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Samstag, 27. September 2014

Top oder Flop - Mängelexemplare

Jede Leseratte kennt das Problem: es gibt so viele tolle Bücher, aber der Geldbeutel ist sooo klein. Da können einem Mängelexemplare gerade recht kommen, denn da ist ja eigentlich außer einem Stempel nichts dran, oder?

Ich zählte bisher sogar zu den Leuten, die lieber mal ein Mängelexemplar gekauft haben als ein gebrauchtes Buch, denn Mängelexemplare sind ja ungelesene Bücher, an denen so gut wie nichts dran ist.

Leider scheint sich die Philosophie in dem Punkt etwas geändert zu haben, weshalb mir das Wühlen in Mängelexemplarkisten absolut keinen Spaß mehr macht.

Wurden Bücher bisher mit einem Stempel am Buchschnitt versehen und schlechtestenfalls mit einem Kratzer auf dem Buchrücken, kommen heute ganz andere Methoden zum Einsatz, die mir im Leserherz arg wehtun. Da werden Buchcover eingeschlitzt oder der Buchrücken von Taschenbüchern mit einem Gerät bearbeitet, so dass nicht nur der Buchrücken unmöglich aussieht, sondern auch unzählige Buchseiten dabei kaputt gehen und man diese kaum bis gar nicht mehr lesen kann. Das ist doch nicht der Sinn eines Mängelexemplares. Zudem kauft man ja wohl kaum ein Buch zum halben Preis, was schon so kaputt ist, oder? Ich habe kürzlich in einigen Buchläden und auch Supermärkten tolle Romane entdeckt, die ich gern gekauft hätte, die aber so kaputt waren, dass ich vielleicht noch 50 Cent oder 1 Euro bezahlt hätte, denn es kommt ja in erster Linie auf den Inhalt an, aber ganz sicher hätte ich dafür niemals 4 oder 5 Euro, wie verlangt wurde, dafür bezahlt.

Wie seht ihr das? Bin ich da zu pingelig oder würdet ihr dann auch auf den Kauf von Mängelexemplaren verzichten, wenn diese so sehr kaputt gemacht werden?

Bei meiner ganzen Suche ist nur ein einziges Exemplar über geblieben, was dann noch ansehnlich war und eben nur den Stempel und sonst nichts weiter dran hatte.

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