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Sonntag, 6. Dezember 2015

Rezension Lucinda Riley

"Die Sturmschwester" von Lucinda Riley

  
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (9. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442313953
ISBN-13: 978-3442313952
Originaltitel: The Storm Sister

Inhaltsangabe:

Der Wind und das Wasser, das sind die großen Leidenschaften in Allys Leben, die sie zu ihrem Beruf gemacht hat: Sie ist Seglerin und hat bei manch riskanter Regatta auf den Meeren der Welt ihren Mut unter Beweis gestellt. Eines Tages aber stirbt völlig überraschend ihr geliebter Vater Pa Salt, und Ally reist zu dem Familiensitz am Genfer See. Wie auch ihre fünf Schwestern wurde sie als kleines Mädchen von Pa Salt adoptiert und kennt ihre wahren Wurzeln nicht. Ihr Vater hinterlässt ihr aber einen rätselhaften Hinweis auf ihre Vorgeschichte – die Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert, in dessen Leben die junge Sängerin Anna Landvik eine schicksalhafte Rolle spielte. Allys Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf Spurensuche in das raue Land im Norden. Sofort ist sie zutiefst fasziniert von der wilden Schönheit der Landschaft, aber auch von der betörenden Welt der Musik, die sich ihr dort eröffnet. Und als sie schließlich dem Violonisten Thom begegnet, der ihr auf unerklärliche Weise vertraut ist, fängt sie an zu ahnen, dass ihre jugendliche Liebe zur Musik kein Zufall war...

Autoreninfo:

Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben - und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman "Das Orchideenhaus" stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence.

Meine Meinung: 

Titel: Gelungene Fortsetzung der "Sieben Schwestern" - Reihe... 

Nachdem mir der erste Teil namens "Die sieben Schwestern" gut gefiel, in dem es um Maia ging, so war ich doch sehr gespannt auf die Fortsetzung der Reihe. Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen, die mir gut gefielen, weshalb ich mit großen Erwartungen in die Lektüre einstieg. 

In diesem Band geht es um die Seglerin Ally, die nach dem Tod ihres Adoptivvaters wieder nach Hause zurückkehrt. Genau wie ihre Schwester Maia soll es nun darum gehen ihre Herkunft zu erfahren, denn Pa Salt hat Hinweise hinterlassen. Was wird Ally herausfinden? Wird das ihr bisheriges Leben verändern. 

Der Roman startet identisch dem Vorgänger, denn Ally erfährt vom Tod ihres "Vaters" und trifft in dessen Zuhause auf ihre Schwestern. Hier fand ich interessant, dass es der Autorin gelingt etwas, was wir bereits in Band eins gelesen haben, aus einer anderen Perspektive und doch irgendwie anders widerzugeben. Dabei ergaben sich für mich neue Erkenntnisse.

Während mir der Zugang zu Maia im ersten Buch unheimlich leicht fiel, hatte ich bei der kühlen Ally erst so meine Probleme. Erst im Verlauf der Geschichte wurde ich wirklich mit ihr warm. 

Die Hinweise, die Pa Salt gestreut hat, führen den Leser nach Norwegen. Ich finde dieses Land unheimlich spannend und habe schon einige tolle Romane dazu gelesen, weshalb ich mich sehr freute dorthin entführt zu werden. Klassische Musik ist zwar nur bedingt meins, aber Frau Riley hat das sehr gut mit der Geschichte verknüpft. 

Normalerweise mag ich bei Romanen, die sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit spielen, eher den historischen Part, aber hier habe ich mich mehr bei Ally wohlgefühlt. Ich schätze mal, dass das in erster Linie mit dem Bauernmädchen Anna zu tun hatte, die mir aufgrund ihres mangelnden Selbstbewusstseins nicht so recht gefiel. Ich mag starke Frauenpersönlichkeiten und für meinen Geschmack wurde sie unnötig schwach und teilweise auch naiv dargestellt, so dass irgendwann die Sympathie flöten ging. 

Zum Glück sind alle anderen Charaktere deutlich besser gezeichnet, so dass man als Leser schon den ein oder anderen finden wird, den man mag. Das Buch endet wie zu erwarten war offen, so dass ich jetzt schon gespannt bin auf die Fortsetzung. 

Auch wenn der Roman etwas schwächer ist als sein Vorgänger, so wurde ich dennoch gut unterhalten. Lucinda Rileys Schreibstil ist einfach so fesselnd, dass man Zeit und Raum um sich vergisst. Zudem gelingt es ihr einfach ihre fiktive Geschichte in die damalige Zeit einzubetten, dass man ihr das alles abkauft. 

Fazit: Eine gute Fortsetzung, die hoffen lässt, dass die folgenden fünf Bände auch noch klasse werden. Ich spreche eine Leseempfehlung für dieses Buch aus. 

Bewertung: 4/ 5 Sternen

1 Kommentar:

  1. Die Bücher dieser Autorin lese ich unheimlich gerne. Bisher sind es nur zwei, aber die haben mich bereits absolut überzeugt, um auch ihre anderen Bücher lesen zu wollen!

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