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Samstag, 25. Januar 2020

[Filmkritik:] Toy Story 3

"Toy Story 3"


Komponist: Randy Newman
Künstler: Lee Unkrich, John Lasseter, Michael Arndt, Tom Hanks, Michael Bully Herbig, Darla K. Anderson, Tim Allen, Christian Tramitz, Joan Cusack, Rick Kavanian, Ned Beatty, Don Rickles, Michael Keaton, Wallace Shawn, John Ratzenberger, Estelle Harris, John Morris, Jodi Benson, Emily Hahn, Laurie Metcalf, Blake Clark, Teddy Newton, Bud Luckey, Beatrice Miller
Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Türkisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Studio: Walt Disney
Erscheinungstermin: 8. Februar 2018
Produktionsjahr: 2010
Spieldauer: 99 Minuten
ASIN: B077ZG44KL


Inhaltsangabe:

Die Zeit des Abschieds ist gekommen: Andy ist den Kinderschuhen entwachsen und macht sich bereit, aufs College zu gehen. Für sein stets getreues Spielzeug hat er keine Verwendung mehr. Andys Mutter spendet die Spielsachen einer Kindertagesstätte. Doch dieses angebliche Paradies entpuppt sich nach zuerst freundlicher Aufnahme durch die alteingesessenen Spielzeuge bald zum Gefängnis für die Freunde. Ein ausgeklügelter Ausbruchsplan wird ausgearbeitet.

Meine Meinung:

Titel: Kindheitserinnerungen werden wach... 

Der erste Toy Story Streifen kam raus als ich gerade einmal 10 Jahre alt war. Nun bin ich einige Jahre nicht damit in Berührung gekommen, aber als ich im Flieger die Gelegenheit bekam, einen weiteren Teil davon zu schauen, war meine Neugier geweckt.

Andy verlässt sein Zuhause, weil er aufs College gehen wird und ist seinem Spielzeug aus Kindertagen längst entwachsen. Seine Mutter bittet ihn einiges auszusortieren, was ihm gar nicht so leicht fällt, da der ideelle Wert überwiegt. Durch einen dummen Zufall landet der Beutel für den Dachboden eben nicht dort, sondern wird gespendet. Was die Spielzeuge da ereilt ist alles andere als eine Freude. Werden sie sich befreien können?

Zunächst einmal fand ich es total witzig, dass mir die Namen von Woody, Buzz Lightyear und Co direkt wieder eingefallen sind, obwohl es bestimmt schon 20 Jahre her ist, dass ich zuletzt Toy Story geschaut habe. Da kann man mal sehen wie prägend so ein Kinderfilm ist.

Mir hat hier wieder die Idee gefallen, dass Spielzeuge auch eine Seele und ein Leben haben und nicht einfach nur Gegenstände sind. Sie wollen auch geliebt werden, genauso wie jedes Kind, das mit ihnen spielt.

Die Kindertagestätte war in meinen Augen sehr authentisch dargestellt. Hier konnte man nochmal sehr schön sehen was Kindergärtnerinnen und Erzieher jeden Tag leisten müssen. Auch gut spürbar, dass Kinder mit ihren eigenen Sachen besser umgehen als mit denen aus dem Kindergarten.

Die Flucht der Spielzeuge aus diesem grausigen Gefängnis war sehr unterhaltsam und lustig zugleich. Mir war gar nicht mehr bewusst wie sehr ich die Welt der Spielzeuge mochte, haben in den 90ern doch alle Disneyfilme die Filmwelt sehr überstrahlt und waren stets omnipräsent.

Fazit: Gute Unterhaltung für groß und klein. Das kann man echt mal wieder gucken. 

Bewertung: 4/ 5 Sternen

Dienstag, 21. Januar 2020

Rezension Ian McEwan

"Die Kakerlake" von Ian McEwan


Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (27. November 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3257071329
ISBN-13: 978-3257071320


Inhaltsangabe:

Jim Sams hat eine Verwandlung durchgemacht. In seinem früheren Leben wurde er entweder ignoriert oder gehasst, doch jetzt ist er auf einmal der mächtigste Mann Großbritanniens – und seine Mission ist es, den Willen des Volkes in die Tat umzusetzen. Er ist wild entschlossen, sich von nichts und niemandem aufhalten zu lassen: weder von der Opposition noch von den Abweichlern in seiner eigenen Partei. Und noch nicht mal von den Regeln der parlamentarischen Demokratie. Ian McEwan verneigt sich vor Kafka, um eine Welt zu beschreiben, die Kopf steht.

Autoreninfo:

Ian McEwan, geboren 1948 in Aldershot, wurde als Literaturstudent von Angus Wilson und Malcolm Bradbury gefördert, von Philip Roth für ein Schriftsteller-Stipendium nominiert und für den ersten Erzählungsband mit dem Somerset-Maugham-Preis ausgezeichnet. Der Autor lebt und arbeitet in London. 

Meine Meinung:

Titel: Ist das britischer Humor?

Der Autor hatte mich mit "Kindeswohl" und "Abbitte" geflasht, weshalb ich gern wieder etwas von ihm lesen wollte. Und da die Inhaltsangabe mich an Kafkas "Die Verwandlung" erinnerte, war meine Neugier direkt groß.

In der Geschichte geht es um Jim Sams, der plötzlich vom ehemaligen Ungeziefer zum wichtigsten Mann von Großbritannien wird. Wie wird sich sein Leben verändern? Und kann das gut gehen, wenn eine ehemalige Kakerlake an der Macht ist?

Interessant fand ich noch zu lesen wie Jim seine Verwandlung wahrnimmt und was sich für ihn ändert. Da musste ich auch immer mal kurz schmunzeln.

Die Aktionen im Parlament und die Erklärungen zu politischen Themen haben mich leider so gar nicht angesprochen und eher gelangweilt, leider.

Die Anspielungen auf andere Politiker, die sehr viel Ähnlichkeit zu real existierenden Persönlichkeiten haben, waren eine nette Idee, aber von der Umsetzung her leider recht schwach, dass mir das nicht wirklich ein Lächeln entlocken konnte.

Ich kann mir gut vorstellen was der Autor dem Leser damit vermitteln wollte, aber die Thematik des Brexit ist mittlerweile so durchgekaut wie ein alter Kaugummi, dass ich diesen Roman leider nicht gern gelesen habe.

Fazit: Ich hatte mir mehr Satire erwartet und der Autor kann eindeutig besser schreiben als er hier gezeigt hat, weshalb ich keine Leseempfehlung aussprechen möchte.

Bewertung: 2/ 5 Sternen

Sonntag, 19. Januar 2020

[Filmkritik:] Angel Has Fallen

"Angel Has Fallen"



Darsteller: Gerard Butler, Nick Nolte, Jada Pinkett Smith, Holt McCallany, Morgan Freeman
Regisseur(e): Ric Roman Waugh
Format: Dolby, PAL, Breitbild
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Universum Film GmbH
Erscheinungstermin: 3. Januar 2020
Produktionsjahr: 2019
Spieldauer: 116 Minuten


Inhaltsangabe:

Seine dritte Mission soll seine härteste werden! Nach dem letzten spektakulären Einsatz im Kinohit "London Has Fallen" gerät Gerard Butler in ANGEL HAS FALLEN nun selbst ins Kreuzfeuer. Immer an vorderster Front, um sein Leben für den Präsidenten zu geben: Mike Banning (Gerard Butler) ist der loyalste Mann des Secret Service. Zweimal in seiner langen Karriere hat er bereits den US-Präsidenten gerettet – Zeit, einen Gang runter zu schalten und über eine Versetzung in den Innendienst nachzudenken. Doch alles ändert sich nach einem vermeintlichen Routineeinsatz: Bei einem großangelegten Anschlag auf Präsident Trumbull (Morgan Freeman) stirbt fast das gesamte Secret Service-Team – nur Mike Banning überlebt und ist plötzlich der Hauptverdächtige. Während der Präsident schwer verletzt im Koma liegt, wird Banning von seinen Kollegen und dem FBI quer durchs Land gejagt und muss beweisen, wer die wahren Drahtzieher sind. Ein gnadenlos rasantes Katz-und-Maus-Spiel beginnt…

Meine Meinung:

Titel: Einer gegen alle...

Ich muss gestehen, dass ich noch keinen Teil der Reihe kenne. Dennoch hatte ich wenig Schwierigkeiten mich einzufinden in die Handlung.

Mike Banning geht es gesundheitlich nicht sonderlich gut, weshalb er beruflich kürzer treten will. Doch dann gerät der Präsident in Gefahr und Mike soll diesen beschützen. Eigentlich ist das für Banning wie immer nur Routine, doch der Terroranschlag auf den Präsidenten ist so perfide, dass er bald selbst im Kreuzfeuer steht. Kann er dennoch den Präsidenten beschützen und sich gleichzeitig auch selbst retten?

Ich bin es nicht sonderlich gewohnt Actionfilme zu schauen, da mein bevorzugtes Genre eigentlich Literaturverfilmungen sind. Aber auf einem Langstreckenflug muss man sehen was man kriegen kann und wenn die erste Müdigkeit einsetzt, dann kann auch mal ein Spannungsfilm gut sein.

Ich würde diesen Film  als typischen Streifen für die Männerwelt beschreiben, denn es wird reichlich geschossen mit allem was man sich so vorstellen kann. Auch Bomben und Co fallen zahlreich.

Im Film wird der Mythos des Helden noch groß geschrieben, denn Banning versucht wirklich alles um den Präsidenten vor Unheil zu beschützen und wenn er selbst dabei drauf gehen muss. Sein Job hat oberste Priorität, da hilft es auch wenig wenn die eigene Familie daheim bald vor Kummer vergeht.

Ich fand es aber irgendwie gut, dass seine kleine Familie und auch sein Vater in der Handlung eine Rolle spielen, denn einen Einzelgänger hätte ich jetzt nicht wirklich sympathisch gefunden.

Fazit: Solider Actionstreifen, der Männerherzen höher schlagen lässt. Für mich war er interessant, aber ein zweites Mal würde ich ihn wohl eher nicht schauen, weil es einfach nicht mein Genre ist.

Bewertung: 3/ 5 Sternen

Samstag, 18. Januar 2020

Rezension Fernanda Brandao

"Kaxinawa - Meine Reise zurück zu mir" von Fernanda Brandao


Broschiert: 208 Seiten
Verlag: Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH; Auflage: 1. (1. Oktober 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841906710
ISBN-13: 978-3841906717


Inhaltsangabe:

Als ihr Großvater in ihren Armen stirbt, beginnt die deutsch-brasilianische TV-Moderatorin und Fitness-Ikone Fernanda Brandao, ihr Leben von Grund auf zu überdenken. Sie beschließt, sich auf die Suche nach ihren kulturellen Wurzeln zu begeben. Sie will verstehen, woher sie kommt – und damit auch eine Ahnung davon bekommen, wohin ihr Weg sie führen könnte. Nachdem sie ihren Werdegang bis jetzt immer rational geplant hat, möchte sie nun mehr über ihre Seele erfahren und dieser endlich eine eigene Stimme geben. In ihrem Buch nimmt Fernanda Brandao uns mit auf ihren Weg zu sich selbst. Alles beginnt mit einer Reise nach Brasilien zu einem indigenen Volk, das ohne Strom und fließendes Wasser im Amazonas-Regenwald lebt. Dort erlebt Fernanda Menschen, Rituale und Zeremonien, die sie nachhaltig verändern und ihr einen neuen Blick auf das Leben geben. Dabei bleibt die junge Frau, die als Einwandererkind in Deutschland eine Bilderbuchkarriere hinlegte, stets mit beiden Beinen auf dem Boden: positiv, tatkräftig und lebenshungrig.

Autoreninfo:

Fernanda Brandao, geboren 1983 in Belo Horizonte, Brasilien, ist nicht nur Sport- und Gesundheitsexpertin und Sängerin, sondern auch eine leidenschaftlich sozial egagierte Person, die sich für die Themen Nachhaltigkeit, Bewusstsein und Bildung einsetzt. Neben ihrer Tätigkeit als Moderatorin, setzt sie sich mit dem Projekt "Children of the Forgotten" für nachhaltige Infrastruktur und Bildung im Amazonasgebiet ein. 

Meine Meinung:

Titel: Da geht es in den Urwald...

Das außergewöhnliche Cover hat mich neugierig auf das Buch gemacht und ich war sehr interessiert daran, etwas über Fernanda zu erfahren, da ich eigentlich nichts über sie wusste, außer dass sie Teil der Band Hot Banditoz war.

Im Buch geht es sowohl um das Leben der Autorin, als auch ihr Engagement für den Regenwald und die Indianer, die dort leben. Als typische Biografie, wie ich es erwartet hatte, kann man das Buch nicht bezeichnen.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich den ersten Teil des Buches richtig spannend fand. Ich wusste wie gesagt nicht viel über Fernanda, aber sie spricht sehr offen über ihre Erlebnisse. Nie im Leben hatte ich erwartet, dass sie einen recht schweren Start hatte. Klasse fand ich auch, dass sie bereits als Teenager schon super fleißig war. Über ihre Fitnesssachen wusste ich bis dato noch gar nichts. Hier werde ich wohl noch intensiver zu recherchieren.

Der Part über die Sinneserweiterungen bei einem Schamanen fand ich persönlich etwas verstörend, aber jeder wie er mag. Es las sich interessant, ist aber in meinen Augen definitiv nichts zum nachmachen.

Der Teil über das Engagement im Regenwald hat mir ebenfalls ganz gut gefallen, weil man sich im Westen wirklich so gar keine Gedanken macht wie die Menschen im Regenwald leben und was für Entbehrungen sie aushalten müssen.

Die große Schwäche des Buches ist leider, dass es keinen richtigen roten Faden hat, so dass sich vieles wiederholt, teils sogar sehr ausführlich wiederholt und anderes angesprochen wird wie z.B. Personen und Namen, aber erst zahllose Seiten später genauer erläutert werden. Dadurch war das Lesen anstrengend und recht holprig.

Fazit: Gern spreche ich eine Empfehlung aus für all jene, die Sachbücher und Biografien mögen und sich für besondere Persönlichkeiten interessieren. Ansonsten ist hier noch Luft nach oben, da mehr Struktur sehr hilfreich wäre.

Bewertung: 3/ 5 Sternen

Freitag, 17. Januar 2020

[Filmkritik:] Booksmart

"Booksmart"


Darsteller: Beanie Feldstein, Kaitlyn Dever, Billie Lourd, Jessica Williams
Regisseur(e): Olivia Wilde
Format: Breitbild
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DD Stereo), Englisch (Dolby Digital 5.1), Englisch (DD Stereo)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Weltkino (Vertrieb Universum Film)
Erscheinungstermin: 15. Mai 2020
Produktionsjahr: 2019
Spieldauer: 98 Minuten
ASIN: B07ZLHXWT8


Inhaltsangabe:

Molly und Amy haben in der Highschool alles richtig gemacht. Mit Bestnoten blicken sie nun wohlverdient einer glänzenden Zukunft an Elite-Unis entgegen und herab auf die Loser ihrer Klasse. Doch am letzten Schultag stellt Molly voller Entsetzen fest, dass es auch ihre Mitschüler an die besten Unis geschafft haben – obwohl diese offenbar nur Party im Kopf hatten. Fest entschlossen, sich nichts entgehen zu lassen, überredet sie Amy den Spaß der letzten Jahre in den noch verbleibenden Stunden auf der Highschool nachzuholen. Eine epische Nacht des schlechten Benehmens steht ihnen bevor, an deren Ende eine Lektion steht, die man nicht aus Büchern lernen kann.

Meine Meinung:

Titel: Typischer Highschoolfilm mit wenig Neuem 

Früher habe ich unglaublich gern Highschool- und College- Filme geschaut und dieser hier stand im Flugzeug im englischen Original zur Auswahl. Da Lachen auf einem Langstreckenflug auch mal nicht schlecht ist, ließ ich mich auf den Film ein.

Im Film geht es um die besten Freundinnen Molly und Amy, die ihre ganze Zeit damit verbracht haben in der Schule perfekt zu sein, damit sie später auf ihr Wunsch- College kommen. Ihre Mitschüler haben weniger getan und trotzdem das Gleiche erreicht. Nun haben die Mädchen noch eine Nacht, um all das Verpasste nachzuholen. Was wird ihnen diese Erfahrung bringen?

Gleich vorweg muss ich sagen, dass dieser Film einfach so gar nichts Neues bietet. Ob man ihn nun gesehen hat oder nicht, man vergisst ihn ganz schnell wieder, da er keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Der Film ist schrill, übertrieben laut und schrammt sehr gut an der Realität vorbei. Klar treffen unsere Heldinnen auf einen Serienmörder und landen später im Gefängnis. Das macht sich bestimmt prima im Lebenslauf.

Gut gefallen hat mir eigentlich nur die Wahl der Schauspieler. Beide Hauptcharaktere sind keine Highschoolschönheiten, sondern Mädels wie du und ich, so dass man sich mit ihnen identifizieren kann. Zudem kommt reichlich Diversity vor, denn es gibt Schüler jedweder Hautfarbe und auch Homosexualität spielt eine Rolle. Das war es dann aber auch schon an Positivem.

Fazit: Es gibt deutlich bessere Filme dieser Art mit mehr Charme. Ich kann keine Empfehlung aussprechen und rate wirklich davon ab.

Bewertung: gut gemeinte 2/ 5 Sternen

Rezension Rita Falk

"Guglhupfgeschwader" von Rita Falk


Broschiert: 320 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft; Auflage: 01 (12. August 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423262311
ISBN-13: 978-3423262316


Inhaltsangabe:

"Du, Franz, ich brauch dringend deine Hilfe", flüstert der Lotto- Otto dem Eberhofer ins Ohr und versaut ihm den Samstagabend mit der Susi. Dabei könnte er sich so schön feiern lassen, hat man doch in Niederkaltenkirchen beschlossen, dem erfolgreichen Dorfgendarm zu Ehren den Kreisverkehr auf den Namen "Franz-Eberhofer- Kreisel" zu taufen! Stattdessen muss er sich nun darum kümmern, dass den brutalen Verfolgern vom Lotto-Otto rasch das Handwerk gelegt wird. Bevor er die Ermittlungen aufnehmen kann, geht allerdings der gesamte Lotto-Laden in die Luft – und der Eberhofer hat es jetzt auch noch mit einem Mord zu tun.

Autoreninfo:

Rita Falk, Jahrgang 1964, hat sich mit ihrer Provinzkrimiserie um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer (Winterkartoffelknödel, Dampfnudelblues und Schweinskopf al dente) in die Herzen ihrer Leser geschrieben. Von sich selber sagt die Autorin, dass sie die schönste Zeit ihres Lebens in Oberbayern verbracht hat. Dort hat sie ihre Kindheit verbracht, wuchs bei der Oma auf. Dem ihr so vertrauten Landstrich ist Rita Falk auch als Erwachsene treu geblieben. Sie lebt heute in München. Rita Falk ist mit einem Polizisten verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Meine Meinung:

Titel: Jubiläum für den Eberhofer... 

Da ich schon einige Eberhofer Bände, wenn auch nicht alle, gelesen habe, wollte ich unbedingt den Neusten lesen, zumal dieser bereits der 10. Band ist.

In der Geschichte geht es dieses Mal um den Lotto Otto, der verfolgt wird und deswegen Franz seine Hilfe benötigt, obwohl dieser lieber mit seiner Susi schmusen will. Als der Lottoladen dann auch noch in die Luft geht, muss Franz nun aber wirklich in die Puschen kommen. Wird er den Fall lösen und dennoch sein Jubiläum genießen können?

Gleich vorweg möchte ich betonen, dass ich die Eberhofer Fälle gern gelesen habe, aber hier hatte ich teils das Gefühl, dass die Luft einfach raus ist, da die Handlung des Öfteren nur so vor sich hin plätschert und im Fall nichts wirklich passiert, was vielleicht daran lag, dass der Fokus mehr auf dem Zwischenmenschlichen lag als auf dem Fall an sich.

Positiv anmerken möchte ich, dass die Grundidee sehr stimmig ist, gerade was Spielschulden und entsprechende Verfolger betrifft, denn so etwas gibt es ja wirklich. Wäre das Buch wie die letzten fünfzig Seiten gewesen, dann hätte ich es als Knaller empfunden.

Ich mochte nicht, dass sich Franz immer wieder um seine Vaterpflichten drückt. Klar ist es in vielen Teilen Deutschlands noch üblich, dass die Frau den Bärenanteil übernimmt, aber mit Susi hatte ich sehr oft Mitleid, die von ihrem Franz einfach mal im Regen stehen gelassen wird mit dem Kind. Schließlich haben sich beide dafür entschieden und dann müssen sich auch beide kümmern. Zum Schluss bekommt er ja noch die Kurve, aber mir hat das persönlich zu lange gedauert.

Der Zwist zwischen Rudi und Franz hat mich leider sehr genervt. Rudi tut so viel für seinen Freund und hat nun wirklich auch mal Anerkennung verdient. Gut fand ich hier wirklich, dass Rudi Theresa als Ausgleich bekommt und diese dafür sorgt, dass Franz mal die Augen geöffnet werden.

Der neue Hund an Franz Seite war süß beschrieben, hätte gern aber noch öfter auftauchen dürfen.

Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich noch einen weiteren Band lesen wollen würde, da für meinen Geschmack so ein wenig die Luft raus ist. Klar mag ich die Figuren wie Oma, Sushi und Co, aber etwas mehr Spannung sollte schon im Fokus stehen.

Fazit: Leider nicht so gut wie die ersten Bände, weshalb ich nur bedingt eine Leseempfehlung ausprechen kann. Das kann Frau Falk besser.

Bewertung: 3/ 5 Sternen

Donnerstag, 16. Januar 2020

Rezension Arno Strobel

"Offline" von Arno Strobel


Broschiert: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 10. (25. September 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596703948
ISBN-13: 978-3596703944


Inhaltsangabe:

Fünf Tage ohne Handy. Ohne Internet. Offline. Der neue Psycho-Thriller von Bestseller-Autor Arno Strobel Fünf Tage ohne Internet. Raus aus dem digitalen Stress, einfach nicht erreichbar sein. Digital Detox. So das Vorhaben einer Gruppe junger Leute, die dazu in ein ehemaliges Bergsteigerhotel auf den Watzmann in 2000 Metern Höhe reist. Aber am zweiten Tag verschwindet einer von ihnen und wird kurz darauf schwer misshandelt gefunden. Jetzt beginnt für alle ein Horrortrip ohne Ausweg. Denn sie sind offline, und niemand wird kommen, um ihnen zu helfen ...

Autoreninfo:

Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt. Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller. Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier. 

Meine Meinung: 

Titel: Wenn deine Auszeit zum Horrortrip wird...

Das Cover, welches aussieht wie ein Tablet, hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Da ich im Urlaub ohne Internet und andere digitale Kommunikation unterwegs war, erschien mir dies als passende Lektüre.

In der Geschichte will eine Gruppe von Leuten fünf Tage auf ihr Handy verzichten und sehen was das mit ihnen macht. Womit sie nicht gerechnet haben: heftige Schneefälle und einem Mörder unter ihnen. Wem kann man noch trauen? Und vor allem: wer wird überleben?

Gemächlich führt ein beobachtender Erzähler uns zunächst einmal in die Handlung ein. Wir lernen die Figuren kennen und merken schnell, dass davon jeder sein Päckchen und sein Geheimnis zu tragen hat.

Das Hotel, in dem die Handlung spielt, gefiel mir als Setting wirklich sehr gut. Zum einen ist es groß genug und zum anderen bietet es aufgrund der Renovierungsarbeiten reichlich Verstecke und Möglichkeiten der Tarnung. Das hat der Autor wirklich sehr geschickt gemacht.

Zu den Figuren selbst kann ich nur sagen, dass mir nicht eine wirklich sympathisch war. Alle sind so voller Vorurteile und Klischees, das ging für mich gar nicht. Andererseits bilden sie sehr schön die heutige Gesellschaft ab. Besonders heftig fand ich, dass einige immer sofort einen Schuldigen parat haben, nur um nicht selbst dran zu sein. Das war schon sehr beängstigend. Müsste ich mir jedoch eine Figur wählen, dann würde ich mich wohl für Jenny König entscheiden, die zumindest hilfsbereit ist und versucht einen klaren Kopf zu behalten.

Die beschriebenen Taten waren schon sehr hart und haben mich ein ums andere Mal schlucken lassen. Und selbstverständlich hatte ich Gänsehaut.

Die Spannung war eigentlich konstant vorhanden und aufgrund der kurzen, knackigen Kapitel und der schnellen Szenenwechsel liest sich der Thriler sehr flott.

Die Auflösung erschien mir persönlich etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen, aber dennoch schlüssig. Mir persönlich ist es lieber, wenn man als Leser selbst auf die Lösung kommen kann, was hier in meinen Augen nicht der Fall war.

Fazit: Solider Thriller mit etwas schwachem Ende. Trotzdem gibt es von mir eine Empfehlung, da ausreichend Nervenkitzel vorhanden war. Zudem sehr leicht und ohne Anstrengung zu lesen.

Bewertung: 4/ 5 Sternen