicht erkannt. Auch da war mir die Schlange zu lang zum Anstehen und seine Bücher standen eh artig bei mir zu Hause im Regal.


Zum Schluss habe ich dann noch die Jungs vom Kluftinger getroffen. Michael Kobr und Volker Klüpfel sind ja mal echt coole und mega sympathische Typen.

So das waren dann auch alle Autoren, denen ich über den Weg gelaufen bin. Wenn ich nicht in der ein oder anderen Schlange hätte anstehen müssen, dann hätte ich vielleicht noch mehr sehen können, aber ich finde das war schon ein ganz guter Schnitt.

Liebe Grüße

eure Janine alias nicigirl85

Sonntag, 21. Oktober 2018

Rezension Jean-Philippe Blondel

"Ein Winter in Paris" von Jean-Philippe Blondel


Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Deuticke Verlag (24. September 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783552063778
ISBN-13: 978-3552063778
ASIN: 3552063773
Originaltitel: Un hiver à Paris


Inhaltsangabe:

Victor hat die Provinz hinter sich gelassen und ist zum Studium nach Paris gezogen. Er kommt aus einfachen Verhältnissen, der Druck an der Uni ist hoch. Victor ist einsam und fühlt sich unsichtbar. Einzig mit Mathieu, einem Jungen aus dem Kurs unter ihm, raucht Victor hin und wieder eine Zigarette. Als Mathieu in den Tod springt, verändert sich für Victor alles. Plötzlich wird er, der einzige Freund des Opfers, sichtbar. Seine Kommilitonen interessieren sich plötzlich für ihn, und langsam entwickelt er zu Mathieus Vater eine Beziehung, wie er sie zu seinem eigenen Vater nie hatte. „Ein Winter in Paris“ ist ein sensibles und zärtliches Buch über das, was uns Menschen zusammenhält.

Autoreninfo:

Jean-Philippe Blondel wurde 1964 im französischen Troyes geboren, wo er auch heute als Autor und Englischlehrer mit seiner Familie lebt. Sein Roman "6 Uhr 41" (Deuticke 2014) wurde ein Bestseller. Auf Deutsch erschienen außerdem die Romane "Zweiundzwanzig", "Direkter Zugang zum Strand", bei Deuticke "This is not a love song" (2016), "Die Liebeserklärung" (2017) und "Ein Winter in Paris" (2018). 

Meine Meinung:

Titel: Was Suizid mit den Hinterbliebenen macht...

Nach dem unglaublich intensiven "6 Uhr 41" wollte ich gern mal wieder ein Buch des Autors lesen und so begann ich ohne große Vorkenntnis des Inhaltes mit der Lektüre.

In der Geschichte geht es um den jungen Victor, der sich an der Uni abkämpft, um später ein besseres Leben als seine Eltern führen zu können. Der Provinz entflohen merkt er schnell, dass die Großstadt auch nicht das ist, was er erwartet hatte. Doch dann taucht Mathieu in seinem Leben auf, aber nur kurz, denn dieser wählt den Freitod. Was macht das mit Victor und allen anderen Hinterbliebenen? Gab es Gründe für die Tat? Das Leben muss weitergehen, aber geht das wirklich einfach so?

In diesem Roman geht es mal nicht darum wie es zu dem Freitod eines Charakters gekommen ist, sondern was das Fehlen dieser Person mit den Hinterbliebenen macht. Suizid tut man nicht sich selbst an, sondern stets denen, die zurückbleiben.

Victor steht im Fokus der Handlung. Mir hat gut gefallen, dass Blondel die Einsamkeit des jungen Mannes sehr gut rüberbringt und die beginnende Überforderung mit dem Studium. Muss man wirklich studiert haben, um ein gutes Leben führen zu können? Allein wurde er von seinen Kommilitonen kaum beachtet, doch als Freund eines Toten sieht dies schnell anders aus. Die Entwicklung zu einem besseren Leben durch den Tod eines anderen, das hatte schon etwas sehr befremdliches, aber auch gleichzeitig etwas faszinierendes.

Doch auch den anderen Protagonisten im Buch setzt der Freitod von Mathieu sehr zu. So hat dessen Vater doch sehr zu kämpfen mit dem Verlust seines einzigen Sohnes und er denkt über sein Leben nach, welches nie wieder so sein wird wie zuvor. Auch spannend, wie es ihn und seine Frau wieder etwas näher zusammengebracht hat, was man im ersten Moment nicht wirklich glauben und wahrscheinlich nur Eltern auf Anhieb verstehen werden, denn ein Kind schweißt zusammen auf Lebenszeit.

Die Darstellung der Uni habe ich als sehr realistisch empfunden und bei Lehrer Clauzet musste ich sofort an eine Hauptfigur aus dem Film "Die Brillante Mademoiselle Neïla" denken. Auch hat sicherlich jeder in seiner Schullaufbahn oder Unizeit einen solchen Tyrann erleben dürfen.

Die Beschreibungen von Paris haben angenehme Bilder in meinem Kopf entstehen lassen. Da bekommt man direkt selbst Lust einmal hinzureisen.

Das Buch hat mich mit diversen Fragen zurückgelassen, da es offen endet.

Der Roman berührt und sorgt für Nachdenklichkeit. Emotional fühlte ich mich beim Lesen niedergedrückt und recht traurig, denn ein so junger Mensch, der noch dazu gesund ist, sollte nicht so früh sterben. Besonders eindrücklich war für mich die Szene als Victor das Blut seines Freundes um seine Schuhe rinnen sieht. Ich glaube diese werde ich so schnell nicht wieder vergessen können.

Fazit: Trotz der geringen Seitenzahl ist man mit diesem Buch doch um einiges länger beschäftigt, da man beim Lesen immer wieder innehält und einen die Handlung auch nach Beenden des Buches nicht gleich los lässt. Wer gern tragische Geschichten liest, der wird daran seine Freude haben.

Bewertung: 5/ 5 Sternen

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Samstag, 20. Oktober 2018

Rezension Neil Patrick Harris

"Die magischen 6 - Mr Vernons Zauberladen" von Neil Patrick Harris


Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Egmont Schneiderbuch; Auflage: 2 (6. September 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783505141881
ISBN-13: 978-3505141881
ASIN: 3505141887
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 9 Jahren
Originaltitel: The Magic Misfits


Inhaltsangabe:

Carter hat ein besonderes Talent für Zaubertricks – doch sein Onkel zwingt ihn, damit Leute übers Ohr zu hauen. Als dieser eines Tages einen besonders fiesen Coup plant, haut Carter ab. Ganz auf sich allein gestellt landet er ausgerechnet auf einem Jahrmarkt, auf dem Täuschung und Betrug an jeder Ecke lauern. Aber wie bei einem guten Zaubertrick können sich Dinge von einer Sekunde zur anderen ändern: Carter findet unerwartet Freunde. Gemeinsam mit fünf gewitzten Zauberkünstlern will er den Betrügereien auf dem Jahrmarkt ein Ende bereiten. Mit einer gehörigen Portion Mut entdecken Die Magischen Sechs den Zauber der Magie und wahrer Freundschaft!

Autoreninfo:

Neil Patrick Harris ist ein vielfach ausgezeichneter Schauspieler und wurde vor allem durch seine Rolle als Barney Stinson in der Serie „How I Met Your Mother" berühmt. Er ist außerdem Produzent, Moderator, Autor, Vater von Zwillingen - und Zauberer. Er war von 2011 bis 2014 Präsident der Academy of Magical Arts. 

Meine Meinung: 

Titel: Die Magie der Freundschaft...

Aufgrund der schönen Einbandgestaltung bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Nach meinem Empfinden ist das Buch besonders für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren geeignet, egal ob Junge oder Mädchen.

In der Geschichte geht es um Carter, dessen Eltern beide verschwunden sind. Ob tot oder lebendig, das weiß kein Mensch, weshalb er bei seinem Onkel leben muss. Doch der Onkel ist ein Gauner und Carter sucht das Weite. Was wird er finden? 

Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um den ersten Band einer Reihe, die noch durch drei weitere Bände ergänzt werden wird.

Mir ist sofort positiv aufgefallen, dass man als Leser direkt angesprochen und mit einbezogen wird, was die Handlung des Buches anbelangt. So fühlt man sich den Protagonisten gleich noch mehr verbunden.

Die handelnden Figuren sind super gewählt, denn vom weißen Waisenjungen, über einen farbigen Frackträger bis hin zu einer kessen Rollstuhlfahrerin, ist alles vertreten.

Mir hat hier besonders die Hauptfigur Carter gefallen, da er seine Ängste nach und nach überwindet. Und auch der sprechende Papagei war super.

Besonders gelungen ist, dass hier in erster Linie auf Freundschaft wert gelegt wird und es den Kindern darum geht gute Menschen zu werden. Sie wissen ganz genau was richtig und was falsch ist.

Und der Clou ist, dass man im Buch auch kleine Zaubertricks lernen kann und ein paar Rätsel zum Mitdenken anregen.

Für mich ein gelungener Auftakt einer vielversprechenden Reihe.

Fazit: Tolle Kinderlektüre, die ganz nebenbei Werte vermittelt. Klasse!

Bewertung: 5/ 5 Sternen 

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Freitag, 19. Oktober 2018

Frankfurter Buchmesse 2018 Teil 2: Vorablesen- Gewinn Lesung Alexa Hennig von Lange

Hallo ihr Lieben,

und da kommt auch schon direkt der nächste Bericht von der Buchmesse. Ich hatte ja das große Glück unter den Bewerbern für die Lesung zu "Kampfsterne" von Alexa Hennig von Lange ausgewählt worden zu sein.


Es waren reichlich Vorableser da und ich musste doch innerlich etwas schmunzeln, dass die Frauenquote bei fast 100 % lag. Wenn ich richtig geguckt habe, dann war ausschließlich ein Mann mit am Start.


Und kaum hatten wir unsere Plätze eingenommen, war dann auch schon die Autorin da.


Ich kann nur sagen, dass sich die Lesung echt gelohnt hat und ganz klar zu meinen Messehighlights zählt, denn Frau Hennig von Lange kann unheimlich gut vorlesen. Entsprechend den Protagonisten hat sie ihre Stimme leicht verstellt, was richtig gut gepasst hat.

Nach der Lesung durften wir dann noch Fragen stellen und zu guter Letzt gab es noch ihr aktuelles Buch "Kampfsterne" aus dem Dumont Verlag, welches ich mir natürlich auch habe signieren lassen.


Für mich eine wirklich gelungene Veranstaltung. Und die prall gefüllte Goodie- Bag war dann sozusagen noch das I- Tüpfelchen.

Liebe Grüße

eure Janine alias nicigirl85








Donnerstag, 18. Oktober 2018

Rezension Nicole Gozdek

"Die Magie der Lüge" von Nicole Gozdek


Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: ivi (1. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492704387
ISBN-13: 978-3492704380
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren


Inhaltsangabe:

Anderta Passario führt ein Doppelleben. Tagsüber ist sie eine harmlose Wahrsagerin, nachts eine gerissene Diebin. Sie ist glücklich. Doch eines Tages verändert ein Zauber die Wirklichkeit und Anderta scheint die Einzige zu sein, die sich an ihre Vergangenheit erinnert. War ihr ganzes Leben nur eine Lüge? Anderta ist wild entschlossen, ihr altes Leben mit allen Mitteln von dem schuldigen Magier zurückzufordern: Tirasan Passario. Dieser ahnt zwar nichts von Andertas Plänen, aber auch ihn schmerzt der Verlust seiner Vergangenheit. Gerade die Beziehung zu seinem Freund Rustan ist komplizierter denn je, denn Tirasan weiß genau, was dieser heimlich für ihn empfindet – nur hat Rustan sein Liebesgeständnis von einst vergessen. Dabei war Tir ihm noch eine Antwort schuldig! Doch sowohl Anderta als auch Tirasan müssen feststellen, dass es nichts bringt, der Vergangenheit nachzutrauern, wenn man die Gefahren der Gegenwart nicht erkennt.

Autoreninfo:

Nicole Gozdek wurde 1978 geboren. Nach dem Germanistik- und Romanistikstudium mit Schwerpunkt auf Literatur und einem Abstecher in die Buchbranche arbeitet sie heute als Online-Redakteurin bei einem französischen Modeunternehmen. Daneben ist sie Buchbloggerin und Autorin. Mit ihrem All-Age-Fantasyroman »Die Magie der Namen« gewann sie 2015 den ersten #erzählesuns-Award des Piper Verlags.

Meine Meinung:

Titel: Wenn die Wirklichkeit plötzlich eine andere ist...

Nachdem ich vor gut 2,5 Jahren mit absoluter Begeisterung "Die Magie der Namen" gelesen habe, wollte ich natürlich wissen wie es mit unserer einstigen Nummer 19 weitergeht und begann gespannt zu lesen.

Gleich vorweg möchte ich sagen, dass man den Vorgängerband doch besser gelesen haben sollte und auch die Spanne zwischen den beiden Bänden nicht so groß sein sollte wie bei mir.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir anfänglich sehr schwer, da mich die vielen neuen Begrifflichkeiten etwas überfordert haben. Während ich die Namen der Figuren sehr schön und besonders fand, habe ich mich ansonsten des Öfteren gefragt, ob man wirklich für Begriffe, die es bereits gibt, unbedingt neue erfinden muss? Zum Glück gibt es am Ende des Buches eine Übersicht aller Bezeichnungen, aber wenn ich dauernd nach hinten blättern muss, stört das natürlich enorm den Lesefluss. Ich war dann wirklich erst ab Seite hundert gut drin.

Anders als erwartet erleben wir in der neuen Geschichte erst einmal andere Figuren und nicht unsere ehemalige Nummer 19, denn Tirasan taucht erst später in der Geschichte auf.

Richtig spannend fand ich, dass die Hauptfiguren Anderta und Londurs als eine Art Diebe unterwegs sind. Ihre anfänglich beschriebenen Raubzüge fand ich doch sehr spannend und abenteuerlich. Auch gut gefallen hat mir, dass die Welt, die wir aus Band eins kennen, sich plötzlich verändert und auch das warum und wieso war schlüssig erklärt.

Während mir die männlichen Figuren wie Londurs, Frislan, Rustan und Tirasan richtig gut gefielen, weil sie so vielschichtig sind und man sie in vielen Momenten richtig gern hat, wurde ich mit Anderta als weiblicher Hauptfigur überhaupt nicht warm. Sie verhielt sich für meinen Geschmack zu keiner Zeit wie eine erwachsene Frau, sondern wie ein sprunghafter Teenager und oft habe ich ihr Verhalten schlichtweg nicht verstanden. Deswegen haben mir die Jungs um sie drum rum teilweise richtig Leid getan.

Bis zur Mitte habe ich trotz der schwergängigen Begriffe das Buch sehr gern gelesen. Leider entwickelte sich der Roman dann ab da von einer fantastischen Geschichte zu einer Dreiecksliebesgeschichte, was ich so nicht erwartet hatte und ehrlich gesagt auch nicht besonders mag.

Zudem hatte ich das Gefühl, dass die Autorin enorm viele Ideen beim Schreiben hatte, was ja nichts schlechtes ist, und diese alle auf ein Mal in der Geschichte unterbringen wollte. Dadurch gibt es zwar enorm viele Wendungen, was ja für Spannung sorgen würde, die aber wenige Zeilen später sofort wieder aufgeklärt werden, weshalb dann eben doch keine Spannung aufkam. Auch fühlte es sich so an, dass zum Ende hin der rote Faden der Handlung irgendwie verloren gegangen ist.

Fazit: Leider kein Vergleich zum Vorgänger. Die liebe Autorin hätte besser aus ihren vielen, tollen Ideen mehr Bücher schreiben sollen, als diese alle in einem Roman unterbringen zu wollen. Für Fans von Band eins zu empfehlen, um Tirasan wiederzusehen, Neulingen würde ich eher abraten dieses Buch zuerst zu lesen, da sie sonst einen falschen Eindruck vom Können der Schriftstellerin bekommen würden.

Bewertung: 3/5 Sternen

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