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Montag, 24. September 2018

Rezension Hape Kerkeling

"Frisch hapeziert" von Hape Kerkeling



Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (3. Juli 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492314341
ISBN-13: 978-3492314343


Inhaltsangabe:

Ob Prinz Philip, Lady Gaga, die Kanzlerin oder Til Schweiger – in Hape Kerkelings wöchentlicher Gala-Kolumne "Frisch hapeziert" ist jeder Promi mal Thema. Er schildert Backstage-Erlebnisse beim Comedy-Preis, macht sich seine Gedanken über VIPs im Weltraum, Royals in Trekking-Boots und den "Twittler" Donald Trump. Auch sich selbst nimmt der beliebte Entertainer nicht aus und plaudert aus dem Nähkästchen. Ganz privat geht es zu, wenn Hape die Wahlen beim Gläschen Weißweinschorle mit seiner zweitbesten Freundin Gudrun bespricht, über die "Ehe für alle" räsoniert, wir ihn in den Supermarkt begleiten oder er überlegt, ob er sich nicht zum Undercover-Butler im Buckingham-Palast umschulen lassen soll. Herrlich ehrlich und komisch zugleich – die Kolumnen von Hape Kerkeling, ein Muss für alle Fans!

Autoreninfo:

Hape (eigentlich Hans-Peter) Kerkeling, geboren 1964 in Recklinghausen, spricht Spanisch, Italienisch, Französisch, Englisch und Holländisch, was ihm bei der Verständigung auf dem Jakobsweg oft zugute kam. Er arbeitet seit 1984 beim Fernsehen; berühmt wurde er mit der Rolle "Hannilein". Seitdem folgte eine Vielzahl erfolgreicher Live-Auftritte sowie TV-Shows und -Serien wie "Känguru", "Total Normal", "Hape trifft" und "Let’s Dance", als Königin Beatrix, Uschi Blum oder Horst Schlämmer. Der Entertainer, Schlagersänger, Moderator und Kabarettist wurde u.a. mit der Goldenen Kamera, dem Adolf-Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. "Ich bin dann mal weg" stand 100 Wochen auf Platz 1 der Bestsellerliste und hat fast fünf Millionen Leser erreicht. Hape Kerkeling lebt in Berlin und Italien. Zuletzt erschien "Der Junge muss an die frische Luft".


Meine Meinung:


Titel: Lachen gefällig?

Na kennt ihr das auch, dass man so Tage hat, wo man einfach mal etwas zur Aufmunterung braucht oder einfach mal etwas kurzes und knackiges lesen möchte? Wenn euch nach so etwas ist, dann seid ihr mit "Frisch hapeziert" genau beim richtigen Buch.

Im Buch sind diverse Kolumnentexte aus der Gala zusammengefasst. Da ich nicht zu den Gala- Lesern zähle, waren für mich alle im Buch enthaltenen Texte neu.

Kurz und knackig lässt uns Hape an königlichen Events, Preisverleihungen und ähnlichem teilhaben und wie er das so aus seinem Blickwinkel sieht. Hier wird schnell deutlich, dass er wie viele andere Deutsche auch, ein großer Monarchie- Fan ist.

Dabei darf natürlich die zweitbeste Freundin Gudrun (was für ein ehrenwerter Titel: zweitbeste Freundin) und das ein oder andere Alkohölchen (alkoholische Getränk) nicht fehlen.

Die Texte sind immer nur 2-3 Seiten lang und man kann sie stets getrennt von einander lesen. So kann man das Buch entweder im Ganzen oder immer in kleinen Portionen genießen und lachen.

Hape hat mich in seinem altbekannten Charme immer mal wieder zum Schmunzeln gebracht. Auch an alte Begebenheiten, aus seiner Zeit als Comedian, hat er einen beim Lesen erinnert.

Fazit: Dieses Buch ist eine Wiederbegegnung der besonderen Art. Gern mehr davon. Für den Lacher zwischendurch perfekt, daher spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Bewertung: 4/ 5 Sternen


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Sonntag, 23. September 2018

Rezension Jennifer Clement

"Gun Love" von Jennifer Clement


Gebundene Ausgabe: 251 Seiten
Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (10. September 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3518428322
ISBN-13: 978-3518428320
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: Gun Love


Inhaltsangabe:

Seit ihrer Geburt lebt Pearl im Auto, sie vorne, ihre Ausreißer-Mutter auf der Rückbank. Vierzehn Jahre stehen die beiden jetzt schon am Rande eines Trailerparks irgendwo in Florida. Draußen vor der Windschutzscheibe ist die Welt den Waffen verfallen: Kinder wachsen mit Pistolen statt Haustieren auf, Schießübungen immer und überall, mal Alligatoren, mal den Fluss, mal Polizisten im Visier, und sonntags sitzt man beim Gottesdienst mit der geschulterten Schrotflinte in der ersten Reihe. Doch im Ford Mercury wirken andere Kräfte, hier lernt Pearl das Träumen. Bis ein schöner Mann und seine Pistolen alles verändern …

Autoreninfo:

Jennifer Clement, 1960 in Connecticut geboren, wuchs in Mexiko-Stadt auf, studierte in New York und Paris Literaturwissenschaft und hat Lyrik und drei Romane veröffentlicht. Als Präsidentin des P.E.N. International kämpft sie im Namen von Autoren weltweit für das Recht auf freie Meinungsäußerung. "Gebete für die Vermissten", ihr Roman über die Schicksale gestohlener Mädchen in Mexiko, war ein internationaler Erfolg. 

Meine Meinung:

Titel: Wenn Gewalt dein Leben bestimmt...

Auf das Buch bin ich vor allem durch das auffällige Cover aufmerksam geworden. Ein Krokodil, dessen Zähne ausschließlich aus Gewehrpatronen bestehen, das sieht man doch eher selten.

In der Geschichte geht es um Pearl und ihre Mutter Margot, die seit Jahren als Obdachlose in einem Auto leben. Während draußen im Trailerpark die Waffen regieren, herrschen im Inneren des Wagens die Träume vor. Was wird das Leben für die beiden Träumerinnen parat halten?

Jennifer Clement schafft es durch ihre sehr bildhafte Sprache den Leser direkt einzufangen. Auch wenn die Gegend noch so trostlos ist, kann man sie sich anhand von Vergleichen und sprachlichen Bildern sofort vorstellen.

Die Autorin zeichnet das Bild der heutigen Gesellschaft in Amerika, in der Waffen zum Alltag gehören. Manche Passagen lesen sich eher wie eine Art Karrikatur, sind aber dennoch so voller Wahrheit, dass es einem beim Lesen beinahe schmerzt.

Pearl hat mich bereits auf den ersten Seiten für sich einnehmen können, denn ihr trostloses Leben ist schon sehr bedrückend. Am liebsten würde man sie immer wieder in den Arm nehmen und sie trösten wollen.

An Mutter Margot mochte ich ihre Zuversicht und dass sie trotz allem das Träumen nicht aufgegeben hat.

Als besonderer Charakter ist mir zudem Noelle aufgefallen, die ich sehr mochte, die mir aber zur selben Zeit auch Gänsehaut verschafft hat.

Das Ende ist offen, viele Fragen bleiben ungeklärt. Das sorgt dafür, dass man noch lange über das Buch nachdenkt und sich im Geiste die Geschichte weiterspinnt wie es einem als Leser am angenehmsten ist.

Fazit: Gesellschaftskritik par excellence. Ich habe mich richtig gut unterhalten gefühlt, auch wenn mich die Lektüre doch sehr traurig gestimmt hat.

Bewertung: 4/ 5 Sternen

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Dienstag, 18. September 2018

[Filmkritik] Shape of Water: Das Flüstern des Wassers

Shape of Water: Das Flüstern des Wassers


Darsteller: Sally Hawkins, Michael Shannon, Richard Jenkins, Octavia Spencer, Michael Stuhlbarg
Komponist: Alexandre Desplat
Künstler: Luis M. Sequeira, Sidney Wolinsky, Liz Sayre, Daniel Kraus, David Greenbaum, Dan Laustsen, Robin D. Cook, Paul D. Austerberry, J. Miles Dale, Matthew Greenfield, Jeffrey A. Melvin, Vanessa Taylor, Guillermo Del Toro, Shane Vieau
Format: Dolby, PAL
Sprache: German (Dolby Digital 5.1), English (Dolby Digital 5.1), French (Dolby Digital 5.1), Spanish (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Französisch, Niederländisch, Spanisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Twentieth Century Fox Home Entertainment
Erscheinungstermin: 19. Juli 2018
Produktionsjahr: 2017
Spieldauer: 118 Minuten


Inhaltsangabe:

Elisa hat nach einer traumatischen Erfahrung in ihrer Kindheit die Sprache verloren. Sie lebt in einer kleinen Wohnung über einem Kino und arbeitet als Putzkraft in einem Geheimlabor der amerikanischen Regierung, in dem schreckliche Experimente durchgeführt werden. Keines ist bestialischer als eine Versuchsreihe, mit der ein Agent eine im Wasser lebende Kreatur foltert, die man im Amazonas gefunden hat. Die zwei Außenseiter verlieben sich und Elisa versucht, das Wesen zu befreien.

Meine Meinung:

Titel: Modernes Märchen mit Gänsehautpotential...

Seitdem ich "Pans Labyrinth" von Guillermo del Toro gesehen habe, bin ich von der Art, wie er Filme macht, immens angetan und so war es nur eine Frage der Zeit, eh ich mir sein neustes Werk nun angesehen habe.

In der Geschichte geht es um die stumme Elisa, die als Putzfrau in einem Gebäudekomplex der amerikanischen Regierung arbeitet, wo geheime Experimente stattfinden. Hier findet sie eine besondere, menschenähnliche Lebensform, an der schreckliche Versuche durchgeführt werden. Elisa freundet sich mit dem Wesen an. Kann sie es retten? Und kann Liebe allen Widerständen zum Trotz Bestand haben?

Der Film spielt im Amerika der 60er Jahre und eine besondere Rolle nehmen hierbei Jazzmusik und alte Hollywoodfilme ein. Beim Ansehen des Films hat man regelrecht nostalgische Gefühle bekommen und es wird deutlich, was Musik und Filme für einen positiven Einfluss auf das Leben von Menschen haben können.

Die Geschichte scheut nicht davor sich mit unbequemen Themen zu beschäftigen wie die Vormacht des weißen Mannes, die Unterdrückung von Farbigen und anders Denkenden und zeichnet somit ein sehr realistisches Bild der damaligen Zeit.

"Das Flüstern des Wassers" lädt den Zuschauer zum Träumen ein, denn die gezeigten Bilder gleichen einem modernen Märchen, welches seinesgleichen sucht.

Elisa, gespielt von Sally Hawkins, wächst einem bereits während der ersten Minuten ans Herz und man möchte ihr Schicksal, wie es dazu kam, dass sie stumm wurde, näher ergründen. Mit ihr konnte ich mich auf Anhieb identifizieren.

Aber auch andere Figuren wie der schwule Nachbar Giles oder ihre farbige Freundin und Kollegin Zelda wissen zu überzeugen. Sehr glaubwürdig und angsteinflößend war auch die Darstellung von Strickland, der von Michael Shannon gespielt wird.

Ich persönlich habe jede Minute des Films genossen, da es lustige, traurige, romantische und gar grausige Szenen gab, eben alles was es für einen perfekten Film braucht.

Fazit: Beeindruckendes, modernes Märchen, welches zu Recht mehrere Oscars gewonnen hat. Gern spreche ich eine uneingeschränkte Kauf- und Anseh- Empfehlung aus. Spitzenklasse!

Bewertung: 5/ 5 Sternen

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Sonntag, 9. September 2018

Rezension Benedict Wells

"Die Wahrheit über das Lügen" von Benedict Wells


Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (29. August 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3257070306
ISBN-13: 978-3257070309
Originaltitel: Die Wahrheit über das Lügen


Inhaltsangabe:

Es geht um alles oder nichts in diesen Geschichten. Sie handeln vom Unglück, frei zu sein, und von einer Frau, die vor eine existenzielle Entscheidung gestellt wird. Von einem Ort, an dem keiner freiwillig ist und der dennoch zur Heimat wird. Von einem erfolglosen Drehbuchautor der Gegenwart, der in das New Hollywood des Jahres 1973 katapultiert wird und nun vier Jahre Zeit hat, die berühmteste Filmidee des 20. Jahrhunderts zu stehlen. Und nicht zuletzt eine Erzählung aus dem Universum von "Vom Ende der Einsamkeit", die Licht auf ein dunkles Familiengeheimnis wirft. Zehn höchst unterschiedliche Geschichten aus einer Welt, in der Lügen, Träume und Wahrheit ineinanderfließen. Mal berührend, mal komisch, überraschend und oft unvergesslich.

Autoreninfo:

Benedict Wells wurde 1984 in München geboren. Nach dem Abitur 2003 zog er nach Berlin. Dort entschied er sich gegen ein Studium und widmete sich dem Schreiben, seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Seine Bücher erschienen bisher in 31 Sprachen, sein vierter Roman "Vom Ende der Einsamkeit" stand über achtzig Wochen auf der Bestsellerliste. Er wurde u.a. mit dem European Union Prize For Literature ausgezeichnet und zum Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels 2016 gewählt. Nach einigen Jahren in Barcelona lebt Wells wieder in Berlin und Bayern.

Meine Meinung:

Titel: Geschichten, die das Leben schreibt...

Benedict Wells ist mein Lieblingsautor schlechthin, hat er mich vor allem mit "Vom Ende der Einsamkeit" verzaubern können, welches seit seinem Erscheinen mein absolutes Lieblingsbuch ist. Da verwundert es dann kaum, dass ich auch sein neustes Werk am Erscheinungstag haben musste.

Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich mal nicht wie sonst um einen Roman, sondern um einen Kurzgeschichtenband, der zehn Geschichten parat hält, unter anderem zwei, die zum Kosmos von "Vom Ende der Einsamkeit" gehören.

So unterschiedlich die Geschichten auch sind, wirken sie dennoch immer stets mitten aus dem Leben gegriffen und jede ist für sich etwas ganz Besonderes und wirkte bei mir noch lange nach.

Als Protagonisten treten Männer und Frauen, eine Muse oder aber eine Fliege in Erscheinung und stets immer so gut gezeichnet, dass man sich als Leser damit identifizieren kann und nah an den Figuren ist.

Mir haben alle Geschichten sehr gut gefallen und dennoch war mir wohl "Die Fliege" die liebste, weil sie mich an mein eigenes Leben erinnert hat. Ich denke jedem Leser wird es so ergehen, dass eine Figur ihn an sich selbst erinnert.

Auch sprachlich weiß Benedict Wells wieder vollends zu überzeugen. Für mich sind die Worte, die er verwendet irgendwie stets Balsam für die Seele und ein wahrer Lesegenuss.

Einziges Manko: Die Texte sind recht groß gedruckt, so dass ich das Buch innerhalb eines Tages ausgelesen hatte, was aber vielleicht auch für die Geschichten und den Autor spricht, denn ich konnte mit dem Lesen einfach nicht mehr aufhören und war traurig als ich am Ende des Buches angelangt war.

Fazit: Eine tolle Sammlung an Kurzgeschichten, die ich nur zu gern weiterempfehle. Ganz klare Lese- und Kaufempfehlung. Spitzenklasse!

Bewertung: 5/ 5 Sternen

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Freitag, 31. August 2018

Mein erstes Mal mit der Lesejury...

Hallo ihr Lieben,

heute mal etwas zu einer "alten Neuentdeckung" von mir. Ich bin ehrlich gesagt schon ewig bei der Lesejury angemeldet, habe aber diese Plattform irgendwie nie genutzt. Warum weiß ich ehrlich gesagt nicht.

Vor wenigen Wochen bin ich dann durch Werbung auf die Lesejury aufmerksam geworden und habe mir die Seite mal intensiv angeschaut.

Das Forum und die Seite im Besonderen kann in jedem Fall mit Konkurrenten wie Lovelybooks oder Wasliestdu (Plattformen, die ich ebenfalls nutze) mithalten. Zudem kann man hier auch sehr einfach Rezensionen posten und das nicht nur für Bücher aus dem Lübbe Verlag, sondern für alle Bücher, egal wo sie erschienen sind.

Um nun noch intensivere Erfahrungen mit der Lesejury sammeln zu können, habe ich mich bei einer Leserunde beworben und darf nun zusammen mit 49 anderen Lesern und dem Autor "NSA" von Andreas Eschbach lesen.



Gestern kam dann bei mir das Päckchen mit dem Leseexemplar und einem Brief dazu an. Richtig gut gefallen hat mir, dass man über den Brief nochmal alles erklärt bekommt wie was abläuft, so dass auch Leute, die noch nie an einer Leserunde teilgenommen haben, wissen wie der Hase läuft.

Anders als bei anderen Leserunden gibt es hier feste Termine wann was gelesen werden muss, was ich persönlich nicht schlimm finde, da sie zur Orientierung sehr gut sind und zusätzlich dafür sorgen, dass auch wirklich alle Auserwählten sich rege beteiligen. Für eine gute Teilnahme sammelt man nämlich Punkte und kann diese dann später in Prämien wie Bücher oder ebooks umwandeln.

Mir ist an einer Leserunde nämlich besonders wichtig der Austausch mit anderen Lesern und der ist nun mal nur gegeben, wenn auch alle mitlesen und nicht nur an einem kostenlosen Buch interessiert sind.

Auf das Buch selbst freue ich mich mega, denn ich sehnte dessen Erscheinen herbei, da das Thema einfach genau meins ist. Nun zähle ich zu den Glücklichen, die es gut einen Monat vor Erscheinen lesen dürfen und ich sage euch: SENSATION und KNALLER.


Ich habe gestern Abend nur mal rein schnuppern wollen und es ist so immens spannend, dass man es einfach nur wegsuchtet. Da bin ich dann mega froh, dass man mit dem Roman 800 prall gefüllte Seiten in den Händen hält.

Am meisten freue ich mich darauf dem Autor Fragen stellen zu dürfen, denn die gibt es bei diesem Buch sicher reichlich. Bereits die ersten Seiten sorgen für mega Gänsehaut und es liest sich alles so real, dass ich es ehrlich gesagt etwas mit der Angst zu tun bekomme.

Ihr dürft in jedem Fall gespannt sein auf meine Rezension zum Buch, die dann sicherlich kurz nach Erscheinen des Buches auf meinem Blog zu finden sein wird.

Solltet ihr die Lesejury noch nicht kennen, dann schaut euch doch einfach mal die Seite etwas näher an. Es lohnt sich, versprochen.

Liebe Grüße

eure Janine alias nicigirl85


Sonntag, 26. August 2018

Rezension Karin Slaughter

"Ein Teil von ihr" von Karin Slaughter


Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (1. August 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3959672144
ISBN-13: 978-3959672146
Originaltitel: Pieces Of Her


Inhaltsangabe:

Wieder und wieder sieht Andrea Oliver das Gesicht ihrer Mutter Laura vor sich: gelöst, gutmütig, beherrscht – während sie einem Menschen das Leben nimmt. Nur knapp konnten sie beide einer grauenvollen Schießerei entkommen. Andrea will Antworten, doch stattdessen zwingt ihre Mutter sie in eine riskante Flucht. Weil sie verfolgt wird. Weil sie ein dunkles Geheimnis hat. Andrea folgt dem Befehl ihrer Mutter. Doch je weiter sich ihr die wahre Identität dieser Frau enthüllt, desto mehr entpuppt sich ihr Leben als eine Lüge. Wer ist ihre Mutter wirklich?

Autoreninfo:

Sie scheint Spitzenplätze in den Bestsellerlisten abonniert zu haben – mit bereits 70 Millionen verkauften Büchern in 30 Sprachen. Wie schafft Karin Slaughter (geboren 1971) diesen Erfolg? Sie schreibt Thriller, die von Anfang an nervenaufreibend spannend sind, voller Überraschungen und trotzdem überzeugend. Sie lässt dabei kein Tabuthema aus und lotet gesellschaftliche, charakterliche und psychische Abgründe aus. 

Meine Meinung:

Titel: Wer ist die eigene Mutter wirklich?

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen, war aber besonders auf dieses gespannt wegen der speziellen Mutter- Tochter- Beziehung.

In der Geschichte geht es um Andrea und ihre Mutter Laura. Die letzten 30 Jahre haben sie ein tolles Leben geführt, doch dann geraten sie in eine Schießerei in einem Diner. Nur knapp entkommen sie dem Tod, weil Laura agiert wie jemand, der scheinbar eine Nahkampfausbildung hat. Wieso hat sich Laura nur so komisch verhalten? Warum kennt sie sich mit Verteidigung aus? Und plötzlich befindet sich Andrea auf der Flucht und ihr Leben ist nicht mehr das, was es einmal war...

Bereits auf den ersten Seiten spürt man die geballte Ladung Spannung und Nervenkitzel, die während der kompletten Lektüre vorhanden sind.

Die Handlung spielt zum einen in der Gegenwart, zum anderen im Jahr 1986 und ein beobachtender Erzähler führt uns durch die Geschehnisse. Zunächst erschließt sich einem als Leser nicht welche Verbindung die beiden Erzählstränge miteinander haben. Dies kristallisiert sich erst nach und nach heraus, was Frau Slaughter sehr gut umgesetzt hat.

Je näher man der Auflösung aller Mysterien kommt, desto atemloser liest man und man kann dann einfach nicht mehr aufhören.

Ich finde, dass die Einblicke in das Leben einer reichen Familie sehr realistisch waren, denn alles Geld sorgt nicht dafür, dasss man weniger Probleme als andere Familien hat.

Andrea als Figur ging mir anfänglich ziemlich auf die Nerven, aber mit der Zeit entwickelt sie sich und man mag sie immer lieber.

Mit Laura konnte ich mich besonders gut identifizieren, steckte ich jahrelang in einer ähnlich vergifteten Beziehung, wie sie es tat. Alles darüber las sich schlüssig und nachvollziehbar.

Mir hat zudem gut gefallen, dass man als Leser immer wieder miträtselt wie die beiden Fälle zusammengehören könnten und man am Schluss auch selbst auf die Auflösung kommt.

Fazit: Wer Spannung und Action mag, der wird diesen Thriller lieben. Ich habe ihn gern gelesen und spreche eine Leseempfehlung aus. Atemraubend!

Bewertung: 5/ 5 Sternen

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Samstag, 25. August 2018

Rezension Alex Capus

"Königskinder" von Alex Capus


Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG (20. August 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3446260099
ISBN-13: 978-3446260092


Inhaltsangabe:

Als Max und Tina in ihrem Auto eingeschneit auf einem Alpenpass ausharren müssen, erzählt Max eine Geschichte, die genau dort in den Bergen, zur Zeit der Französischen Revolution, ihren Anfang nimmt. Jakob ist ein Knecht aus dem Greyerzerland. Als er sich in Marie, die Tochter eines reichen Bauern, verliebt, ist dieser entsetzt. Er schickt den Jungen erst in den Kriegsdienst, später als Hirte an den Hof Ludwigs XVI. Dort ist man so gerührt von Jakobs Unglück, dass man auch Marie nach Versailles holen lässt. Meisterhaft verwebt Alex Capus das Abenteuer des armen Kuhhirten und der reichen Bauerntochter mit Max' und Tinas Nacht in den Bergen.

Autoreninfo:

Alex Capus, geboren 1961 in der Normandie, lebt heute in Olten. Er studierte Geschichte, Philosophie und Ethnologie in Basel und arbeitete einige Jahre als Journalist bei mehreren Schweizer Tageszeitungen. 1994 veröffentlichte er seinen ersten Erzählungsband "Diese verfluchte Schwerkraft", dem seitdem vierzehn weitere Bücher mit Kurzgeschichten, Romanen und Reportagen folgten. 

Meine Meinung:

Titel: Manchmal lässt das Glück etwas länger auf sich warten...

Seit "Leon und Louise" hat mich der Autor mit seiner Schreibe verzaubert und so begann ich gespannt mit der Lektüre.

In der Geschichte gibt es zwei Handlungsstränge. Zum einen erleben wir Tina und Max in der Gegenwart, die in einem Schneesturm mit dem Auto stecken bleiben, zum anderen begleiten wir Kuhhirte Jakob und sein Schicksal zur Zeit der französischen Revolution.

Ein beobachtender Erzähler führt uns durch beide Handlungsstränge, nur dass bei der Geschichte um Jakob unser Protagonist Max der Erzähler ist.

Die Geschichten laufen paralell nebeneinander her, was für reichlich Spannung und Abwechslung sorgt, da es schon etwas Besonderes ist sich mal zum Ende des 18. Jahrhundert und mal in der Gegenwart mittels dieser Lektüre aufzuhalten und die Unterbrechungen immer an den spannendsten Stellen stattfinden.

An Max und Tina fand ich so klasse, dass man genau spürt wie sehr sie sich lieben auch wenn sie sich recht ordentlich streiten. Über ihre Kommunikation musste ich doch immer wieder schmunzeln, da es typisch für Ehepaare ist.

Die Handlung um Kuhhirte Jakob nimmt deutlich mehr Raum ein im Buch und liest sich beinahe wie ein Märchen aus der Sammlung der Gebrüder Grimm. Ich mochte Jakob und seine eigenwillige Art sehr gern.

Die zart eingeflochtene Liebesgeschichte berührt und bewegt. Sie kommt komplett ohne Kitsch aus und liest sich wie dem echten Leben entsprungen. Man muss auch mal leiden können, um am Ende glücklich zu werden.

Völlig begeistert war ich von der Schilderung zum damaligen Vulkanausbruch auf Island und die Folgen, was ja wie vieles andere auch im Buch der Realität entnommen wurde und geschichtlich belegt ist.

Fazit: Zauberhafte Lektüre, die berührt, bewegt und zum lächeln anregt. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Gelungen!

Bewertung: 5/ 5 Sternen

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