Seitenaufrufe letzten Monat

Freitag, 12. Januar 2018

[Filmkritik] Suite francaise - Melodie der Liebe

Suite francaise - Melodie der Liebe


Darsteller: Michelle Williams, Kristin Scott Thomas, Matthias Schoenaerts, Ruth Wilson, Margot Robbie
Komponist: Rael Jones
Künstler: Pierre Mertens, Jenny Shircore, Michael O'Connor, Daniel Hubbard, Chris Dickens, Genevieve Lemal, Eduard Grau, Matt Charman, Romain Bremond, Christine Raspillère, Michael Carlin, Saul Dibb, Andrea Cornwell, Benoit Luporsi, Stephen Griffiths, Michael Kuhn, Sebastian Moradiellos, Xavier Marchand
Format: Dolby, PAL, Widescreen
Sprache: German (Dolby Digital 5.1), English (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Universum Film GmbH
Erscheinungstermin: 3. Juni 2016
Produktionsjahr: 2014
Spieldauer: 104 Minuten


Inhaltsangabe:

Sommer 1940 in Frankreich: Die junge Lucile Angellier lebt unter der Fuchtel ihrer Schwiegermutter in dem kleinen Dorf Bussy, ihr Mann ist im Krieg. Erst treffen Pariser Flüchtlinge ein und dann ein deutsches Regiment, dessen Soldaten bei den Bewohnern einquartiert werden. Zwischen Lucile und dem ungebetenen Gast, einem kultivierten deutschen Offizier, knistert es. Aber die Brutalität des Krieges lässt zarte Gefühle zwischen Feinden nicht zu.

Meine Meinung:

Titel: Folge deinem Herzen, niemals deinem Verstand...

Über diesen Film bin ich eher zufällig gestoßen, weil dieser als neuer Film bei Amazon Prime Video angeboten wurde und als ich sah, dass die Handlung zur Zeit des zweiten Weltkrieges spielt und es sich hierbei um eine Romanverfilmung von Irène Némirovsky handelt, war meine Neugierde geweckt, denn ich liebe ja Romanverfilmungen, erst recht wenn sie auf wahren Begebenheiten beruhen.

In der Geschichte geht es um Lucile, deren kleines, französisches Dorf von den Deutschen besetzt wird. Sie lebt mit ihrer Schwiegermutter allein, da ihr Mann im Krieg ist. Im herrschaftlichen Haus der Schwiegermutter wird ein deutscher Offizier einquartiert. Lucile wird strengstens verboten sich mit diesem Mann zu unterhalten, doch er spielt so göttlich Klavier, dass sie sich nicht daran halten kann. Wird ihr zum Verhängnis, dass sie ihrem Herzen folgt?

Lucile wird von Michelle Williams dargestellt, was mir als die perfekte Besetzung erscheint. Ich kenne sie seitdem sie bei Dawsons Creek mitgespielt hat, aber hier wächst sie über sich hinaus. In ihrer Gestik und Mimik spiegeln sich so intensiv die Gefühle wider, dass man einfach nur mitfühlen kann und beim Schauen des Films Herzklopfen bekommt.

Die Schwiegermutter Madame Angellier durch Kristin Scott Thomas dargestellt ist unheimlich furchteinflößend, kein Wunder, dass die Bediensteten und ihre Schwiegertochter gehörigen Respekt vor ihr haben.

Gut gefallen hat mir zudem, dass deutsche Soldaten nahezu ausschließlich von deutschen Darstellern wie Heino Ferch oder Tom Schilling verkörpert werden. Den schmucken Tom Schilling mal als Bösewicht zu erleben, hat mich überrascht, aber man kauft es ihm in jedem Fall ab.

Die Liebesgeschichte ist sehr gefühlvoll dargestellt und die wenigen Momente, die das ungleiche Paar hat, selbst für den Zuschauer kostbar.

Die Gräueltaten der Besatzer werden ebenfalls realistisch dargestellt, nehmen aber nur am Rande der Handlung Raum ein und dominieren zum Glück nicht den kompletten Film. Die damalige Zeit wird in meinen Augen authentisch rüber gebracht.

Fazit: Ein Film, der bewegt und noch lange nachklingt. Klare Empfehlung sich diesen nicht entgehen zu lassen.

Bewertung: 5/ 5 Sternen

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen