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Montag, 24. Januar 2022

Rezension Jennifer Benkau

"A Reason To Stay" von Jennifer Benkau


Herausgeber ‏ : ‎ Ravensburger Verlag GmbH; 1. Edition (1. Juli 2021)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Taschenbuch ‏ : ‎ 480 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 347358598X
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3473585984
Lesealter ‏ : ‎ 16 Jahre und älter

Inhaltsangabe:

Irgendwo ankommen, nicht mehr weglaufen und vor allem: nie wieder in ihrem alten Auto schlafen. Nichts wünscht sich Sibyl, genannt Billy, mehr, als endlich ein Zuhause zu finden. Was sie gar nicht braucht, ist noch mehr Chaos in ihrem Leben – bis sie Cedric buchstäblich in die Arme läuft. Mit dem schiefen Lächeln, dem trockenen Humor und der entwaffnenden Ehrlichkeit berührt er etwas in Billy, das sie verloren glaubte. Doch die Gerüchte, die man auf dem Liverpooler Uni-Campus über ihn erzählt, entsprechen der Wahrheit: Cedric verbringt nie mehr als eine Nacht mit einer Frau. Als Billy den Grund erfährt, weiß sie, dass sie sich von ihm und seiner Dunkelheit fernhalten sollte. Nicht nur zu ihrem Schutz, sondern auch zu seinem …

Autoreninfo:

Jennifer Benkau, Jahrgang 1980, ist erfolgreiche Autorin und schreibt Fantasy- und Jugendromane sowie psychologische Thriller. 2013 erhielt sie den DELIA- sowie den UH!-Literaturpreis. Sie ist Mitglied des Autorenlabels INK REBELS (ink-rebels.de). Jennifer Benkau lebt mit ihrem Mann, ihren Kindern und vielen Tieren im Rheinland.


Meine Meinung:

Titel: Die beste Liebesgeschichte überhaupt...

Ich bin schon lange kein Fan mehr von Romance oder Liebesromanen, einfach weil mir das echte Leben gezeigt hat, dass es nie so ist wie in den Büchern, die ich einst sehr geliebt habe. Doch nun belehrt mich Jenny Benkau, dass es doch Autoren gibt, die echte, glaubwürdige Liebesgeschichten schreiben können. 

In der Geschichte geht es um Billy, die endlich nur ankommen und den langersehnten Museumsjob ergattern möchte. Doch dann läuft sie Cedric in die Arme, der mit seinem Viertellächeln eine Art hat, die sie nicht kalt lässt. Aber sie kann gerade keine Beziehung brauchen. Wird sie ihren Weg dennoch gehen können?

Die Handlung wird uns über Cedric und Billy, abwechselnd und jeweils als Ich- Erzähler nahe gebracht.

Das Besondere an dem Buch ist wohl, dass es hier endlich mal Protagonisten gibt, die nicht in allem perfekt sind, sondern Narben vom Leben davon getragen haben und nun versuchen damit zu leben. Gerade die Verletzlichkeit der Akteure hat mich so mitfühlen lassen.

Das Thema Depressionen wird sehr feinfühlig angesprochen und in meinen Augen hatte das Geschilderte aufklärenden Charakter. Die Botschaft ist klar: niemand muss sich schämen und es gibt immer Hilfe.

Die sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte hat nichts Kitschiges und ist auch nicht von Klischees behaftet, sondern so intensiv und real beschrieben, dass all jene, die das nicht haben, es sich beim Lesen so sehr wünschen.

Ich mochte sowohl Billy als auch Cedric als Figuren sehr, da sie für mich enorm greifbar waren und sie ähnliche Probleme haben, die ich auch schon mal hatte oder teilweise noch habe. Man fühlt sich in ihrer Gegenwart enorm geborgen und verstanden. Man hat keinen Fehler, sondern der Fehler ist, wenn das Außen nicht zuhört und nicht hinsieht.

Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, was mich emotional so sehr mitgenommen hat und wo ich lachen und auch weinen musste. Das bedeutet mir enorm viel. Ich hatte eine ganz andere Erwartung an die Geschichte, eher leichte Kost für Zwischendurch. Das was ich bekam war dann so viel mehr und übertraf meine Erwartungen bei Weitem.

Fazit: Liebe auf Augenhöhe und ganz viel Gefühl bekommt man in diesem Schatz. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Ich bin hin und weg. Spitzenklasse!

Bewertung: 5/ 5 Sternen

Sonntag, 23. Januar 2022

Rezension Martin Suter u. Benjamin von Stuckrad-Barre

"Alle sind so ernst geworden" von Martin Suter und Benjamin von Stuckrad-Barre



Herausgeber ‏ : ‎ Diogenes; 3. Edition (9. Dezember 2020)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 272 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 325707154X
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3257071542
Originaltitel ‏ : ‎ Alle sind so ernst geworden

Inhaltsangabe:

Martin Suter und Benjamin von Stuckrad-Barre unterhalten sich über: Badehosen, Glitzer, Äähm, Hochzeiten, LSD, Teufel, Gott, Madonna, Arbeit, Ibiza, Kochen, Rechnungen, Siri, Fotos, Mundharmonika, Geldscheine, Verliebtheit, Wiedersehen.

Autoreninfo:

Martin Suter, geboren 1948 in Zürich, ist für seine Romane (darunter "Elefant" und die "Allmen"-Serie) sowie für seine Business Class international bekannt. Benjamin von Stuckrad-Barre, geboren 1975 in Bremen, hat seinerseits ein großes Publikum u. a. mit "Soloalbum" und "Panikherz" erobert.

Meine Meinung:

Titel: Wenn zwei Jungs am Plaudern sind...

Ich glaube der großen Werbekampagne des Verlages konnte man auf Social Media nicht entgehen und meine Neugier war dadurch auch direkt gepackt. Zwei coole Autoren, was werden die sich wohl zu erzählen haben?

Und so sind die Themen, über die sich die Herren dann unterhalten, auch sehr vielfältig. Da finden Kochen, Arbeit, Drogen und viel mehr einen Platz.

Liest man immer mal wieder kapitelweise und nicht an einem Stück, so entfaltet sich der Charme des Buches am besten, denn dann fühlt es sich an als würde man ein Kneipengespräch von zwei launigen Kerlen belauschen. Das ist ja im echten Leben durch Lockdowns und Co ja eher selten noch möglich, also sowohl das Zuhören als auch der Kneipenbesuch. Liest man jedoch am Stück, so fühlt es sich manchmal etwas belanglos und in die Länge gezogen an, da einen eben doch nicht jedes Thema so wirklich interessiert.

Gut fand ich, dass ich durch die Lektüre einige Schweizer Begriffe gelernt habe, die ich vorher nicht kannte. Ist schon spannend wie man ein und dasselbe so unterschiedlich ausdrücken kann.

Klar sollte jedem sein, dass es sich nicht um Geschichten handelt, sondern um reine Dialoge zwischen dem Autorenduo.

Vielleicht waren meine Erwartungen etwas zu hoch, aber ich hatte die Hoffnung mehr private Einblicke zu bekommen, aber die Gespräche sind dann doch eher oberflächlicher Natur.

Fazit: Gut als Lektüre für zwischendurch. Ich kann nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen, da ich persönlich etwas anderes erwartet, aber nicht ganz bekommen habe.

Bewertung: 3/ 5 Sternen

Sonntag, 16. Januar 2022

Rezension Colleen Hoover

"Layla" von Colleen Hoover



Herausgeber ‏ : ‎ dtv Verlagsgesellschaft (20. Oktober 2021)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 384 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3423263083
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423263085
Originaltitel ‏ : ‎ Layla

Inhaltsangabe:

Auf der Hochzeit von Laylas Schwester lernen sie sich kennen und lieben: Leeds, der seinen Lebensunterhalt als Musiker verdient, und Layla. Es ist eine Amour fou – bis zu dem Tag, an dem Leeds eifersüchtige Exfreundin versucht, Layla zu erschießen. Danach ist Layla nicht mehr sie selbst. Um die Beziehung zu retten und Layla zu stabilisieren, mietet Leeds das Haus, in dem sie sich kennengelernt haben. Doch dort scheint nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen...

Autoreninfo:

Colleen Hoover ist nichts so wichtig wie ihre Leserinnen. Weltweit hat sie eine riesige Fangemeinde. Colleen Hoover lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas.

Meine Meinung:

Titel: Puh dieses Buch hat es mir sehr schwer gemacht...

Nachdem ich "Verity" und "All das Ungesagte zwischen uns" so richtig geliebt habe, wollte ich natürlich auch wieder etwas von der Autorin lesen, aber das hier ist etwas ganz anderes als die Bücher, die ich kenne. Immer wieder wollte ich abbrechen und habe es dann doch nicht getan, weil der Roman wie ein Autounfall ist, bei dem man nicht hinsehen möchte, es dann aber doch tut. In jedem Fall sollte der Verlag nach meinem Geschmack eine Triggerwarnung in zukünftigen Ausgaben voranstellen, denn ich hätte schon gern gewusst was ich da zu lesen bekomme.

In der Geschichte geht es um Layla und Leeds, die sich Hals über Kopf in einander verlieben. Nach einigen Monaten passiert etwas Schreckliches und danach ist nichts mehr wie es war. Kann ihre Liebe das überstehen oder werden sie getrennte Wege gehen?

Die Geschichte wird uns über Leeds als Ich- Erzähler präsentiert und ich muss sagen, dass ich selten einen Protagonisten so gehasst habe wie ihn. Ich weiß nicht, ob das von der Autorin beabsichtigt war, aber die Misshandlungen, die er verübt, um seinen Willen zu bekommen, das hat mir in der Seele wehgetan.

Die Darstellung von Depression, Essstörung und Co hat mir auch nicht so recht gefallen, da die Person, die diese Probleme hat nicht reflektiert dargestellt wird, sondern schlichtweg die Böse in der ganzen Handlung ist. Das könnte bei Betroffenen, die das lesen, nicht gerade zu positiven Gefühlen führen.

Den Weg ins Paranormale hatte ich nicht kommen sehen, aber das hat mich gar nicht gestört, sondern war recht interessant dargestellt. Die Auflösung am Ende war durchaus schlüssig und sorgte bei mir für mehr Verständnis für die Ereignisse. Die Taten von Leeds sind aber dennoch unentschuldbar und seine Schuldgefühle habe ich ihm zu keiner Zeit abgekauft.

Das Gute an dem Roman ist aber in jedem Fall, dass er aufzeigt, dass man in erster Linie auf sein Bauchgefühl hören muss und nicht auf das was einem gesagt wird, denn selbst der Liebste könnte lügen und versuchen einen zu manipulieren.

Keine leichte Kost, die einen wahnsinnig macht, da man lange im Dunkeln tappt wo das Ganze hingehen soll. Zwischen dem Buch und mir ist irgendwie eine Hassliebe entstanden. Ich mochte es nicht so wirklich, konnte aber dennoch einfach nicht aufhören zu lesen. Hoovers Schreibstil ist einfach sehr fesselnd und man liest beinahe wie im Rausch, weil man endlich das Geheimnis lüften will.

Fazit: Wer auf paranormale Phänomene steht und die Schilderungen von psychischen Störungen aushält, dem wird das Buch richtig gut gefallen. Ich kann nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen, da die Thematik zwar interessant war, es mir bei den Figuren aber an Tiefe gefehlt hat. 

Bewertung: 3/ 5 Sternen

Samstag, 15. Januar 2022

Rezension Anne Freytag

"Reality Show" von Anne Freytag


Herausgeber ‏ : ‎ dtv Verlagsgesellschaft (20. Oktober 2021)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 464 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3423263032
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423263030

Inhaltsangabe:

Heiligabend: Die einflussreichsten Personen Deutschlands werden in ihren Häusern eingesperrt – und ihre Geiselnahmen live übertragen. Der Showmaster tritt vor die Kamera und erklärt die Spielregeln: "Zwar wählen die Menschen ihre Regierung, die Macht liegt jedoch längst nicht mehr beim Volk. Heute präsentieren wir Ihnen diejenigen, die wirklich entscheiden, wer zum Gewinner und wer zum Verlierer des Systems wird. Und glauben Sie mir, jeder von ihnen hat mindestens eine Leiche im Keller." Nun haben die Zuschauer die Wahl, wer mit einem blauen Auge davonkommt und wer bluten muss. Während die Menschen wie gebannt vor ihren Bildschirmen sitzen, wird eine Frage immer lauter: Wer sind die Drahtzieher hinter der Reality Show?

Autoreninfo:

Anne Freytag hat International Management studiert und als Grafikdesignerin gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Für ihre Romane wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

Meine Meinung:

Titel: Wenn das Volk entscheidet...

Von der Autorin kannte ich bisher die Jugendbücher und da ich Reality- TV ganz gern mag, schien mir das die perfekte Kombination und so kam es dann auch.

In der Geschichte ist Heiligabend und dieses Mal darf das Volk entscheiden. Zehn besondere Persönlichkeiten wurden entführt und in der "Reality Show" sollen die Menschen vor den Apparaten das Urteil sprechen. Ist das rechtens? Ist das Fake oder Realität?

Zunächst einmal muss man schon sehr fokussiert lesen, denn zu Beginn werden einem sehr viele Menschen vorgestellt, sowohl die Drahtzieher von allem, als auch die Zuschauer und Opfer. Zudem wird zwischen Gegenwart und Vergangenheit sehr oft gesprungen, so dass man gut aufpassen muss wo und bei wem man sich befindet. Nachdem ich mich dann eingelesen hatte, hat gerade das die Spannung und das Tempo erzeugt.

Das was mir vor allem gefallen hat, dass man sowohl Täter, Opfer und auch Richter kennenlernt und sich in jeden gut hineinversetzen kann und es wirklich schwer fällt zu entscheiden, was denn nun richtig ist und was nicht. Was ist noch erlaubt und was kriminell?

Das Thema las sich zudem so hochaktuell, dass es glaubwürdig erschien, dass genauso etwas passieren kann.

Ich mochte auch sehr, dass Bezug genommen und Vergleiche gezogen werden zu aktuellen TV- Serien und Co, da fühlt man sich richtig mit einbezogen in die Geschichte.

Fazit: Konstant spannend. So kannte ich die Schreibe der Autorin bisher nicht, bitte mehr davon. Gern spreche ich eine Empfehlung aus.

Bewertung: 4/ 5 Sternen

Montag, 10. Januar 2022

Rezension Ewald Arenz

"Der große Sommer" von Ewald Arenz


Herausgeber ‏ : ‎ DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; 8. Edition (26. März 2021)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 320 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3832181539
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3832181536

Inhaltsangabe:

Die Zeichen auf einen entspannten Sommer stehen schlecht für Frieder: Nachprüfungen in Mathe und Latein. Damit fällt der Familienurlaub für ihn aus. Ausgerechnet beim gestrengen Großvater muss er lernen. Doch zum Glück gibt es Alma, Johann - und Beate, das Mädchen im flaschengrünen Badeanzug. In diesen Wochen erlebt Frieder alles: Freundschaft und Angst, Respekt und Vertrauen, Liebe und Tod. Ein großer Sommer, der sein ganzes Leben prägen wird.

Autoreninfo:

Ewald Arenz, 1965 in Nürnberg geboren, hat englische und amerikanische Literatur und Geschichte studiert. Er arbeitet als Lehrer an einem Gymnasium in Nürnberg. Seine Romane und Theaterstücke sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. "Alte Sorten" (DuMont 2019) stand auf der Shortlist »Lieblingsbuch der Unabhängigen« 2019 und platzierte sich als Hardcover wie als Taschenbuch auf den Spiegel-Bestsellerlisten. Der Autor lebt mit seiner Familie in der Nähe von Fürth.

Meine Meinung:

Titel: Die ersten Male der Jugend...

Nachdem mir schon so oft von diesem Buch vorgeschwärmt wurde und Vergleiche zu Benedict Wells seinem Roman "Hard Land" gezogen wurden, musste ich einfach mal reinlesen und war direkt gefangen.

In der Geschichte geht es um Frieder, der seinen Sommer wohl nicht so verbringen wird wie geplant, denn statt Urlaub steht Lernen auf dem Programm, wenn es mit der Schule noch etwas werden soll. Dazu soll er zu seinem Großvater, vor dem alle Angst haben. Na das kann ja heiter werden. Wird es wirklich so schlimm wie befürchtet?

Das Besondere an dem Roman ist ganz klar, dass der Leser zurück in die Jugend versetzt wird, egal ob er eher oder später als Frieder groß geworden ist, denn die Themen und Probleme in dieser Zeit sind dann doch irgendwie dieselben. Auch wenn ich zu Beginn einige Taten der Jugendlichen als sehr albern empfand, so stellte ich doch bald beim Erinnern an eigene Erlebnisse fest, dass man genau solchen Mist eben auch gemacht hat und diesen nur gut verdrängt hat.

Ich mochte zudem, dass sich die Familie annähert und Geheimnisse ans Licht kommen, über die kaum gesprochen wird. Vor allem die Sache mit den Tagebüchern der Großmutter fand ich sehr interessant.

Und dann sind da eben auch die vielen ersten Male, die man eben nur als junger Mensch durchlebt und die einen später nicht mehr so erschüttern oder prägen wie bei diesem einen ersten Mal. Das hat mich sehr berührt, da man vieles davon viel zu schnell vergisst.

Bei dem vorliegenden Roman bekommt man wirklich einen großen Sommer serviert, wie er wirklich immer nur ein einziges Mal passiert, meist kurz nachdem man die Schule verlässt.

Und ich habe wieder etwas dazugelernt, was ich gern mag beim Lesen, denn nun weiß ich was Bossa Nova ist. Den Begriff hatte ich vorher noch nie gehört.

Fazit: Ein berührender Roman über das Erwachsenwerden, der mich gut unterhalten hat. Gern spreche ich eine Empfehlung aus.

Bewertung: 4/ 5 Sternen

Sonntag, 9. Januar 2022

[Serienkritik:] Lost in Austen

"Lost in Austen"



Seitenverhältnis ‏ : ‎ 16:9 - 1.77:1, 16:9 - 1.78:1
Alterseinstufung ‏ : ‎ Freigegeben ab 12 Jahren
Produktabmessungen ‏ : ‎ 13.6 x 1.7 x 19.3 cm; 99.79 Gramm
Regisseur ‏ : ‎ Dan Zeff
Medienformat ‏ : ‎ PAL, Surround-Sound, Breitbild, Dolby
Laufzeit ‏ : ‎ 3 Stunden und 5 Minuten
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 15. Januar 2009
Darsteller ‏ : ‎ Hugh Bonneville, Alex Kingston, Tom Riley, Jemima Rooper, Elliot Cowan
Untertitel: ‏ : ‎ Deutsch
Sprache, ‏ : ‎ Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
Studio ‏ : ‎ KSM GmbH
ASIN ‏ : ‎ B001JLDMPE
Anzahl Disks ‏ : ‎ 2

Inhaltsangabe:

Amanda Price hat einfach kein Glück in der Liebe. Zwar lebt sie in London mit ihrem Freund Michael zusammen, die Beziehung läuft aber alles andere als gut. Die Romantik fehlt. Was soll Frau auch anfangen mit einem Mann, der ihr einen Heiratsantrag macht - mit einem Ring aus dem Verschluss einer Bierdose? Amanda flüchtet in die Welt der Romane. Speziell in die der Schriftstellerin Jane Austen, denn sie ist ein glühender Fan der Autorin. Eines Tages entdeckt Amanda in ihrem Badezimmer ein geheimnisvolles Tor, das direkt in die Geschichten ihrer Lieblingsautorin führt. Mitten hinein die Welt von Pride and Prejudice (zu deutsch: Stolz und Vorurteil). Und man erwartet sie dort auch schon: Elizabeth Bennet, die Hauptprotagonistin des Romans, steht bereit. Und mit einem wunderbaren Angebot. Doch wird Amanda durch den Sprung in diese andere Welt eine der berühmtesten Liebesgeschichten der Literatur durcheinanderbringen - oder gar ganz verändern? Werden sich Mr. Darcy und Elizabeth am Schluss dann überhaupt finden? Und wird Amanda endlich das ersehnte Glück zuteil?

Meine Meinung:

Titel: Wenn du in deinem Lieblingsbuch landest...

Diese tolle Serie habe ich vor Jahren mal geschaut und nun in meinem DVD- Regal wieder gefunden und ja es ist eine Seltenheit, aber streamen kann man diesen Schatz nicht.

In der Geschichte geht es um Amanda, die mit ihrem Leben in London alles andere als zufrieden ist, weshalb sie sich stets in ihr Lieblingsbuch "Stolz und Vorurteil" flüchtet. Als sie dann durch Zufall selbst im Buch landet, ringen Angst und Faszination in ihr, denn sie darf auf keinen Fall die Geschichte verändern. Was wenn doch?

In einer Zeit ohne Smartphones lebt auch Amanda, denn 2008 gab es noch keine, sondern lediglich Klapphandys, was beim Schauen auch ein bisschen Nostalgie erzeugt, da man diese Zeit ja auch selbst miterlebt hat.

Mir hat gefallen wie Amanda die Familie Bennet und deren Umfeld so richtig aufmischt. Doch schnell muss sie feststellen, dass sie auch nicht alles weiß, obwohl sie das Buch in- und auswendig kennt, denn die Figuren haben ihren eigenen Kopf und auch in so einem Roman kann man lügen.

Die Darstellung des Mister Darcy war einfach nur klasse, seine Grimmigkeit und Ablehnung kam herrlich gut rüber.

Natürlich gibt es im Film auch die ein oder andere romantische Szene, die das Ganze richtig rund macht.

Fazit: Mal eine andere Verfilmung des berühmten Romans, der mich gut unterhalten hat, weil er eben auch lustig und nicht nur romantisch ist. Einfach mal reinschauen und überraschen lassen.

Bewertung: 5/ 5 Sternen

Samstag, 8. Januar 2022

Rezension Anne Gesthuysen

"Wir sind schließlich wer" von Anne Gesthuysen



Herausgeber ‏ : ‎ Kiepenheuer&Witsch; 1. Edition (4. November 2021)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 416 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3462054082
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3462054088

Inhaltsangabe:

Während Anna versucht, ein dunkles Kapitel ihrer Vergangenheit zu bewältigen und die Gemeinde behutsam zu modernisieren, gerät das Leben ihrer Schwester Maria komplett aus den Fugen. Ihr Mann wird verhaftet, kurz darauf verschwindet auch noch ihr Sohn. Ausgerechnet sie, die in den Augen der standesbewussten Mutter die Vorzeigetochter war, die auf Schützenfesten zur Königin gekrönt wurde und einen Grafen heiratete, während Anna mit schmutzigen Hosen im Stall spielte und sich in die falschen Männer verliebte.

Autoreninfo:

Anne Gesthuysen wurde 1969 am unteren Niederrhein geboren. Nach dem Abitur in Xanten studierte sie Journalistik und Romanistik. In den 90er-Jahren arbeitete sie bei Radio France. Als Reporterin hat sie für WDR, ZDF und VOX gearbeitet, schließlich auch als Moderatorin. Ab 2002 moderierte sie das "ARD-Morgenmagazin". Diese Nachtschichten gab sie nach dem großen Erfolg ihres ersten Romans "Wir sind doch Schwestern" Ende 2014 auf, um sich tagsüber an den Schreibtisch zu setzen und weitere Bücher zu schreiben. 2015 erschien ihr zweiter Roman "Sei mir ein Vater", 2018 folgte "Mädelsabend". Sie lebt mit ihrem Mann, Frank Plasberg, ihrem Sohn und dem Goldendoodle Freddy in Köln.

Meine Meinung:

Titel: Wenn Familienbande reißen...

Ich habe bisher alle Bücher der Autorin mit großer Begeisterung gelesen und freute mich nun sehr auf dieses Exemplar. Leider bekam ich nicht das, was ich mir erhofft hatte.

In der Geschichte geht es um die evangelische Pastorin Anne, die das schwarze Schaf in der Familie ist. Sie hat den falschen Beruf, ist geschieden und hat nicht mal ein Kind. Das kann ihre adelige Familie nicht wirklich akzeptieren. Als ihre große Schwester in Schwierigkeiten gerät, ist Anne da für sie. Wird das alles gut gehen?

Der Roman spielt sowohl in der Gegenwart als auch in der nicht allzu fernen Vergangenheit ab 1996, einer Zeit, in der ich ebenfalls Kind war.

Der Fokus liegt nicht auf der dargestellten Zeit, sondern auf Familie von Betteray, die mit vielen Familienmitgliedern und Problemen geschlagen ist und da sind wir auch schon bei dem Problem, welches ich mit dem Buch hatte.

Während die Grundidee wirklich toll ist mit Anna, dem schwarzen Schaf der Familie, mit der man sich auch oft identifizieren kann, so chaotisch ist das Ganze drum herum. Für meinen Geschmack war die Geschichte einfach viel zu überfrachtet mit Ereignissen, die nicht das Vorankommen der Handlung fördern, sondern fast schon nervten. Es geht einfach alles schief, was schief gehen kann. Das kann ja durchaus unterhaltsam sein, aber wenn man als Leser alles schon vorher erahnen kann, dann war es zumindest für mich langweilig und zu vorhersehbar.

Ich denke einfach die vielen, teils guten Ideen, hätte die Autorin in mehr als ein Buch packen sollen und nicht alles in einem. Als Leser hofft man bei den vielen Ereignissen auch irgendwann mal auf Lösungen, bekam aber immer noch mehr Probleme serviert und erst auf den letzten Seiten klärt sich dann alles super fix auf, was dann wieder alles zu plötzlich war.

Fazit: Durchaus unterhaltsam, aber in meinen Augen der schlechteste Roman der Autorin. Das kann sie so viel besser und hat sie mit allen Vorgängern auch mehr als bewiesen. Von mir daher nur bedingt eine Leseempfehlung.

Bewertung: 3/ 5 Sternen