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Samstag, 30. Juni 2018

Rezension Rosie Walsh

"Ohne ein einziges Wort" von Rosie Walsh


Taschenbuch: 528 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (14. Mai 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442487382
ISBN-13: 978-3442487387
Originaltitel: The Man Who Didn't Call


Inhaltsangabe:

Stell dir vor, du begegnest einem Mann, einem wundervollen Mann, und verbringst sieben Tage mit ihm. Am Ende dieser Woche bist du dir sicher: Das ist die große Liebe, und es geht ihm ganz genauso. Zweifellos. Dann muss er verreisen und verspricht dir, er meldet sich auf dem Weg zum Flughafen. Aber er ruft nicht an. Er meldet sich gar nicht mehr. Deine Freunde raten dir, ihn zu vergessen, doch du weißt, sie irren sich. Irgendetwas muss passiert sein, es muss einen Grund für sein Verschwinden geben. Und nun stell dir vor, du hast recht. Es gibt einen Grund, aber du kannst ihn nicht ändern. Denn der Grund bist du.

Autoreninfo:

"Ohne ein einziges Wort" ist das Debüt der britischen Autorin Rosie Walsh und wurde über Nacht in 30 Länder verkauft. Wenn sie nicht schreibt, liebt sie es, draußen zu sein, spielt Violine in einem Orchester, kocht und rollt ihre Yogamatte aus, so oft sie kann. Sie lebt mit ihrem Lebensgefährten und ihrem Sohn in Bristol. 

Meine Meinung:

Titel: Wenn Liebe dein einziger Halt ist...

Ich bin absolut kein Freund von Liebesromanen, aber da mir jetzt so oft von diesem Roman vorgeschwärmt wurde, musste ich mir selbst ein Urteil bilden und ich wurde mehr als positiv überrascht.

In der Geschichte geht es um Sarah und Eddie, die sich eher zufällig über den Weg laufen. Mit beiden hat es das Leben bisher nicht so gut gemeint, umso mehr freuen sie sich, dass sie jetzt sich gefunden haben und verbringen zauberhafte sieben Tage miteinander. Doch dann hört Sarah nichts mehr von ihrem Liebsten. Ist ihm was passiert oder hat er jetzt schon das Interesse verloren? Wird sie ihn jemals wiedersehen?

Die Handlung wird uns sowohl über Sarah als auch Eddie, jeweils agierend als Ich- Erzähler, nahe gebracht. Zudem runden ominöse Briefe das Ganze ab.

Die Autorin erzählt dem Leser wirklich sehr geschickt die Geschichte von Eddie und Sarah, denn mal sind wir mitten drin im Kennenlernen und mal in der Ernüchterung danach. Man bekommt immer mehr Lust hinter das Geheimnis zu kommen warum sich die beiden nicht mehr sehen können.

Die Protagonisten wachsen einem direkt ans Herz. Gerade mit Sarah konnte ich mich identifizieren, kennt man als Frau doch all die Selbstzweifel, die einen zerfressen, wenn sich der Liebste nicht meldet. Aber auch Eddie ist ein sehr sympathischer Kerl, hilft er doch seiner kranken Mutter und ist handwerklich äußerst begabt.

Doch auch die Nebencharaktere wissen zu überzeugen, gerade Sarahs Freunde Jo, Tommy und Jenny, bei denen allen das Leben seine Spuren hinterlassen hat. Hier hat mich besonders Jennys Schicksal berührt.

Der Roman besticht vor allem durch seine zahlreichen Wendungen. Da denkt man endlich an den Schlüssel des Rätsels angelangt zu sein und dann kommt es wieder ganz anders. Teilweise hatte man echt das Gefühl einen Krimi und keinen Liebesroman zu lesen. Ich mochte hier wirklich gern, dass sich erst ganz zum Schluss alles aufklärt und dies auch äußerst schlüssig und verständlich passiert.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass sich Sarah für meinen Geschmack zu lange in Selbstzweifeln gesuhlt hat, anstatt nach Eddie zu suchen, aber das ist wahrscheinlich Geschmackssache.

Fazit: Ein Liebesroman, der mal ganz anders daherkommt, da er völlig ohne Kitsch auskommt. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. 

Bewertung: 4/ 5 Sternen

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Freitag, 29. Juni 2018

Rezension Elisabeth Herrmann

"Zartbittertod" von Elisabeth Herrmann


Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: cbj (19. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570165132
ISBN-13: 978-3570165133
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren


Inhaltsangabe:

Mia ist in dem kleinen Chocolaterie-Geschäft ihrer Eltern aufgewachsen – mit den wunderbaren Rezepten, aber auch mit dem rätselhaften Familienfoto, auf dem ein lebensgroßes Nashorn aus Schokolade zu sehen ist, zusammen mit ihren Urgroßvater Jakob und seinem Lehrherrn. Der Lehrherr ist weiß, Jakob schwarz. Mia ist zwar bekannt, dass ihr Vorfahr als kleiner Junge aus dem damaligen Deutsch-Südwestafrika nach Deutschland gekommen ist. Aber warum? Und wie? 

Autoreninfo:

Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman "Das Kindermädchen" ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis 2012. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin.


Meine Meinung:

Titel: Wenn die süßeste Versuchung zur Gefahr wird... 

Elisabeth Herrmann ist mir natürlich von ihren Büchern für Erwachsene ein Begriff und auch mit dem Jugendbuch "Seefeuer" konnte sie mich begeistern, so dass ich gespannt mit der Lektüre startete.

In der Geschichte geht es um Mia, die für ihre Bewerbung an der Journalistenschule eine knallhart recherchierte Story benötigt. Was würde sich da besser eignen als die ominöse Herkunftsgeschichte ihres Urgroßvaters, der einst aus Namibia unter mysteriösen Umständen nach Deutschland kam? Bei der Recherche stößt Mia auf ein Geheimnis und plötzlich stirbt jemand. Doch bald ist auch ihr Leben in Gefahr, was nur geht da vor?

Die spannende Handlung wird uns über einen Erzähler nahe gebracht, der alle handelnden Protagonisten etwas näher beleuchtet.

Hier ist vor allem die Hauptakteurin Mia im Vordergrund. Mia hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Auf eine sympathische Art ist sie selbstbewusst, aber nicht zu übertrieben. Zudem ist sie nicht an ihrem eigenen Vorteil interessiert, sondern wirklich nur daran die Geschichte ihrer Vorfahren zu lüften und die hat es wirklich in sich.

Doch auch Will, den man als Sohn reicher Eltern erstmal argwöhnisch betrachtet, konnte im Verlauf der Geschehnisse meine Sympathie gewinnen. Mich hat nicht gestört, dass sich da zwischendurch etwas anbahnt zwischen ihm und unserer zukünftigen Journalistin.

Mir gefällt gut, dass die Autorin die Geschichte der Herero und die Kolionalisierung Namibias durch die Deutschen thematisiert, denn ich muss gestehen, dass ich davon wenig bis gar nichts wusste und dieses Kapitel deutscher Geschichte im schulischen Geschichtsunterricht nie Gegenstand war, so dass man als Leser in jedem Fall noch dazu lernt.

Die dargestellte Geschichte startet noch recht gemächlich und wird mit der Zeit immer spannender. Die Dramatik der Geschichte spitzt sich immer mehr zu und je mehr man liest, desto mehr bekommt man Herzklopfen. Zum Schluss liest man wirklich atemlos, denn man möchte endlich das Geheimnis lüften und zudem wissen, wer denn nun hinter allem steckt.

Die Auflösung kam für mich dann doch sehr überraschend, hatte ich als Täter jemand völlig anderen im Visier.

Besonders gern gelesen und regelrecht herbeigesehnt habe ich die Textauszüge aus Briefen und den Schriftstücken aus der Zeit um 1904. Hier wurde sehr deutlich, was die Kolonisten von den Farbigen hielten.

Einziger Nachteil am Buch: wenn man dauernd von den Leckereien liest, die Mia und ihre Familie so zaubern können, da musste die ein oder andere Tafel Schokolade beim Lesen dran glauben.

Fazit: Ein Jugendroman, der seinesgleichen sucht. Wer Spannung liebt und Geschichte etwas abgewinnen kann, der wird hier wie ich absolut begeistert sein. Klare Leseempfehlung, klasse!

Bewertung: 5/ 5 Sternen

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Donnerstag, 28. Juni 2018

Rezension Corina Bomann

"Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe" von Corina Bomann


Taschenbuch: 736 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (11. Mai 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548289967
ISBN-13: 978-3548289960
Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 4,5 x 18,7 cm


Inhaltsangabe:

Agneta kämpft mit den Tränen. Ein Telegramm hat sie nach Hause gerufen, ihr Vater ist bei einem Brand ums Leben gekommen. Dabei hatte sie sich schweren Herzen von ihrer mächtigen Familie losgesagt und in Stockholm ein freies Leben als Malerin geführt. Eine Aussöhnung schien unmöglich. Jetzt werden ihr Titel, Glanz und Vermögen zu Füßen gelegt, sie soll das Erbe ihres Vaters antreten als Gutsherrin vom Löwenhof. Ihre Wünsche und Träume sind andere, sie sehnt sich nach einem Leben an der Seite von Michael, einem aufstrebenden Anwalt. Selbstlos stellt Agneta sich der Pflicht und Familientradition. Ihr Herz jedoch kann nicht vergessen und sehnt sich nach Liebe …

Autoreninfo:

Corina Bomann, 1974 in Parchim geboren, entdeckte die Welt der Bücher schon recht früh für sich. Als Kind verzierte sie die Exemplare der heimischen Bibliothek mit eigenen „Wachsstift-Illustrationen“, später, als sie das Schreiben erlernt hatte, begann sie, eigene kleine Geschichten zu verfassen. Langeweile in Schule und Bus füllte sie mit viel Fantasie aus, sodass aus kleinen Geschichten bald ganze Romane wurden, die zunächst mehrere Kladdehefte füllten. Die Hefte und eine alte Schreibmaschine wichen nach und nach dem Computer; ihre Geschichten entstiegen den Schubladen und fanden ihre Heimat bei Verlagen. Noch heute lebt Corina Bomann in Mecklenburg und nutzt die traumhafte Ruhe und wunderbare Landschaft, um ihre Romane zu spinnen. In ihrer zweiten Heimat Berlin lässt sie sich dagegen vom Puls der lebendigen Stadt inspirieren.

Meine Meinung:

Titel: Das Leben ist voller Geheimnisse...

Die Autorin hat mich schon mit zahlreichen Büchern gut unterhalten können und so war ich doch sehr gespannt wie sich eine mehrteilige Saga von ihr anfühlen würde.

In der Geschichte geht es um die junge Agneta, die mit ihrer Familie gebrochen hat, um sich ganz dem Studium der Malerei in Stockholm zu widmen. Als ihr Vater unerwartet stirbt, muss sie heimkehren. Ihre Mutter begegnet ihr mit Abneigung und sie spürt, dass sich viel verändert hat, seitdem sie einst gegangen ist. Wird sie dennoch ihren Weg gehen können?

Gleich vorweg: auch wenn der Roman über 700 Seiten umfasst, so fühlte sich dieser zu keiner Zeit ellenlang an, sondern sehr kurzweilig. Ausschließlich Hände und Arme hatten beim Halten ihr Tun.

Frau Bomann hat es wieder einmal geschafft ein hervorragendes Bild der damaligen Zeit zu zeichnen. Man erfährt wie die Gesellschaft ab 1913 tickt und was Frauen zu der Zeit noch alles auszustehen hatten. So ist das Wahlrecht für Frauen gerade in den Kinderschuhen und Ehe, Anstand, Moral und Glaube spielen noch eine große Rolle. Auch der Unterschied zwischen der Dienerschaft und den Herrschaften wird sehr deutlich, denn während die hohen Herrschaften sich noch mit Geldzahlungen behelfen können, wenn sie in Nöte geraten, so sind die niederen Schichten Schimpf und Schande ausgesetzt, wenn es mal nicht alles nach der Norm läuft.

Besonders gelungen sind der Autorin dabei die weiblichen Figuren, die alle trotz diverser Steine, die ihnen in den Weg gelegt werden, dennoch nach vorne schauen und ihr Leben meistern. Dabei sticht natürlich besonders die Hauptfigur Agneta hervor, die als Ich- Erzählerin agiert. Was ihr alles passiert und was sie an Schicksalsschlägen durchstehen muss, dass ist schon ordentlich. Da denkt man als Leser schlimmer kann es nicht mehr kommen und dann kommt es leider doch noch schlimmer.

Auch sehr faszinierend fand ich Agnetas Mutter Stella, die ich mir wirklich des Öfteren als Eiskönigin vorgestellt habe. Immer wieder fragte ich mich wie man aufgrund von Standesdünkel seine Gefühle so dermaßen unterdrücken kann, das grenzt ja schon an Kunst so distanziert und ohne Emotionen zu sein.

Bereits zu Beginn der Geschichte hatte ich im Gefühl, dass Lennard noch eine größere Rolle spielen wird und umso erfreuter war ich als sich das dann auch bewahrheitet hat.

Mit diesem Roman hat die Autorin bewiesen, dass sie es einfach drauf hat unterhaltsame Schmöker zu schreiben. Ja es ist keine hohe Literatur, aber es lässt sich gut lesen und ist ungemein kurzweilig. Zum Glück ist es der erste Band einer Reihe, denn nur zu gern möchte ich das Leben der Familie Lejongard weiter verfolgen und auf dem Löwenhof mit seiner Idylle verweilen.

Fazit: Ein Roman, der einen seine Umgebung gänzlich vergessen lässt. Hier kann man beim Lesen die Alltagssorgen ausblenden und ordentlich entspannen. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Klasse!

Bewertung: 5/ 5 Sternen

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Mittwoch, 27. Juni 2018

Rezension Claire Winter

"Die geliehene Schuld" von Claire Winter


Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Diana Verlag (5. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453291948
ISBN-13: 978-3453291942


Inhaltsangabe:

Berlin, Sommer 1949: Die Redakteurin Vera Lessing hat während des Zweiten Weltkrieges ihre Eltern und ihren Mann verloren. Sie will vor allem eines – die traumatischen Erlebnisse für immer hinter sich lassen. Doch als ihr Jugendfreund und Kollege Jonathan auf mysteriöse Weise ums Leben kommt, wird sie unweigerlich in seine Arbeit hineingezogen. Jonathan hat Recherchen über ehemalige Kriegsverbrecher betrieben. Gleichzeitig stand er im persönlichen Kontakt mit einer jungen Frau namens Marie Weißenburg, eine Sekretärin im Stab Konrad Adenauers. Vera geht den Spuren nach, die sie bis in die mächtigen Kreise der Geheimdienste führen.

Autoreninfo:

Claire Winter studierte Literaturwissenschaften und arbeitete als Journalistin, bevor sie entschied, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Sie liebt es, in fremde Welten einzutauchen, historische Fakten genau zu recherchieren, um sie mit ihren Geschichten zu verweben und ihrer Fantasie dann freien Lauf zu lassen. Nach "Die Schwestern von Sherwood«" folgte der SPIEGEL–Bestseller "Die verbotene Zeit". "Die geliehene Schuld" ist ihr dritter Roman im Diana Verlag. Die Autorin lebt in Berlin.

Meine Meinung:

Titel: Wenn man Schuld auf sich geladen hat, was dann?

Über die Romane von Claire Winter habe ich schon so viel Gutes gehört, dass ich mir selbst ein Bild machen wollte und gespannt mit der Lektüre begann, doch was ich geboten bekam war so viel mehr als ich je erwartet habe. Ganz klar ein Lesehighlight 2018 für mich.

Wir befinden uns in Deutschland im Jahr 1949, kurz nach dem Krieg und Vera Lessing will einfach nur vergessen, hat sie doch im Krieg sowohl ihren Mann als auch ihre Eltern verloren. Doch dann kommt ihr Jugendfreund Jonathan auf seltsame Weise ums Leben und sie beginnt selbst zu recherchieren. Als ihr immer mehr mysteriöse Gestalten auf den Fersen sind, beginnt sie zu ahnen, dass sie an etwas dran ist, dass vielleicht eine Nummer zu groß für sie ist. Wird sie das Geheimnis lüften können?

Es ist gar nicht einfach zu beschreiben wie der Roman aufgebaut ist und genau dieser Aufbau ist wohl einer seiner Besonderheiten. Die Handlung wird uns über einen beobachtenden Erzähler nahe gebracht, der mal die Guten und mal die Bösen begleitet. Der komplette Roman spielt ausschließlich in den Jahren 1948 und 1949 und die Autorin springt in den Monaten mal vor und zurück, sprich mal erleben wir Jonathan bei seinen Recherchen genauso wie die Handlung rund um Marie und ihre Familie, und mal bewegen wir uns in den Monaten nach Jonathans Ableben.

Die dargestellten Figuren sind dabei sehr vielschichtig und detailiert beschrieben ohne dabei jeweils zu langweilen. Als Leser baut man zu den unterschiedlichsten Figuren Sympathien auf.

Gerade Vera mit ihrer Neugier und ihrem Mut hat es mir besonders angetan. Egal was auch um sie herum geschieht und was sie alles aufdeckt, sie bleibt am Ball und lässt sich von nichts abschrecken. Was ihr während des Krieges zugestoßen ist, das ist unbeschreiblich und ich fand es gut, dass uns Claire Winter daran teilhaben ließ. Immer wieder wird deutlich wie sehr sich die Menschen während des Krieges verändert haben.

Familie Weißenburg ist ebenfalls sehr gut dargestellt. Durch sie erleben wir sehr genau wie unterschiedlich die Menschen den Krieg erlebt haben. Während die ehemaligen Soldaten von ihren Kreigserlebnissen gezeichnet sind, herrscht bei den Frauen die Erinnerung an Hunger und Not vor, aber sie können nur erahnen, was die Männer auf dem Feld erlebt haben.

Auch wenn ich für die Schergen nur wenig übrig habe, so sind deren Motive doch mehr als nur verständlich. Mir war vor der Lektüre dieses Romans gar nicht bewusst wieviele NS- Verbrecher tatsächlich nach dem Krieg fliehen konnten.

Das komplette Buch liest sich wie ein ungemein spannender Kriminalroman mit geschichtlichem Hintergrund, der einem eine Gänsehaut verschafft. Man mag mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören, so fesselnd sind die Schilderungen.

Fazit: Ein Roman der seinesgleichen sucht. Wer etwas für Geschichte übrig hat, der wird diesen regelrecht verschlingen. Ich kann nur eine unbedingte Kauf- und Leseempfehlung aussprechen. Klasse und vor allem atemraubend! Mein Lesehighlight 2018.

Bewertung: 5/ 5 Sternen

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Dienstag, 26. Juni 2018

Rezension Sylvia Lott

"Die Inselgärtnerin" von Sylvia Lott


Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. April 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734104904
ISBN-13: 978-3734104909


Inhaltsangabe:

Sonja ist kaum über die Trennung von ihrem Mann hinweg, als sie auch noch ihren Job verliert. So hält die Gartenarchitektin nichts in der Heimat, als sie überraschend ein Strandhaus in Florida erbt. Dolphin Island ist zauberhaft: pastellfarbene Häuschen und türkisblaues Meer. Bald findet Sonja nicht nur eine neue Aufgabe – sie möchte so schöne wie umweltfreundliche Dünengärten anlegen –, sondern trifft mit Nick Winslow auch einen Mann, der sie tatsächlich zum Bleiben bewegen könnte. Doch irgendjemand will verhindern, dass Sonja Erfolg hat und auf Dolphin Island heimisch wird. Zum Glück gibt es Lebenskünstler Sam, der ihr immer wieder aus der Patsche hilft ...

Autoreninfo:

Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin und lebt in Hamburg. Sie schreibt für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine und veröffentlichte bei Blanvalet bereits mehrere Romane. Mit „Die Inselfrauen“ und „Die Fliederinsel“ stand sie wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Auch "Die Inselgärtnerin" stieg eine Woche nach Erscheinen in die SPIEGEL-Bestsellerliste ein.

Meine Meinung:

Titel: Wenn dir das Leben zu einem Neuanfang verhilft...

Nachdem mich die Autorin bereits mit "Die Glücksbäckerin von Long Island" unglaublich begeistern konnte, wollte ich ein weiteres Buch von ihr lesen, doch wahrscheinlich kam dieses noch zu früh für mich, doch ich greife vor.

In der Geschichte geht es um Sonja, die vor einem Scherbenhaufen steht. Ihr Mann Michael hat sie für eine Jüngere verlassen und sie eiskalt vor die Tür gesetzt. Auch im Job läuft es mies, denn sie wird völlig überraschend entlassen. Da kommt ihr die unverhoffte Erbschaft doch mehr als gelegen, kann sie so aus ihrem alten Leben fliehen. Doch wird sie auf Dolphin Island als Sunny wirklich ihr Glück finden können?

Die Handlung wird uns nahezu ausschließlich aus der Gegenwart um Sonja nahe gebracht. Die Ereignisse werden von einem beobachtenden Erzähler beleuchtet. 

Über Tante Sandy, von der Sonja (in Florida Sunny) geerbt hat, erfahren wir ausschließlich etwas durch Tagebucheinträge, Briefe, Schmalspurfilme und kleine Andenken. Dies fand ich besonders schön, da ich mich gern in vergangene Zeiten versetzen lasse, nur waren diese Abschnitte für meinen Geschmack leider viel zu kurz. Hier hätte die Autorin gern ausführlicher werden dürfen.

Da ich selbst gerade in einer schmutzigen Scheidung stecke, dachte ich, dass dieses Buch perfekt dazu passt, doch dem war leider nicht wirklich so. Zwar konnte ich mich gut mit Sunny identifizieren, da sie ähnliches durchgemacht hat wie ich, allerdings ging sie für meinem Geschmack zu naiv an das Ganze ran. Auch wird das Thema Scheidung als etwas Leichtes dargestellt, was es schlichtweg nicht ist, denn kaum ein Paar trennt sich als gute Freunde erst recht wenn einer der beiden betrogen wurden. Aber das ist ausschließlich mein persönliches Empfinden. Vielleicht sollte man bei dem Thema nicht so emotional reagieren wie ich es tue.

Sunny als Figur war durchaus interessant und sie spiegelte sehr genau wider was man bei einer Trennung erlebt: nicht wahr haben wollen, absolute Verzweiflung, Träumereien von einem wieder Aufblühen der Beziehung, nur um sich dann der Realität zu stellen und nach vorn zu schauen, was Sonja dann auch macht.

Gut gefallen hat mir außerdem das dargestellte Gemeinschaftsgefühl auf der Insel. Ich mag es wenn sich Menschen gegenseitig unterstützen und zusammen Spaß haben, statt nur nebeneinanderher zu leben.

Ebenfalls schön fand ich die Ausführungen zu Delfinen und dass man allgemein doch einiges dazulernt, was Wissen über Pflanzen, Delfine, Hemingway und Co anbelangt.

Etwas ermüdend empfand ich die diversen Schilderungen von Gartengestaltung und Pflanzen, das ist irgendwie nicht mein Metier.

Auch hat mir nicht so gut gefallen, dass sich die Autorin immer wieder an Oberflächlichkeiten festhält. Klar ist es schön zu lesen, wenn der Begehrte einen guten Körperbau hat, aber wenn jeder in Sonjas Umgebung tolle Augen hat und sie kurz nach der Trennung durch ihr Schwimmen eine grandiose Figur bekommen hat, so entspricht das doch nur bedingt der Realität. Auch hat sie immer wieder Geldprobleme, kauft sich aber dauernd neue Kleidung, das passte für mich nicht zusammen.

Das Ende hingegen hat mir wieder gut gefallen, da ich es einfach mag, wenn die Bösen ihr Fett weg bekommen und die Guten ihre Ziele erreichen.

Fazit: Wer leichte Unterhaltung sucht und eine Leidenschaft für Gärten und Flora im Allgemeinen übrig hat, der wird diesen Roman lieben. Ich kann nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen, was aber aktuell eher mit meiner persönlichen Emotionalität zu tun hat als mit dem Buch an sich.

Bewertung: 3/ 5 Sternen

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Montag, 25. Juni 2018

Rezension Kiera Cass

"Selection" von Kiera Cass


Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch; Auflage: 9 (22. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 373350030X
ISBN-13: 978-3733500306
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: The Selection


Inhaltsangabe:

35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?

Autoreninfo:

Kiera Cass wurde in South Carolina, USA, geboren, studierte Geschichte an der Radford University und lebt heute mit ihrem Mann und ihren Kindern in Virginia. Ihre Freizeit verbringt sie mit lesen, tanzen und großen Mengen Kuchen. In ihrem Leben hat sie ca. 14 Jungs geküsst. Keiner davon war ein Prinz. Mit ihren "Selection"-Romanen hat sie es weltweit auf die Bestseller-Listen geschafft. Die Idee zu den Romanen kam ihr, als sie darüber nachdachte, ob Aschenputtel den Prinzen wirklich heiraten wollte – oder ob ein freier Abend und ein wunderschönes Kleid nicht auch gereicht hätten 

Meine Meinung:

Titel: Will ich wirklich Prinzessin werden?

Diese Reihe wollte ich schon immer lesen, einfach weil die Story unglaublich spannend klang. Und auch die Aufmachung des Buches kann sich ja wohl sehen lassen, selten sieht man so ein hübsches Cover, das einem Klein-Mädchen-Traum gleicht.

In der Geschichte geht es um America Singer, die zusammen mit 34 anderen Mädchen an einer Castingshow teilnimmt. Das Ziel ist es das Herz des Prinzen zu erobern. Doch anders als die anderen Mädchen will America nicht das Herz des Prinzen gewinnen, sondern ihrer Familie ein besseres Leben ermöglichen. Aber ist Prinz Maxon wirklich so unsympathisch wie sie ihn empfunden hat? Es ist doch sehr komisch, dass sie in seiner Gegenwart Herzklopfen bekommt, oder?

Die Handlung wird uns über Amercia als Ich- Erzählerin nahe gebracht. Die Ereignisse spielen in einer fantastischen Zukunft, in der die Welt eine andere ist als wir sie kennen.

An America mochte ich vor allem ihre rebellische und zugleich liebenswürdige Art. Sie sagt was sie denkt und ist unglaublich natürlich, denn sie will nicht um jeden Preis gefallen, sondern ihrer selbst Willen gemocht werden. Zudem ist sie immens hilfsbereit und hat ein großes Herz. Ihre zwiegespaltenen Gefühle den beiden Männern in ihrem Leben sind besonders für junge Mädchen nachvollziehbar. Gerade wenn man die Liebe für sich entdeckt ist alles noch so neu und man hat kein Gefühl für richtig oder falsch, sondern muss einfach machen.

Die anderen Mädchen sind eine bunt zusammengeqwürfelte Mischung, in der jede junge Leserin jemanden finden wird, mit der sie sich identifizieren kann.

Prinz Maxon gefällt mir vor allem, weil er allen Mädchen unvoreingenommen gegenüber tritt und jede kennenlernen möchte und wirklich daran interessiert ist, die beste Partnerin für sich zu finden. Er ist ebenso hilfsbereit wie America und versteht ihre Späße. 

Die aufgezeigte Welt ist sehr interessant dargestellt, gerade was das Kastensystem betrifft. Menschen sind hier Nummern zugeordnet und je nach Nummer dürfen sie nur bestimmte Berufe ausüben, in bestimmten Regionen leben und nur in derselben Kaste heiraten. So bleibt jeder unter sich, ob er will oder nicht. Nur alle paar Jahre findet die Castingshow statt, in der sich alle Mädchen des Landes, egal welcher Nummer sie angehören, um den Prinzen werben dürfen.

Die immer wieder auftauchenden Bedrohungen bringen Spannung in die Handlung. Ich bin gespannt, ob in weiteren Bänden noch mehr darauf eingegangen wird.

Das Palastleben ist ebenfalls immens interessant. Gern lese ich von den tollen Kleidern, dem guten Essen und den Regeln und Bräuchen des Königshauses.

Fazit: Ein gelungener Jugendbuchauftakt, der Lust macht die Reihe weiter zu verfolgen. Für alle Mädchen und Damen, die Jugendbücher und moderne Märchen lieben genau das Richtige.

Bewertung: 5/ 5 Sternen

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Sonntag, 24. Juni 2018

Rezension Mercedes Lauenstein

"Blanca" von Mercedes Lauenstein


Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 1. (18. Mai 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3351037015
ISBN-13: 978-3351037017


Inhaltsangabe:

Der Roadtrip ihres Lebens: Die fünfzehnjährige Blanca will weg – weg von ihrer Mutter, die ständig auf gepackten Koffern sitzt, weg von den billigen WG-Zimmern, in denen sie an jedem neuen Ort unterkommen. Ihr Ziel: eine kleine Insel in Italien. Dort, bei Toni und seinem Vater Karl, war sie vor Jahren zum letzten Mal richtig glücklich. Ein Roadtrip quer durch das sommerglühende Land beginnt. Blanca reist als blinder Passagier nach Rom und schlägt sich zu Fuß bis ans Meer durch. Sie klaut in Cafés Essensreste von den Tischen, trifft auf einen Taxifahrer ohne Skrupel und einen zahnlosen Bauern, der sie zur Frau nehmen will. Mercedes Lauenstein entfaltet die Geschichte eines Mädchens, das seinen ganz eigenen Weg geht, ständig begleitet von der Frage, wie viel man vom Leben eigentlich erwarten kann.

Autoreninfo:

Mercedes Lauenstein, geboren 1988, lebt als Schriftstellerin und Journalistin in München und Italien. Seit 2009 schreibt sie als freie Autorin Essays und Reportagen für verschiedene Zeitungen und Magazine. Für ihr Debüt "Nachts" wurde sie 2016 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. 

Meine Meinung:

Titel: Was hält das Leben für einen bereit?

Das Cover, welches eher einem Reiseführer denn einem Roman gleicht, hat mich auf das Buch aufmerksam werden lassen.

Durch die Handlung führt uns die 15- jährige Ich- Erzählerin Blanca, die uns sowohl an ihrer Gegenwart als auch an ihrer Vergangenheit teilhaben lässt. Blanca folgt stets ihren eigenen Gedanken, immer wieder schweift sie in die Vergangenheit ab. Anfänglich kam ich bei diesen Gedankensprüngen kaum hinterher, doch irgendwann gewöhnte ich mich daran und musste feststellen, dass genauso und nicht anders eine so junge Frau erzählen würde.

Blanca als Figur ist einfach unglaublich einnehmend und man kann sich direkt in sie einfühlen. Obwohl ihr so viel Mist im Leben widerfahren ist, sieht sie immer noch nach vorn und macht aus ihrem Leben das Beste. Ihre Gedanken wirkten auf mich stets reifer als man von ihrem Alter her vermuten würde, allerdings sprechen zahlreiche Taten dafür, dass sie genau ihrem Alter entspricht, denn vieles ist wenig überlegt und sie handelt doch recht naiv.

Über ihre Mutter habe ich einfach nur gestaunt und den Kopf schütteln können. Wie kann man nur so egoistisch sein? Trotz allem liebt Blanca sie über alles, was ich sehr bewundert habe.

Der Roadtrip ist eine Achterbahn von Ereignissen und Gefühlen. Kaum, dass ihr mal etwas Gutes passiert, ereignet sich wieder etwas Schlechtes. Oft ist es nur ein Wunder, dass sie dem immer wieder drohenden Tod entrinnt.

Der Roman ist sehr emotional und lässt einen als Leser auf keinen Fall kalt, denn Blanca ihr Schicksal ist schon hart. Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit ein Dach über dem Kopf, genug zu Essen, saubere Kleidung zu haben und regelmäßig duschen zu können, doch das scheinen nicht alle Menschen in Deutschland oder Europa zu haben.

Das Ende des Romans war für mich ein großer Knall, denn damit hatte ich schon gar nicht mehr gerechnet. Es ist offen gehalten, so dass man die Handlung noch weiterspinnen kann, wenn man möchte.

Fazit: Ein Buch, das mich tief bewegt und nachdenklich gestimmt hat. Wenn das letzte Viertel nicht so extrem abgefahren gewesen wäre, dann wäre der Roman perfekt gewesen. Dennoch spreche ich gern eine Leseempfehlung aus. Nichts für zart Besaitete.

Bewertung: 4/ 5 Sternen

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Freitag, 22. Juni 2018

Bibliothek überfallen oder was?

Hallo ihr Lieben,

also ich muss gestern wirklich ausgesehen haben als wenn ich gerade von einem Raubüberfall heim kam, denn mein Jutebeutel reichte nicht aus, um die Beute nach Hause zu schleppen. Vier Bücher hatte ich mir noch unter den Arm geklemmt.


Na könnt ihr schon erkennen, was ich da vor habe? Falls nicht, ja ich will mich an die ein odere andere Reihe wagen.

Hier nochmal alle in einem Schwung, damit ihr auch jedes Buch erkennen könnt:


Selection wollte ich vor Jahren schon lesen. Jetzt habe ich auch noch feststellen müssen, dass das keine Trilogie mehr ist, sondern bereits fünf Bände umfasst. Den ersten habe ich mir gestern Abend direkt geschnappt und die ersten 120 Seiten sind bereits vernichtet. So etwas leichtes brauche ich gerade. Einfach mal nicht zu viel nachdenken müssen und nur genießen.

Ewas anders sieht es da schon mit der Reihe von Elena Ferrante aus. Das wird sicher etwas anspruchsvoller, oder? Ich habe schon so viel über die Bücher gehört und nun gucke ich da auch endlich mal rein, nachdem sich der Hype darum etwas gelegt hat und die Bücher der Reihe in der Bibliothek nicht mehr so enorm gefragt sind. Kaufen ist mir hierbei leider zu teuer. Ich hab kurz mal reingelesen in den ersten Band. Das wenige gefiel mir.

Ansonsten wurde mir Carmen Korn im Buchladen neulich ans Herz gelegt, daher mal der erste Band. Band zwei habe ich vorbestellt. Mal sehen wie der erste so ist. Es scheint jedenfalls auch etwas entspannter zu sein.


Und zu guter letzt will ich endlich mal die Juwel Reihe fertig lesen. Vor Jahren habe ich den ersten Band gelesen, war unheimlich begeistert davon und dann hatte ich keine Zeit weiterzulesen. Weil ich mich nicht mehr an die Handlung erinnern kann, fange ich nochmal ganz von vorn an. Die Schrift ist ja recht groß, das wird schon zu schaffen sein.

Das Wochenende soll ja verregnet werden und da mich Fußball nicht wirklich interessiert, passt das Projekt doch ganz gut.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

eure Janine alias nicigirl85

Dienstag, 19. Juni 2018

Rezension Katrine Engberg

"Krokodilwächter" von Katrine Engberg


Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: Diogenes; Auflage: 2 (28. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3257070284
ISBN-13: 978-3257070286
Originaltitel: Krokodillevogteren


Inhaltsangabe:

Gerade erst war Julie nach Kopenhagen gezogen, um Literatur zu studieren. Warum musste sie so jung sterben? Erstochen und von Schnitten gezeichnet? Es ist ein schockierender Fall, in dem Jeppe Kørner und Anette Werner ermitteln. Als bei Julies Vermieterin ein Manuskript auftaucht, in dem ein ähnlicher Mord geschildert wird, glauben die beiden, der Aufklärung nahe zu sein. Aber der Täter spielt weiter.
Autoreninfo:

Katrine Engberg, geboren 1975 in Kopenhagen, arbeitet für Fernsehen und Theater und ist als Tänzerin, Choreographin und Regisseurin landesweit bekannt. Mit "Krokodilwächter" hat sie in der Welt des skandinavischen Thrillers debütiert und stand damit wochenlang auf den ersten Rängen der dänischen Bestsellerliste. Sie lebt mit ihrer Familie in Kopenhagen.

Meine Meinung:

Titel: Warum musste sie so jung sterben?

Über die Verlagsvorschau bin ich auf den Titel aufmerksam geworden und da mich bereits Klappentext und Optik des Buches sehr ansprachen, begann ich gespannt mit der Lektüre.

In der Geschichte geht es um das Ermittlerduo Jeppe Kørner und Anette Werner, die den grausigen Mord an einer jungen Studentin aufklären müssen. Wurde sie wirklich nach einer Krimivorlage getötet? Wer steckt hinter der Tat? Als es nicht bei einem Mord bleibt, rennt den Ermittlern die Zeit davon. Werden sie den Fall dennoch lösen können?

Der Thriller besticht vor allem durch unglaublich gut gezeichnete Charaktere, egal ob das die Ermittler, die Opfer oder gar Täter sind.

Besonders eindrücklich waren die Gegensätze der beiden Ermittler. Während Anette unheimlich glücklich verheiratet ist und dies auch ausstrahlt, ist Jeppe einfach nur totunglücklich, weil er vor einiger Zeit von seiner Frau verlassen worden ist. Auch wenn er auf manche Leser enorm schwach wirken mag, so kann sein Verhalten wohl nur verstehen, der selbst so etwas durchgemacht hat. Mir hat die Figur aus der Seele gesprochen. Besonders gefallen hat mir, dass seine Verzweiflung unglaublich gut rüber kommt und er immer wieder mit sich hadert, ob er noch gut genug für andere ist, denn genauso fühlt es sich an verlassen zu werden. Auch wenn er teilweise unsympathisch wirkte, mochte ich ihn von allen Figuren im Buch am liebsten.

Noch sehr eindrücklich ist die pensionierte Dozentin Ester de Laurenti dargestellt, deren Leben auch alles andere als glücklich zu sein scheint. Sie versucht ihr Unglück im Alkohol zu ertränken. Ihr Krimi, der im Buch immer wieder auftauchte, las sich doch sehr poetisch und sprachlich sehr gewandt.

Beängstigend empfand ich die cholerischen Charaktere Christian Stender, dem Vater des ersten Opfers und Schriftsteller Kingo. Beide Männer stellten den typischen Macho und Geschäftsmann dar, der immer bekommt, was er will.

Die Erklärung, warum das Buch seinen Titel hat, gefiel mir gut. Das passt wirklich hervorragend dazu.

Der eigentliche Fall las sich so spannend, dass ich das Buch am liebsten in eins durchgelesen hätte, aber man muss immer mal wieder innehalten, einfach weil das Geschilderte doch recht heftig ist. Die Autorin beschreibt schon sehr detailliert wie die Opfer aussehen und beschönigt dabei nichts.

Für mich hat sich das vorliegende Buch zu keiner Zeit wie ein Debüt angefühlt, denn es las sich unglaublich flüssig und spannend. Auch der Stil von Frau Engberg gefiel mir richtig gut.

Erst wirklich ganz am Schluss wird gelüftet wer hinter dem Ganzen steckt. Ich mochte besonders, dass man während des Lesens immer wieder rätselt, wer es denn nun ist und durch die diversen Wendungen kommt man einfach nicht drauf, weshalb man immer tiefer in die Handlung eingesogen wird.

Fazit: Unglaublich spannend und fesselnd. Nur zu gern würde ich von diesem Ermittlerduo weitere Fälle lesen wollen. Ganz großes Kino, nur zu gern spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus. Gänsehaut im Sommer? Hiermit gelingt das.

Bewertung: 5/ 5 Sternen

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Donnerstag, 14. Juni 2018

Rezension David Barnett

"Miss Gladys und ihr Astronaut" von David Barnett


Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (28. Mai 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548289541
ISBN-13: 978-3548289540
Originaltitel: Calling Major Tom


Inhaltsangabe:

Die gute Miss Gladys kann sich nicht mehr alles merken, aber dieser Telefonanruf ist unvergesslich: Der Astronaut Thomas Major ist am Apparat, gerade auf dem Weg zum Mars. Er hat sich natürlich verwählt und will am liebsten gleich wieder auflegen. Aber Miss Gladys und ihre Enkel brauchen seine Hilfe. Zögerlich und leise fluchend wird der Mann im All zum Helfer in der Not. Tausende von Kilometern entfernt, führt er die drei auf seine ganz eigene Art durch schwere Zeiten, denn Familie Ormerod droht ihr Zuhause zu verlieren. Miss Gladys und ihr Astronaut brauchen einen galaktisch guten Plan …

Autoreninfo:

David Barnett ist ein etablierter Journalist, der u.a. für "The Independent", "Daily Mail" und "The Guardian" schreibt. Bisher veröffentlichte er Fantasyromane, "CALLING MAJOR TOM" ist sein erstes Buch in diesem Genre, sein nächster Roman wird ebenfalls im Bereich der gehobenen Unterhaltung sein.

Meine Meinung:

Titel: Der griesgrämige Kosmonaut und sein weiches Herz...

Ich bin auf das Buch vor allem durch seine coole Optik aufmerksam geworden und einfach weil ich mir nicht vorstellen konnte was ein Astronaut in einem Unterhaltungsroman für eine Rolle spielen könnte, doch ich wurde positiv überrascht.

In der Geschichte geht es in erster Linie um die Familie Ormerod, denen das Wasser bis zum Hals steht, denn durch ein unglückliches Missgeschick werden sie ihr Haus verlieren, wenn sie nicht innerhalb kürzester Zeit eine hohe Summe Geld beschaffen können. Werden sie das überhaupt in so kurzer Zeit schaffen? Und wie soll dabei ausgerechnet ein Astronaut helfen können?

Ein beobachtender Erzähler führt uns durch das Geschehen und im steten Wechsel begleiten wir mal Thomas und mal die Familienmitglieder der Ormerods. Dabei spielt die Handlung mal in der Gegenwart von 2017 und mal in der Vergangenheit, die bis in die 70er hineinreicht.

Der Roman besticht vor allem durch ungemein liebenswürdige Charaktere mit denen man direkt befreundet sein möchte. Besonders gefallen hat mir Teenager Ellie wie sie mit allen Mitteln versucht ihre Familie zusammen zu halten, denn eins will sie in keinem Fall: dass sie von Nan Gladys und ihrem Bruder James getrennt wird.

Auch cool war Delil, der trotz Ellies mürrischer Art sich nicht hat abschrecken lassen und trotzdem ihr Freund sein wollte. Frei nach dem Motto: "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg."

Bei Gladys wusste ich nicht so genau, ob ich sie bedauern soll, weil sie so viel vergisst, aber sie schien dennoch immer sehr glücklich zu sein.

Thomas, unser Astronaut, den alle liebevoll Major Tom nennen, ist schon so eine Type. Selten habe ich einen Charakter mit so vielen Ecken und Kanten erlebt. Am Anfang mochte ich ihn gar nicht, doch mit der Zeit lernt man ihn ja näher kennen und erfährt warum er so ist wie er ist und gewinnt ihn dann doch lieb. Er macht als Protagonist für meinem Geschmack den größten Wandel durch. Seine Geschichte hat mich tief bewegt.

Richtig gut fand ich, dass David Barnett auch alltägliche Probleme thematisiert wie Mobbing, Scheidung, Demenz oder eben Fehler, die man macht im Leben. All jene, die davon betroffen sind, haben ein ordentliches Päckchen zu tragen, was im Buch sehr deutlich wird und man nach der Lektüre mehr Verständnis für Betroffene hat.

Das Ende war ehrlich gesagt eine ordentliche Überraschung, besser hätte man es nicht schreiben können.

Bei dem vorliegenden Roman liest man stets mit einem lachenden und einem weinenden Auge, das mochte ich wirklich gern.

Fazit: Für mich ein gelungener Unterhaltungsroman, der sehr kurzweilig war und den ich nur allzu gern weiterempfehle.

Bewertung: 4/5 Sternen

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Sonntag, 10. Juni 2018

Rezension Alexandra Kui

"Solange es hell ist" von Alexandra Kui


Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: cbj (12. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570165159
ISBN-13: 978-3570165157
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren


Inhaltsangabe:

Eine Irrfahrt von Leuchtturm zu Leuchtturm, ein verschollener Vater, zwei kleine Geschwister im Schlepptau: Manchmal, wenn sie nach Mitternacht aufs Meer schaut, kommt es Mika (15) vor, als ob die Pause zwischen zwei Lichtzeichen ewig dauert. „Man wartet und wartet, die Nacht wird immer schwärzer, aber irgendwann dann kommt es doch. Und solange es hell ist, für diesen kurzen Moment, ist plötzlich alles ganz einfach. Du siehst den Weg wieder“. 

Autoreninfo:

Alexandra Kui wurde 1973 in Buxtehude geboren. Sie studierte Soziologie, Politikwissenschaften und Sozialgeschichte in Hamburg und arbeitete für verschiedene Tageszeitungen, bevor sie anfing, Bücher zu schreiben. "Solange es hell ist" ist ihr fünfter Roman für Jugendliche. 

Meine Meinung:

Titel: Geh deinen Weg, denn der ist das Ziel...

Da mir bereits "Marias letzter Tag" unglaublich gut gefiel, wollte ich ein weiteres Buch der Autorin lesen und ich wurde wieder einmal belohnt.

In der Geschichte geht es um die Geschwister Mika, Penny und Elias, die sich auf eine besondere Reise gen Dänemark begeben, um einen ganz bestimmten Leuchtturm zu finden. Von diesem haben sie nur Zeichnungen ihrer Mutter und einen einzigen Wunsch: "Ankommen und angenommen werden." Wird dieser in Erfüllung gehen?

Die Handlung wird uns über das 15 jährige Mädchen Mika als Ich- Erzählerin nahe gebracht. Für ihr Alter wirkte sie auf mich mit ihren Gedankengängen schon äußerst reif, was wohl ihren bisherigen Lebenserfahrungen geschuldet war.

Die Kinder lebten bisher in Berlin in einem abgeranzten Wohnblock und hatten stets mit Ablehnung und Ausgrenzung zu kämpfen, doch damit soll jetzt Schluss sein.

Der Autorin gelang sehr gut ein typisches Verhältnis unter Geschwistern abzubilden, denn es ist nicht immer alles schön, man muss sich auch mal streiten, darf sich dann aber auch wieder versöhnen. Auch die unterschiedlichen Altersgruppen und ihr Verständnis für bestimmte Dinge sind sehr realistisch geschildert. Ein Fünfjähriger interpretiert so manches ganz anders als jemand, der elf oder fünfzehn ist.

Mir haben die dargestellten Charaktere sehr gut gefallen, da die Geschwister echt enorm unterschiedlich sind. Jeder ist für sich sehr liebenswert auf seine ganz besondere Art und Weise. Die Figur der Katie hat mich ehrlich gesagt etwas geschockt, da sie sich doch sehr anders verhält als es eine Mutter eigentlich tun würde.

Das Ende hat mich persönlich überrascht, denn ich hatte den Abschluss deutlich positiver erwartet. Zudem mochte ich, dass es zwar ein Wiedersehen mit Johannes gibt, wie dieses jedoch aussieht, muss der Leser in seiner Fantasie weiterspinnen.

Fazit: Ein Roadtrip voller Emotionen, der zu unterhalten weiß und auch zum Nachdenken anregt. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und spreche eine Leseempfehlung aus.

Bewertung: 5/ 5 Sternen

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Freitag, 8. Juni 2018

[Filmkritik] Der Buchladen der Florence Green

Der Buchladen der Florence Green


Darsteller: Emily Mortimer, Bill Nighy, Patricia Clarkson
Regisseur(e): Isabel Coixet
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
Erscheinungstermin: 14. September 2018
Produktionsjahr: 2017
Spieldauer: 107 Minuten

ASIN: B07CPF52LF

Inhaltsangabe:

Florence Green (Emily Mortimer) hat früh ihren Mann verloren, doch ihre gemeinsame Liebe zu Büchern aller Art lässt sie nicht los. Sie investiert ihr gesamtes Vermögen in die Verwirklichung ihres Traums von einem eigenen Buchladen – ausgerechnet im verträumten englischen Hardborough am Ende der 50er-Jahre, wo die Arbeiter dem Bücherlesen skeptisch gegenüberstehen und die Aristokratie energisch vorgibt, was Hochkultur ist und was nicht. Doch trotz der Widerstände hat sie Erfolg und rasch finden auch progressive, polarisierende Werke wie Nabokovs „Lolita“ oder Bradburys „Fahrenheit 451 “ bei den Dorfbewohnern Anklang. Vor allem der seit Langem zurückgezogen lebende Edmund Brundish (Bill Nighy) findet Gefallen am neuen Buchladen und dessen Besitzerin. Doch Florence Greens sanfte Kulturrevolution bleibt nicht unbemerkt: Die alteingesessene graue Eminenz Violet Gamart (Patricia Clarkson) befürchtet einen Kontrollverlust in ihrem Heimatdorf und steht den radikalen Veränderungen mit Argwohn gegenüber. Mit aller Macht versucht sie, Florence Green Steine in den Weg zu legen, und die beiden Frauen beginnen eine Auseinandersetzung über Moderne und Konvention.

Meine Meinung:

Titel: Werden Träume immer wahr?

Der Trailer zum Film hatte mich so sehr fesseln können, dass ich mir diesen Film unbedingt im Kino anschauen musste, dachte ich doch, dass dieser genau das Richtige für einen Bücherwurm wie mich ist. Zudem handelt es sich um eine Literaturverfilmung des Romans "Die Buchhandlung" von Penelope Fitzgerald  und ich bin immer sehr angetan von solchen Verfilmungen.

In der Geschichte geht es um Florence Green, deren Mann im Krieg gefallen ist. Aus der Ehe sind keine Kinder entstanden und außer der Liebe zu Büchern bleibt Florence als Witwe nichts von ihrem Mann. Sie kratzt all ihr Erspartes zusammen, um sich ihren Traum von einem eigenen Buchladen zu erfüllen, doch konnte sie kaum ahnen, dass man sich im kleinen Örtchen Hardborough mit Händen und Füßen dagegen wehrt. Wird sie trotz aller Steine, die man ihr in den Weg legt, ihren Weg gehen können?

Der Film besticht vor allem durch dramatische Musik und Bilder von der Natur (raue See, raschelnde Bäume, etc.), was mir außerordentlich gut gefallen hat und ein ums andere Mal eine leichte Gänsehaut verschafft hat.

In den Charakter der Florence Green kann man sich gut hineinversetzen und ich empfand die Darstellung durch Emily Mortimer als äußerst gelungen. Sie ist in einem Alter, dass man ihr abkauft, dass sie ihre Träume verwirklichen möchte und das auch noch nicht zu spät ist.

Patricia Clarkson als böse Antagonistin Violet Gamart hat einem das Fürchten gelehrt. Unglaublich was sie alles durch ihre Beziehungen erreicht.

Die dargestellte Stadt Hardborough  war so richtig schön urig, gerade mit der Nähe zum Meer und den alten hutzeligen Häusern hatte das enormen Charme.

Die Sprache der 50er war schon etwas Besonderes, ich mochte sehr dass sich alle so überaus gewählt ausgedrückt haben.

Auch die scheinheilige Freundlichkeit aller Beteiligten war etwas, was mich nachdenklich gestimmt hat. Ich bin froh, dass ich in einer Zeit lebe wo man zum Ausdruck bringen darf wenn man jemanden nicht mag.

Das Ende des Films hatte ich gänzlich anders erwartet, aber ich kenne den Roman dazu auch nicht, daher hat mich dieses besonders überrascht. Ich kann mit dem Ausgang leben und finde ihn auch gut gelöst, gewünscht hätte ich mir jedoch ein etwas positiveres Ende.

Fazit: Ein Film voll Drama und Emotionen, den ich trotz seiner Länge sehr gern geschaut habe. In meinen Augen ein kleines Meisterwerk.

Bewertung: 5/ 5 Sternen

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