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Mittwoch, 27. Mai 2020

Rezension Corina Bomann

"Die Farben der Schönheit - Sophias Hoffnung" von Corina Bomann


Broschiert: 544 Seiten
Verlag: Ullstein Paperback; Auflage: 1. (28. Februar 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3864931169
ISBN-13: 978-3864931161


Inhaltsangabe:

Berlin, 1926. Aufgewühlt verlässt Sophia ihr Elternhaus. Ihr Vater will sie nie wiedersehen, ihre Mutter ist in Tränen aufgelöst. Erst als sie vor ihrem Geliebten steht, begreift Sophia, dass sie das gemeinsame Kind alleine aufziehen muss. Noch dazu als Unverheiratete. Verzweifelt reist sie zu einer Freundin nach Paris, wo sich ihr eine unerhörte Möglichkeit bietet. Die große Helena Rubinstein ist von Sophias Ausstrahlung und von einer ihrer selbstgemachten Cremes begeistert. Und sie bietet ihr an, in ihrem Schönheits-Imperium zu arbeiten. Sophia reist nach New York, voller Hoffnung auf ein neues Glück.

Autoreninfo:

Corina Bomann wurde 1974 im mecklenburgischen Parchim geboren. Seit ihrem Erfolgsroman „Die Schmetterlingsinsel“ (2012) mischt sie in der deutschen Unterhaltungsliteratur ganz weit vorne mit. Die stimmungsvolle Saga um eine junge Frau auf der Suche nach ihren familiären Wurzeln entführt ihre Leser in eine mystisch-exotische Welt. Auch in den Bestsellern „Sturmherz“ (2017) oder „Das Mohnblütenjahr“ (2016) geht es um schwierige familiäre Bande, alte Bürden und so grundlegende Themen wie Liebe, Schuld und Vergebung. 2018 erschien die Trilogie „Die Frauen vom Löwenhof“. Die Saga wurde schnell zum Nr. 1 - Bestseller. Heute lebt Corina Bomann in Berlin und arbeitet dort an neuem Lesestoff für ihre Fans. Mit "Sophias Hoffnung" beginnt ihre neue Bestseller-Serie "Die Farben der Schönheit". 

Meine Meinung:

Titel: Wenn das Schicksal hart durchgreift... 

Ich habe schon einige Romane der Autorin gelesen, weshalb ich bei Neuerscheinungen von ihr immer direkt zugreife. Und ich habe es wieder einmal nicht bereut.

In der Geschichte geht es um Sophia, die sich leider in den falschen Mann verliebt. Als sie schwanger wird, verliert sie alles. Gemeinsam mit ihrer Freundin Henny macht sie sich auf nach Paris, um dort ihr Glück zu finden. Wird sie dem Schicksal die Stirn bieten können?

Überrascht hat mich bei diesem Roman, dass es bereits zu Beginn schlimm wird, was ich so nicht erwartet hatte und sich dennoch interessant las. Normalerweise schweben die Figuren immer im Glück, bevor sie tief fallen und hier erlebt der Leser direkt letzteres.

Sophia ist zu Beginn noch recht naiv, aber mit dem Schicksalsschlag wuchs sie in meinen Augen über sie hinaus. Mir fiel es leicht mich in sie einzufühlen. Klasse fand ich zudem ihre Begeisterung für Chemie und dass sie trotz allem versucht ihren Weg zu gehen.

Noch viel lieber mochte ich jedoch ihre beste Freundin Henny. Richtig toll wie dieses Mädel ihr Leben genießt und sich aber gleichzeitig so intensiv um Sophia kümmert, denn viele andere hätten sicher die Belastung gescheut.

Gut fand ich, dass das Thema Kosmetik nicht im Vordergrund stand, sondern nur immer mal wieder eingestreut wird. Das Erwähnen von Persönlichkeiten aus der Branche wie Helena Rubinstein empfand ich als passend.

Etwas schade fand ich, dass man beim Lesen nur bedingt die 20er Jahre spürt. Klar merkt man anhand von Sophias Problemen, dass sie nicht in unserer Gegenwart lebt, aber dieselben Schwierigkeiten hatten Frauen ja auch noch in den 40er oder 50er Jahren.

Der Schreibstil von Frau Bomann ist wie gewohnt flüssig und man merkt gar nicht, dass man über 500 Seiten mal eben wegliest. Es ist angenehm leichte Kost, die wenig Mühe bereitet. Durch die Geschichte konnte ich mich zudem gut wegträumen.

Der Schluss macht Lust auf die Fortsetzung, obwohl ich die so oder so gelesen hätte.

Fazit: Solider Startband der Trilogie mit etwas Luft nach oben. Dennoch spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Bewertung: 4/ 5 Sternen

Sonntag, 24. Mai 2020

Rezension Lina Mallon

"Schnell.liebig" von Lina Mallon


Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Eden Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH; Auflage: 1. (3. April 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3959102534
ISBN-13: 978-3959102537


Inhaltsangabe:

Die "Generation Beziehungsunfähig" hängt heute immer noch auf Tinder fest und verpasst dabei die großen Gefühle. Lina Mallon plädiert in ihrem ersten Buch dafür, sich wieder kopfüber in die Liebe zu stürzen, ohne Netz und doppelten Boden. Sie räumt mit Datingmythen auf, erzählt, wie sich die Suche nach der großen Liebe wirklich anfühlt, teilt Anekdoten von miesen oder guten Dates und schmerzhaften Trennungen. Und sie stellt immer wieder fest: Wir sind wirklich verdammt "schnell-liebig" geworden, geben viel zu schnell auf, wenn uns eine Kleinigkeit nicht passt, und wischen einander vom Bildschirm wegen Oberflächlichkeiten. Wo soll da Liebe entstehen?

Autoreninfo:

Lina Mallon ist freiberufliche Kolumnistin und Fotografin, sie lebt zwischen Hamburg und Kapstadt. 2010 gründete sie den Blog www.linamallon.de, der sich von einem kleinen
Portfolio zu einem der erfolgreichsten Blogs im deutschsprachigen Raum entwickelte und Linas Leidenschaft für authentisches Storytelling und lebendige, erlebte Fotografie unterstreicht. Herzstück des Blogs: die Twentysomething-Kolumne, in der sie seit über 5 Jahren frei, ehrlich und ungeschönt, dabei aber liebesbejahend von ihrem Singleleben schreibt, von Tinderdates, Rotweinmomenten, von gemachten Fehlern und – endlich eigenen, freien Entscheidungen, auch in der Liebe, aber vor allem im Leben. Seit 2017 produziert sie außerdem den gleichnamigen Podcast „Twentysomething“ zur Kolumne, der es unter die Top 10 der deutschsprachigen Themen schaffte und seit Januar 2019 außerdem der offizielle Podcast der GLAMOUR ist. 


Meine  Meinung:

Titel: Liebe aus dem Hochglanzprospekt...

Als Langzeit- Single, deren Freunde nahezu alle in einer Partnerschaft sind, fühle ich mich oft nicht verstanden, da sie ihren Partner bereits vor Tinder und Co gefunden haben. Aus diesem Grund habe ich zu diesem Buch gegriffen und darf endlich feststellen, dass ich nicht alleine mit dem Problem bin.

Im Buch erzählt die Autorin in kleinen Anekdoten was sie im Bezug auf die Liebe und die Suche danach für Erfahrungen gemacht hat. Hier werden sowohl positive als auch negative Erlebnisse beleuchtet, es ist also kein Plädoyer gegen das (Online-) Dating.

Ehrlich gesagt habe ich mich noch nie so verstanden gefühlt wie beim Lesen dieses Buches, denn viele Begebenheiten von Lina habe ich in den letzten vier Jahren als Single auch durchgestanden. Oft hat man das Gefühl, dass es an einem selbst liegen muss, dass man niemanden findet, aber offensichtlich ist das Problem eher gesellschaftlicher Natur.

Besonders schlimm ist eigentlich, dass man als Frau offenbar nur etwas zählt, wenn man in einer Partnerschaft ist, ansonsten scheint mit einem etwas nicht zu stimmen. Während Männer als einsamer Wolf, der sich für nichts entscheiden kann, als anziehend empfunden wird, gilt das für Frauen nicht.

Das Buch hat mir die Augen geöffnet, dass ich mir vielleicht erstmal klar machen muss, was ich eigentlich möchte. Das Dating habe ich vor einem Jahr aufgegeben, was aber nichts besser macht, denn das Ergebnis ist dasselbe: keine Partnerschaft.

Es ist schon irgendwie seltsam, dass man wie in einem Katalog ausgewählt wird und wenn die Kochkünste oder Hobbies nicht zum gegenüber passen, man direkt aussortiert wird, obwohl man sich noch gar nicht richtig kennengelernt hat.

Nach dieser Lektüre werde ich versuchen mich besser zu reflektieren und dem nachzuspüren was ich möchte und nicht was andere über mich denken oder welche Erwartungen sie an mich haben. Und ich werde auf jeden Fall Linas Blog und ihren sonstigen Content verfolgen, da ich davon einen persönlichen Benefit habe.

Fazit: Es fühlt sich an als würde man sich mit einer Freundin austauschen, die genau dieselben Probleme hat wie man selbst. Das weibliche Pendant zu Michael Nast. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Klasse!

Bewertung: 5/ 5 Sternen

Samstag, 23. Mai 2020

Rezension Teresa Simon

"Die Lilienbraut" von Teresa Simon


Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Originalausgabe (11. Mai 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453422449
ISBN-13: 978-3453422445


Inhaltsangabe:

Köln in den Vierzigerjahren. Die junge Nellie Voss hat gerade eine Stelle bei 4711 angetreten. Schnell wird ihr klar, dass sie ein untrügliches Gespür für Düfte hat. Ab und zu vergisst sie darüber sogar, dass ein schrecklicher Krieg tobt. Doch noch mehr beschäftigt sie ihre aussichtslose Liebe zu einem Mann, den sie nicht haben darf ... Köln in der Gegenwart: Nach ihrer schmerzhaften Trennung eröffnet Liv einen kleinen Laden für Seifen und Düfte im Stadtviertel Ehrenfeld. Eines Tages begegnet sie auf der Straße zufällig einer geheimnisvollen weißhaarigen Dame, die bei ihrem Anblick regelrecht erschüttert ist und sie beschimpft. Wer ist sie, und was verbindet sie mit Liv?

Autoreninfo:

Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren. 

Meine Meinung:

Titel: Duft der Liebe...

Die Autorin hat mich schon mit zahlreichen Büchern begeistern können, weshalb ich mittlerweile blind jede Neuerscheinung von ihr erwerbe, so auch diese.

In der Geschichte geht es um Liv, die gerade in Köln einen Neuanfang wagt, nachdem sie eine schmerzhafte Trennung hinter sich hat. Als sie einer weißhaarigen Frau begegnet, die sie mit anderem Namen anspricht, ist sie doch sehr verwundert, schließlich hat sie in Köln keine Verwandten, oder etwa doch?

Der Roman besteht aus zwei Handlungssträngen. In der Gegenwart begleiten wir Liv, in der Vergangenheit wandeln wir im Köln der 40er Jahre zusammen mit Nellie. Gelungen fand ich, dass Nellies Abschnitt aus ihrer Sicht in Form von Tagebucheinträgen aufgezeigt wird, während Livs Leben über einen beobachtenden Erzähler vermittelt wird. So weiß man auch ohne die Zeitangaben am Anfang eines jeden Kapitels bei welcher Figur man ist.

Mir geht es meist so, dass ich die Handlung in der Vergangenheit faszinierender finde, aber hier waren beide Zeiten sehr spannend dargestellt. Die Kriegsgeschehnisse, vor allem die Schilderungen der Bombennächte, habe ich als sehr authentisch empfunden.

Nellie ist als Protagonistin eine starke Frauenfigur, die trotz aller Umstände ihren Weg geht und sich nicht von diesem abbringen lässt. Ich mochte, dass sie an ihre Liebe glaubt, auch wenn diese eigentlich nicht sein darf, aber Gefühle kann man bekanntlich nicht steuern. 

Über Liv bekommt man sehr schön mit, dass die Liebe in der heutigen Zeit auch nicht unbedingt einfach ist. Mir hat gefallen mit wie viel Liebe sie sich um ihren Sohn kümmert und sich trotz Steinen im Weg nicht unterkriegen lässt.

Im ganzen Buch geht es nebenbei immer wieder um Düfte, aus was sie bestehen und wie sie entstehen. Darüber hatte ich mir zuvor keine Gedanken gemacht, weshalb ich durch die Lektüre nicht nur gut unterhalten wurde, sondern auch noch etwas dazu gelernt habe.

Fazit: Ein Roman, der dafür sorgt, dass man mal alles um sich herum vergisst. Er hat sich kurzweilig lesen lassen, weshalb ich gern eine Empfehlung ausspreche.

Bewertung: 4/ 5 Sternen

Samstag, 16. Mai 2020

Rezension Jessie Burton

"Die Geheimnisse meiner Mutter" von Jessie Burton


Gebundene Ausgabe: 585 Seiten
Verlag: Insel Verlag; Auflage: 1 (17. Februar 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3458178422
ISBN-13: 978-3458178422


Inhaltsangabe:

Mit vierzehn bringt Rose ihre Mutter um – allerdings nur in den Geschichten, die sie ihren Mitschülern erzählt. Das ist leichter zu ertragen, als zuzugeben, dass ihre Mutter Elise einfach verschwunden ist, als Rose noch ein Baby war, und dass sie keine Ahnung hat, wohin, und vor allem – warum. Als Rose erwachsen ist, erfährt sie, dass die Schriftstellerin Constance Holden, einst eine gefeierte Bestsellerautorin, die dann aber plötzlich mit dem Schreiben aufgehört hat, damals die Letzte war, zu der Roses Mutter vor ihrem Verschwinden Kontakt hatte. Und mehr als das – Elise und Constance waren ein Liebespaar. Rose nimmt Kontakt zu Constance auf, um endlich zu erfahren, was mit ihrer Mutter geschehen ist …

Autoreninfo:

Jessie Burton, 1982 in London geboren, hat Englisch und Spanisch in Oxford sowie Schauspiel an der Central School of Speech and Drama studiert. Ihr erster Roman "Die Magie der kleinen Dinge" (2014) wurde mehrfach ausgezeichnet, derzeit wird er von BBC One fürs Fernsehen verfilmt. 2016 erschien ihr neuer Roman "Das Geheimnis der Muse". Ihre Bücher wurden in 38 Sprachen übersetzt und sind internationale Bestseller. Jessie Burton lebt in London. 

Meine Meinung: 

Titel: Mama wo bist du?

Ich muss gestehen, dass ich das Cover nicht sehr gelungen finde, weshalb mir dieser tolle Roman fast entgangen wäre. Da mich die Autorin bereits mit "Das Geheimnis der Muse" unheimlich fesseln konnte, wollte ich natürlich gern etwas Neues von ihr lesen und griff zu dem Buch, aber eben nur weil ihr Name darauf stand. Bitte lasst euch von der Optik also nicht beeinflussen.

In der Geschichte geht es um Rose, die ihre Mutter nie bewusst kennengelernt hat, da sie als Baby von ihr verlassen wurde. Sie möchte diese unbedingt finden, um endlich wieder Klarheit in ihrem Leben zu haben. Als ein Hinweis sie zur Starautorin Constance Holden führt, bleibt ihr nichts anderes übrig als dieser Spur zu folgen. Wird sie ihre Mutter finden? Und wird ihr die Suche helfen für ihr weiteres Leben?

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Zum einen begleiten wir Elise, die Mutter von Rose Anfang der 80er Jahre, zum anderen sind wir bei Rose in der Gegenwart. Während die Vergangenheit über einen beobachtenden Erzähler vermittelt wird, agiert Rose in der Gegenwart als Ich- Erzähler. Diesen Perspektivwechsel empfand ich als sehr gelungen.

Klasse fand ich, dass man trotz der anderen Zeit spürt wie ähnlich sich Mutter und Tochter sind, denn sie schlittern beide eher durch ihr Leben als dass sie es strukturiert erleben.

Mit Rose konnte ich mich etwas mehr identifizieren, was aber sicher auch mit der Perspektivwahl zu tun hat. Man bekommt ja deutlich intensiver ihre Gedanken und Gefühle zu spüren als es bei Elise der Fall ist. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, dass die Entscheidung für oder gegen eine Beziehung alles andere als leicht ist, erst recht wenn man lange zusammen ist. Den Wunsch mehr über ihre Wurzeln zu erfahren, konnte ich komplett verstehen, denn je mehr man darüber weiß, desto besser kann man auch sich selbst einschätzen.

Elise hat mich eher amüsiert, da mich ihre stürmische Art gepaart mit Widerstand sehr an mich selbst erinnert hat. Lieber gegen den Strom als mit, auch wenn dies nicht immer hilfreich ist. Ihr Schicksal hat mich berührt. Zudem konnte ich mir sehr gut vorstellen wieso sie Starautorin Constance so angehimmelt hat.

Constance spielt in beiden Parts eine Rolle und trotz ihrer strengen Art mochte ich sie. An ihr wurde sehr deutlich, dass jeder Mensch Fehler macht, aber vielleicht ist es manches Mal besser eher zu verzeihen, aber lieber spät als nie.

Das Setting habe ich zudem als sehr authentisch empfunden, gerade in den 80ern und dass man zu der Zeit sein Liebesleben noch nicht so ausgelebt hat, wie das heute der Fall ist.

Durch die Zeitsprünge wurde für mein Empfinden noch mehr Spannung aufgebaut, da meist ein Cliffhanger zum Ende eines Zeitabschnittes kam.

Das offene Ende bietet dem Leser die Möglichkeit sich nach der Lektüre selbst noch Gedanken zu machen wie es weiter gehen könnte.

Der Roman hat mich sehr bewegt, da man intensiv spüren konnte, dass es oft die Frauen sind, die schwerer an ihrem Schicksal tragen, besonders wenn Kinder im Spiel sind.

Fazit: Berührender Roman über starke Frauenfiguren, der mich komplett abgeholt hat und den ich daher sehr gern empfehle. Klasse!

Bewertung: 5/ 5 Sternen 

Donnerstag, 14. Mai 2020

[Serienkritik:] Upload (Amazon Prime)

"Upload" (Amazon Prime)


Hauptdarsteller: Robbie Amell, Andy Allo, Allegra Edwards
Untertitel: Deutsch, English [CC]
Wiedergabesprachen: Deutsch

Inhaltsangabe: 

2033 können Menschen, die dem Tod nah sind, in Virtual Reality-Hotels „hochgeladen“ werden. Nora lebt in Brooklyn und arbeitet beim Kundenservice für das luxuriöse digitale Jenseits „Lakeview“. Das selbstfahrende Auto vom L.A.-Partyhengst/ Programmierer Nathan baut einen Unfall und seine Freundin lädt ihn dauerhaft in Noras VR-Welt hoch. „Upload“ stammt von Greg Daniels („The Office“).

Meine Meinung:

Titel: Ein Blick in eine mögliche Zukunft... 

Nachdem ich eine Kritik zu dieser neuen Serie gesehen hatte, wollte ich selbst einen Blick rein werfen und hatte die Folgen schneller als gedacht geschaut.

In der Serie, die in nicht allzu ferner Zukunft spielt, ist es möglich, dass man sich uploaden lässt und somit wenigstens der Geist digital erhalten bleibt, auch wenn der Körper stirbt. Genauso geht es Nathan, der bei einem Autounfall stirbt und von seiner reichen Freundin nach Lakeview geladen wird. Die Komplikationen sind damit vorprogrammiert.

Ich bin sonst eher nicht der Science Fiction Liebhaber, aber hier habe ich es sehr gemocht, weil die Ideen der Serie durchaus vorstellbar sind, dass so etwas in wenigen Jahren möglich ist.

Ich mochte sehr, dass die Animationen von Lakeview nicht perfekt sind, denn so spürte man, dass die "neue" Technik noch nicht so ausgereift ist, wie sich die Käufer das vorgestellt haben. Am meisten schmunzeln musste ich über die "In-App"- Käufe, die man dort leisten muss, um alles nutzen zu können. 

Sicherlich ist der Gedanke schön, dass man noch Kontakt zu Verstorbenen haben kann, aber so abhängig von Geld und einem System zu sein, das fand ich schon sehr verstörend.

Die Serie ist meines Erachtens eine gute Mischung aus Comedy und Drama, da man sowohl herzhaft lachen muss, als auch emotional berührt wird.

Die Entwicklung einer Verbindung zwischen Engel Nora und Nathan habe ich sehr genossen, da sie sich gegenseitig geholfen haben und das obwohl sie so enorm unterschiedlich sind.

Die Folgen sind maximal dreißig Minuten lang, so dass man diese Serie auch mal schnell zwischendurch schauen kann.

Fazit: In jedem Fall unterhaltsam und empfehlenswert. Gern mehr davon!

Bewertung: 4/ 5 Sternen

Mittwoch, 13. Mai 2020

[Serienkritik:] Drei Meter über dem Himmel (1. Staffel Netflix)

"Drei Meter über dem Himmel"


Originaltitel: Summertime
Produktionsland: Spanien
Genre: Drama, Liebesserie
Episoden: 8 
Darsteller: Ludovico Tersigni, Andrea Lattanzi, Rebecca Coco Edogamhe, Amanda Campana

Inhaltsangabe:

Eine unbestreitbare Anziehung bringt Ale und Summer zusammen, obwohl sie aus verschiedenen Welten kommen. Er ist ein ehemaligen Motorrad-Champion, wild und bereit, den Verlauf seines Lebens in die eigene Hand zu nehmen. Sie hingegen weigert sich sich den Normen der Massen zu fügen und verliert sich lieber in Tagträumen. Allerdings weiß sie, dass sie es ist, die ihre Familie noch zusammenhält. Während eines heißen Sommers lernen sich Ale und Summer an der adriatischen Küste kennen. Ihr Liebe wird sie beide für immer verändern.

Meine Meinung:

Titel: Sommergefühle und die erste Liebe...

Da bereits der Trailer Urlaubs- und Sommerfeeling in mir weckte, wollte ich diese Serie schauen und ich bekam weit mehr als das.

Im Kern geht es um eine Gruppe junger Leute, die in einem Urlaubsort am Meer leben und die Liebe für sich entdecken. Besonders das ungleiche Paar Ale und Summer vergucken sich ineinander, doch reichen ihre Gefühle für mehr?

Das Besondere an der Serie ist, dass man sich beim Schauen selbst ein wenig so fühlt als sei man im Urlaub. Die Kameraeinstellungen zeigen eben auch mal ein Schwimmbad oder das Meer von oben, Eis essende Menschen im Cafe und alles, was man gerade in der aktuellen Zeit auch gern machen würde, so dass man sich ein wenig wegträumen kann.

Klasse fand ich, dass in der Gruppe die unterschiedlichsten Charaktere vertreten sind und so nicht nur Themen wie die erste Liebe behandelt werden, sondern eben auch Freundschaft, Homosexualität, Mobbing und ähnliches. 

Gut fand ich außerdem, dass es nicht nur um Ale und Summer geht, sondern auch deren Freunde im Fokus stehen und dass nicht jeder das bekommt, was er möchte, sondern sich durchbeißen muss. Das hat das Ganze sehr realistisch gemacht, weil man im echten Leben eben auch nicht unbedingt seinen Schwarm bekommt und falls doch auch dafür kämpfen muss.

In meinen Augen waren die acht Folgen viel zu kurz und ich hoffe, dass es eine weitere Staffel gibt.

Fazit: Klasse Teenieserie mit Tiefgang, die ich regelrecht weggesuchtet habe. Klasse!

Bewertung: 5/ 5 Sternen

Dienstag, 12. Mai 2020

Rezension Colleen Hoover

"Verity" von Colleen Hoover


Broschiert: 368 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (13. März 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423230126
ISBN-13: 978-3423230124
Originaltitel: Verity


Inhaltsangabe:

Die Jungautorin Lowen Ashleigh bekommt ein Angebot, das sie unmöglich ablehnen kann: Sie soll die gefeierten Psychothriller von Starautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. Diese ist seit einem Autounfall, der unmittelbar auf denTod ihrer beiden Töchter folgte, nicht mehr ansprechbar und ein dauerhafter Pflegefall. Lowen akzeptiert – auch, weil sie sich zu Veritys Ehemann Jeremy hingezogen fühlt. Während ihrer Recherchen im Haus der Crawfords findet sie Veritys Tagebuch und darin offenbart sich Lowen Schreckliches ...

Autoreninfo:

Colleen Hoovers Erfolgsgeschichte ist beinahe unglaublich: Eigentlich schrieb sie "Weil ich Layken liebe" als Weihnachtsgeschenk für ihre Mutter, aufgrund der guten Resonanz in ihrem Umfeld veröffentlichte sie es dann aber selbst als E-Book - und verkaufte zwei Monate später bereits 200 Bücher am Tag. "Weil ich Layken liebe" landete noch vor "50 Shades of Grey" auf der New-York-Times-Bestsellerliste! Colleen Hoover lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas.

Meine Meinung:

Titel: Drum prüfe wen du liebst!

Ich habe von der Autorin bisher noch kein Buch gelesen, weil ich kein Fan von Liebesgeschichten bin, aber nachdem dieser Roman auf Social Media so gehypt wird, wollte ich mir unbedingt selbst ein Urteil bilden. Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert!

In der Geschichte geht es um die recht erfolglose Jungautorin Lowen, die kurz vor dem Ruin steht. Doch dann bekommt sie ein Angebot, das sie kaum ausschlagen kann. Für Starautorin Verity Crawford soll sie eine Romanreihe beenden. Als Lowen den Ehemann der Autorin kennenlernt, ist es um sie geschehen. Wird diese Entscheidung sie in den Abgrund führen oder die ganz große Liebe bedeuten?

Zu Beginn der Lektüre hatte ich wirklich angenommen, dass es sich um einen Liebesroman handelt, aber es ist vielmehr eine Art Erotikthriller, der mich so in seinen Bann gezogen hat, dass ich einfach nicht mehr mit dem Lesen aufhören konnte.

Mit Lowen als Figur konnte ich mich jetzt nur bedingt identifizieren, denn so viel wie sie im Leben durchmachen musste, habe ich nicht erlebt. Sie verstehen und ihr Verhalten nachvollziehen konnte ich jedoch.

Jeremy ist als männliche Hauptfigur wirklich klasse. Bereits nach den ersten Seiten ist man Feuer und Flamme für ihn, weil er so hilfsbereit ist in dieser harten Situation. Auch später wie er sich um seine Frau kümmert hat mich schwer beeindruckt.

Bezüglich Verity habe ich der Autorin alles abgekauft, was sie uns als Leser einimpfen wollte. Hier bin ich gnadenlos in die Falle getappt. 

Der Roman hat wirklich dafür gesorgt, dass ich alles um mich herum vergessen und an nichts anderes gedacht habe als dieses Buch zu beenden.

Die erotischen Szenen habe ich als sehr angenehm empfunden. Sie waren keineswegs billig oder so, sondern man spürte die Leidenschaft und das Knistern zwischen dem Paar.

Die Wende ganz zum Schluss hat mich mit offenem Mund zurückgelassen, denn mit allem habe ich gerechnet, aber mit dem ganz gewiss nicht. Ein kitschiges Ende war das ganz sicher nicht. Nach der Lektüre war ich zunächst komplett durch den Wind und das muss ein Buch erst einmal schaffen.

Fazit: Für mich eine absolute Überraschung, so dass ich jetzt öfter zu einem Buch der Autorin greifen werde. Hier kann ich nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Spitzenklasse! Der Hype ist meines Erachtens absolut gerechtfertigt.

Bewertung: 5/ 5 Sternen