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Montag, 14. September 2015

Rezension Lorenzo Marone

"Der erste Tag vom Rest meines Lebens" von Lorenzo Marone


  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Pendo (14. September 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866123965
  • ISBN-13: 978-3866123960
Inhaltsangabe:

Cesare ist 77 und zieht Bilanz. Von seinen einst hochfliegenden Träumen ist wenig aufgegangen. Seine Methode, mit den Enttäuschungen des Lebens umzugehen: Ironie und Sarkasmus. Das kommt bei seinen Mitmenschen nicht immer gut an. Bis Emma in die Nachbarwohnung zieht. Irgendetwas stimmt nicht mit ihr und ihrem Mann. Das sieht Cesare an Emmas traurigen Augen. Und plötzlich mischt sich Cesare ein. Er hat wieder Mut zu kämpfen. Für seine junge Nachbarin. Für die Liebe. Für das Glück, am Leben zu sein... 

Autoreninfo:

Lorenzo Marone, geboren 1974 in Neapel, arbeitete fast zehn Jahre lang als Anwalt in seiner Heimatstadt, bis er sich ein Herz fasste, den ungeliebten Beruf an den Nagel hängte und sich seiner wahren Leidenschaft widmete: dem Schreiben. Sein erster Roman eroberte die Herzen der italienischen Leser im Sturm und erntete begeisterte Rezensionen. Er lebt mit seiner Frau Flavia, dem Sohn Riccardo und der Dackeldame Greta in Neapel. 

Meine Meinung:

Titel: Auf den Lebenspfaden eines Stiesels...

Die pfiffige Aufmachung des Buches und der Klappentext haben mich neugierig auf den Roman werden lassen und kaum hatte ich mit dem Lesen begonnen, fühlte ich mich ein wenig an mein Lieblingsbuch "Ein Mann namens Ove" erinnert.

In der Geschichte geht es um den 77 Jahre alten Cesare, der als Witwer dem Ende seines Lebens entgegen sieht. Abwechslung kehrt in sein tristes Leben ein, als in die Nachbarwohnung ein Paar einzieht. Die junge Frau wirkt neben ihrem Partner immer so ängstlich, trägt trotz Regen Sonnenbrille und wirkt auch sonst nicht ganz normal. Was ist nur mit der jungen Frau los? Cesare versucht mehr zu erfahren und krempelt damit sein ganzes Leben um. Ob das so gut ist?

Die Handlung wird uns über Cesare als Ich- Erzähler näher gebracht, so dass wir sehr detailliert über seine Gedanken und Gefühle Bescheid wissen. Seine Sicht auf die Welt ist durchaus erfrischend, manches Mal aber auch recht bitter. Nach und nach beleuchtet er für uns Leser sein Leben und blickt auf dieses zurück, was wirklich sehr interessant ist. Auch über das Leben seiner Familie erfahren wir viel.

Cesare ist als Protagonist ganz klar jemand, der polarisiert und gewiss nicht jedem gefällt, aber gerade seine kauzige Art macht ihn in meinen Augen zu etwas sehr Besonderem. Auch andere Charaktere wie Sveva, Dante oder Marino wissen zu überzeugen, denn jede dargestellte Person hat alltägliche Probleme, so dass sich der Leser mit den handelnden Akteuren identifizieren und ihr Handeln stets verstehen kann.

Zudem gelingt es dem Autor ein spannendes Bild der Stadt Neapel zu zeichnen, dem Lebensmittelpunkt unseres Protagonisten.

Fazit: Erfrischende Lektüre, die aus der alltäglichen Belletristik hervorsticht. Gern empfehle ich das Buch weiter. Lesenswert!


Bewertung: 4/ 5 Sternen

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